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Bastian Saupe· Gründer & Test-Synthese-RedaktionBastian Saupe ist auf Test-Synthese spezialisiert — die methodische Auswertung und Triangulation von Stiftung Warentest, ETM Testmagazin, Haus & Garten Test, Computer Bild, PC-WELT, Coffeeness, Selbst-ist-der-Mann sowie Hersteller-Datenblättern und Langzeit-Käufer-Berichten zu einer entscheidungsfertigen Empfehlung für deutsche Haushalte 2026. Jede Empfehlung nennt ihre Quellen mit Datum, Widersprüche zwischen Quellen werden offen benannt, Preise und Bewertungen tragen ein Abrufdatum. Dazu gilt eine Standing-Rule — Picks mit null verifizierten Käufer-Bewertungen oder dauerhaftem Out-of-Stock werden konsequent aus dem Pool entfernt. Diese Disziplin gilt konsistent über alle unabhängigen Schwester-Sites, die nach demselben Standard arbeiten.
Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lesezeit ca. 60 Min.
Empfehlungen auf einen Blick
| Bild | Modell | Empfehlung für | Note | Preis | Link |
|---|---|---|---|---|---|
![]() | KAI · Shun Classic Santoku DM-0702, 18 cm, glatte Klinge | Vollständigstes Herstellerdatenblatt der Auswahl mit VG-MAX-Kern, 61 HRC, 206 g und Linkshänder-Version | 1,3 | 167,63 € (Amazon.de, Drittanbieter BonKoo, 9.10.2026) | Amazon → |
![]() | WÜSTHOF · Classic Ikon Santoku 17 cm mit Kullenschliff (1040331317) | Geschmiedetes Solinger Santoku mit dem kleinsten angegebenen Schliffwinkel der Auswahl, 10° pro Seite | 1,3 | 129,66 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 9.10.2026) | Amazon → |
![]() | GLOBAL · G-80 Santoku 18 cm mit Kullen, Cromova 18 | Einziges Modell der Auswahl mit aktueller Empfehlung im FAZ-Kaufkompass vom 18.09.2026 | 1,3 | 144,43 € (Amazon.de, Drittanbieter Kochmesser-Shop, 9.10.2026) | Amazon → |
![]() | Victorinox · Swiss Classic Santoku 17 cm mit Kullenschliff (6.8523.17B) | Einziges Santoku der Auswahl, das der Hersteller für die Spülmaschine freigibt, mit lebenslanger Garantie | 1,3 | 35,99 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 9.10.2026) | Amazon → |
![]() | KAI · Wasabi Black Santoku 6716S, 16,5 cm | Günstiger Einstieg bei KAI mit 16,5-cm-Klinge und 58 ±1 HRC laut Listing | 1,4 | 48,87 € (Amazon.de, Drittanbieter, 9.10.2026) | Amazon → |
Den einzigen frei lesbaren Labortest mit Santoku-Messern hat die Stiftung Warentest am 12.12.2014 veröffentlicht, im Heft test 12/2014. Sieger unter 20 Messern war ein Santoku: das Kai Shun Premier aus der Tim-Mälzer-Serie, heute unter der Artikelnummer TDM-1702 geführt, mit der Note gut (1,6) für damals 199 Euro. Auf Amazon.de gab es dieses Messer am 9.10.2026 nur noch über Drittanbieter ab 229,00 Euro. Einen neueren Labortest mit Santokus hat die Stiftung Warentest nicht gemacht; test.de verweist für jüngere Ergebnisse auf Partnertests aus der Schweiz (Saldo, 2019) und Belgien (Test Achats, 2023).
Diese Auswertung ordnet deshalb zuerst die Testlage nach Heft, Jahr und Modellnummer und zeigt, welche der geprüften Messer du heute noch kaufen kannst. Danach stehen die Herstellerdaten von fünf Santokus nebeneinander, die am 9.10.2026 auf Amazon.de erhältlich waren, mit „k. A.“ überall dort, wo der Hersteller nichts angibt. Der Rest der Seite prüft die drei Versprechen, die beim Santoku am häufigsten auf Verpackung und Produktseite stehen: Kullen gegen Anhaften, Damast-Lagen als Qualitätsmerkmal und das Etikett „Testsieger“.
Die kurze Antwort: Das vollständigste Datenblatt hat das KAI Shun Classic DM-0702 (167,63 €). Den kleinsten angegebenen Schliffwinkel hat das Wüsthof Classic Ikon Santoku (129,66 €, 10° pro Seite). Eine aktuelle Redaktionsempfehlung hat das Global G-80 (144,43 €, FAZ-Kaufkompass vom 18.09.2026). Für die Spülmaschine ist nur das Victorinox Swiss Classic (35,99 €) freigegeben, und das KAI Wasabi Black (48,87 €) ist der günstigste Weg zu einem KAI-Santoku. Ein aktuelles Laborurteil hat keines der fünf.
Wie diese Auswertung entstanden ist: Keines der Messer wurde für diese Seite benutzt, geschärft oder vermessen. Grundlage sind die Kochmesser-Tests der Stiftung Warentest aus den Heften 1/2008 und 12/2014, der Bericht von test.de über den Saldo-Test von 2019, die Konsument-Ergebnisse aus Heft 2/2008 (nur über testberichte.de zugänglich), der FAZ-Kaufkompass mit Update vom 18.09.2026, die Prüfnorm ISO 8442-5, die Produkt- und Pflegeseiten von KAI, Wüsthof, Global, Victorinox, Zwilling/Miyabi, WMF und Fissler sowie die Kullen-Erklärung von Cook's Illustrated. Preise, Verkäufer und Bewertungen stammen vom 9.10.2026 auf Amazon.de, Preisverläufe von camelcamelcamel. Ein Modell kam nur in die Auswahl, wenn es mindestens 4,3 Sterne aus mindestens 500 Bewertungen hatte und der Hersteller belegbare Daten veröffentlicht.
Die Empfehlungen im Detail
Vollständigstes Herstellerdatenblatt der Auswahl mit VG-MAX-Kern, 61 HRC, 206 g und Linkshänder-Version
KAI
Shun Classic Santoku DM-0702, 18 cm, glatte Klinge

Das DM-0702 ist das 18-cm-Santoku der Shun-Classic-Serie mit glatter Klinge. KAI nennt 206 Gramm, einen VG-MAX-Kern in 32 Lagen Damast, 61 (±1) HRC, beidseitigen Schliff und einen Griff aus Pakkaholz in D-Form; für Linkshänder gibt es das DM-0702L. Ein eigenes Testurteil hat die Classic-Serie nicht, Testsieger 2014 war das Schwestermodell Shun Premier. Am 9.10.2026 verkaufte es auf Amazon.de nur ein Drittanbieter.
Hardware-Specs
- Klinge
- 18 cm, beidseitiger Schliff, glatt
- Gewicht
- 206 g (KAI)
- Härte
- 61 (±1) HRC (KAI)
- Stahl
- VG-MAX-Kern, 32 Lagen Damast
- Schliffwinkel
- k. A. (KAI-Schleifanleitung allgemein ca. 15°)
- Garantie
- 10 Jahre, nur bei autorisierten Händlern (EU)
Stärken
- Herstellerdaten vollständig von Länge über Gewicht bis Lagenzahl
- 61 (±1) HRC, höchster angegebener Härtewert der fünf
- Linkshänder-Version DM-0702L mit 205 g
- 10 Jahre KAI-Garantie bei autorisierten Händlern
- 4,7 Sterne aus 712 Bewertungen
Schwächen
- Kein eigenes Institutsurteil für die Classic-Serie
- Nie in die Spülmaschine, Wetzstahl laut KAI ungeeignet
- Am 9.10.2026 nur Drittanbieter, Garantieberechtigung vorher klären
Für wen geeignet
Wer am Wasserstein schärft und ein japanisches Santoku mit lückenlos dokumentierten Herstellerangaben sucht, ausdrücklich auch Linkshänder.
Wer nicht zugreifen sollte
Wer Messer in die Spülmaschine gibt, mit dem Wetzstahl nachzieht oder ein aktuelles Testsiegel als Kaufgrund braucht.
Geschmiedetes Solinger Santoku mit dem kleinsten angegebenen Schliffwinkel der Auswahl, 10° pro Seite
WÜSTHOF
Classic Ikon Santoku 17 cm mit Kullenschliff (1040331317)

Wüsthof schmiedet das Classic Ikon Santoku in Solingen aus X50CrMoV15, gibt 58 HRC und eine Klinge von 17 × 4,60 cm an und schleift Santokus laut eigener FAQ mit 10° pro Seite. Die Ikon-Serie hat einen Doppelkropf und einen Griff aus POM. Die FAZ hat das Modell im Update vom 18.09.2026 aus ihren Empfehlungen genommen und führt es unter „außerdem getestet“. Mit 129,66 € lag der Preis am 9.10.2026 knapp unter dem Amazon-Durchschnitt von 133,12 €.
Hardware-Specs
- Klinge
- 17 × 4,60 cm, Kullenschliff
- Härte
- 58 HRC (Wüsthof)
- Stahl
- X50CrMoV15, geschmiedet in Solingen
- Schliffwinkel
- 10° pro Seite (Wüsthof-FAQ, asiatische Klingen)
- Griff
- POM, Doppelkropf
- Gewährleistung
- 2 Jahre (längere Garantie nicht belegt)
Stärken
- 10° pro Seite laut Wüsthof, flachster Herstellerwinkel der fünf
- Geschmiedet in Solingen, X50CrMoV15 mit 58 HRC
- Kullenschliff serienmäßig
- Verkauf und Versand durch Amazon
- 4,7 Sterne aus 643 Bewertungen
Schwächen
- FAZ 09/2026 hat es aus den Empfehlungen genommen
- Laut Wüsthof nur Handwäsche
- Keine Garantielaufzeit über 2 Jahre Gewährleistung hinaus belegt
Für wen geeignet
Wer ein geschmiedetes Santoku mit Kropf und europäischem Stahl will, aber mit dem dünneren Asia-Schliff von 10° pro Seite.
Wer nicht zugreifen sollte
Wer eine aktuelle Redaktionsempfehlung oder eine schriftliche Langzeitgarantie zur Bedingung macht.
Was Tests und Käufer:innen sagen
Hinweis: Für dieses Modell liegen uns aktuell keine unabhängigen Magazin-Tests vor. Die folgende Einschätzung basiert ausschließlich auf verifizierten Käufer-Bewertungen.
Häufig gelobt (Amazon-Käufer:innen, Stand 2026-05)
- + Wuesthof Classic Ikon Santoku 17cm
- + testberichte 1,6 gut Familie
- + Solingen-Tradition
Wiederkehrende Kritik
- − Premium-Preis 130+ Euro
Datengrundlage Käufer-Pattern: ca. ueber 4.000 verifizierte Bewertungen ausgewertet.
Unsere Einschätzung (qualitativ, kein numerischer Score)
Wuesthof Classic Ikon Santoku aus testberichte-1,6-Wuesthof-Familie.
Einziges Modell der Auswahl mit aktueller Empfehlung im FAZ-Kaufkompass vom 18.09.2026
GLOBAL
G-80 Santoku 18 cm mit Kullen, Cromova 18

Das G-80 ist die Kullen-Variante des Global-Santokus mit 18 cm Klinge aus Cromova-18-Stahl, gefertigt in Japan. Global UK nennt auf der Produktseite Rockwell C56–58 und einen 15°-Schneidwinkel, ein Gewicht steht dort nicht. Im FAZ-Kaufkompass mit Update vom 18.09.2026 gehört das G-80 zu den drei Empfehlungen aus 30 geprüften Santokus. Amazon selbst war nie Verkäufer, deshalb gibt es keinen Preisverlauf.
Hardware-Specs
- Klinge
- 18 cm mit Kullen
- Härte
- Rockwell C56–58 (Global UK)
- Stahl
- Cromova 18, Made in Japan
- Schneidwinkel
- 15° (Global UK)
- Gewicht
- k. A.
- Reinigung
- Handwäsche („Handwash Only“)
Stärken
- Aktuelle Empfehlung im FAZ-Kaufkompass (30 Santokus)
- Cromova 18 mit Rockwell C56–58 laut Global UK
- 15°-Schneidwinkel vom Hersteller angegeben
- Gefertigt in Japan
- 4,7 Sterne aus 518 Bewertungen
Schwächen
- Kein Gewicht vom Hersteller
- Nur über Drittanbieter, kein Amazon-Preisverlauf
- Handwäsche, Garantielaufzeit k. A.
Für wen geeignet
Wer ein japanisches Santoku mit Kullen und einer aktuellen redaktionellen Empfehlung sucht.
Wer nicht zugreifen sollte
Wer vollständige Herstellerdaten inklusive Gewicht und Garantiezeit vor dem Kauf sehen will.
Einziges Santoku der Auswahl, das der Hersteller für die Spülmaschine freigibt, mit lebenslanger Garantie
Victorinox
Swiss Classic Santoku 17 cm mit Kullenschliff (6.8523.17B)

Victorinox gibt für das Swiss Classic Santoku eine 17-cm-Klinge, 107 Gramm, einen TPE-Griff und Fertigung in der Schweiz an. Es ist nicht geschmiedet, laut Hersteller spülmaschinengeeignet und hat eine lebenslange Garantie auf Material- und Fabrikationsfehler. Härte und Schliffwinkel nennt Victorinox nicht, ein Institutstest liegt nicht vor. Mit 2.788 Bewertungen hat es die mit Abstand breiteste Käuferbasis der Auswahl.
Hardware-Specs
- Klinge
- 17 cm, Kullen, nicht geschmiedet
- Gewicht
- 107 g (Victorinox)
- Griff
- TPE
- Spülmaschine
- ja (Victorinox)
- Garantie
- lebenslang auf Material- und Fabrikationsfehler
- Härte / Winkel
- k. A.
Stärken
- Spülmaschinengeeignet laut Victorinox
- Lebenslange Garantie auf Material- und Fabrikationsfehler
- 107 g, leichtestes Santoku der Auswahl
- Günstigstes Modell mit 35,99 €
- 4,7 Sterne aus 2.788 Bewertungen
Schwächen
- Keine HRC- und Winkelangabe vom Hersteller
- Kein Institutstest gefunden
- Nicht geschmiedet
Für wen geeignet
Haushalte, in denen Messer in die Spülmaschine wandern, und alle, die die Santoku-Form erst einmal günstig ausprobieren wollen.
Wer nicht zugreifen sollte
Wer Stahl, Härte und Schliffwinkel mit anderen Modellen vergleichen will.
Günstiger Einstieg bei KAI mit 16,5-cm-Klinge und 58 ±1 HRC laut Listing
KAI
Wasabi Black Santoku 6716S, 16,5 cm

Das Wasabi Black ist das günstigste KAI-Santoku dieser Auswahl. Das Amazon-Listing, in dem Kai Europe als Hersteller steht, nennt eine 16,5 cm lange polierte, rostfreie Klinge mit 58 ±1 HRC und einen schwarzen Kunststoffgriff, der den Klingenansatz umschließt. Weitere Herstellerwerte fehlen. Ein Institutstest existiert nicht; im Eigentest von messer-mojo landete es auf Platz 6 von 9, Messwerte sind dort nicht veröffentlicht.
Hardware-Specs
- Klinge
- 16,5 cm, poliert, rostfrei
- Härte
- 58 ±1 HRC (Amazon-Listing, Hersteller Kai Europe)
- Griff
- schwarzer Kunststoff
- Gewicht
- k. A.
- Schliffwinkel
- k. A.
- Spülmaschine
- nein (KAI-Pflegehinweis)
Stärken
- 58 ±1 HRC laut Listing
- Kunststoffgriff ohne Holzpflege
- Etwas kürzere Klinge mit 16,5 cm
- Unter 50 € am 9.10.2026
- 4,6 Sterne aus 617 Bewertungen
Schwächen
- Kein Gewicht, keine Stahlsorte, kein Winkel vom Hersteller
- messer-mojo-Eigentest nur Platz 6 von 9, ohne Messwerte
- Drittanbieter; laut KAI keine Spülmaschine
Für wen geeignet
Wer ein japanisches Santoku unter 50 Euro mit pflegeleichtem Kunststoffgriff sucht.
Wer nicht zugreifen sollte
Wer ein Testurteil oder ein vollständiges Datenblatt als Kaufgrund braucht.
Stiftung Warentest 2014: fünf Santokus mit Note – und welche es heute noch gibt
Wer nach „Santoku Testsieger“ sucht, bekommt Ergebnisse aus fünf verschiedenen Prüfungen durcheinander: zwei Labortests der Stiftung Warentest (2008 und 2014), einen österreichischen Partnertest (Konsument 2008), einen Schweizer Partnertest (Saldo 2019) und den Redaktionstest der FAZ (Update 2026). Die Tabelle trennt sie nach Heft und Jahr und sagt in der letzten Spalte, ob das geprüfte Modell am 9.10.2026 noch zu kaufen war. „Nicht geprüft“ heißt: Wir haben für dieses Modell kein aktuelles Angebot erhoben, nicht, dass es keines gibt.
| Bild | Test | Jahr | Modell | Urteil | Heute erhältlich? |
|---|---|---|---|---|---|
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Stiftung Warentest, test 12/2014 | 2014 | Kai Shun Premier, Tim-Mälzer-Serie (heute TDM-1702) | gut (1,6), Testsieger von 20 Messern | ja, Amazon.de nur Drittanbieter ab 229,00 € (9.10.2026) |
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Stiftung Warentest, test 12/2014 | 2014 | WMF Grand Gourmet Santoku | gut (1,8), Rang 4 | ja, 61,58 € bei Amazon (9.10.2026) |
| – | Stiftung Warentest, test 12/2014 | 2014 | Wüsthof Grand Prix II (Version mit PEtec) | gut (1,8), Rang 5 | Serie heißt heute anders oder ist nicht mehr erhältlich |
| – | Stiftung Warentest, test 12/2014 | 2014 | Zwilling Twin Profection | gut (1,8), Rang 6 | Serie heißt heute anders oder ist nicht mehr erhältlich |
| – | Stiftung Warentest, test 12/2014 | 2014 | Chroma Haiku Damascus HD 05 | befriedigend (2,6), Rang 14 | nicht geprüft |
| – | Stiftung Warentest, test 1/2008 | 2007/2008 | Wüsthof Grand Prix II (Version vor PEtec) | bestes Santoku, 60 €; Note in der Pressemitteilung nicht genannt | nein, Vorgängerversion |
| – | Stiftung Warentest, test 1/2008 | 2007/2008 | Chroma Haiku | knapp hinter Wüsthof, 79 € | nicht geprüft |
| – | Konsument 2/2008 (über testberichte.de) | 2008 | Wüsthof Grand Prix II Santoku 17 cm | gut (74 %); laut testberichte.de in Konsument 3/2015 gleich bewertet | nein, Vorgängerversion |
| – | Konsument 2/2008 (über testberichte.de) | 2008 | Chroma Haiku H 05 Santoku 17 cm | gut (72 %) | nicht geprüft |
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Konsument 2/2008 (über testberichte.de) | 2008 | WMF Grand Gourmet Santoku 18 cm | gut (72 %) | ja, 61,58 € bei Amazon (9.10.2026) |
| – | Konsument 2/2008 (über testberichte.de) | 2008 | Kai Seki Magoroku Santoku 17 cm | durchschnittlich (50 %) | KAI führt heute das Sekimagoroku Ensei AB-5342; ob baugleich, ist offen |
| – | Konsument 2/2008 (über testberichte.de) | 2008 | Zwilling Twin Select Santoku 18 cm | durchschnittlich (50 %) | nicht geprüft |
| – | Saldo (über test.de) | 2019 | Tadafusa Sanjo S-43 | sehr gut, Platz 1 | nicht geprüft |
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Saldo (über test.de) | 2019 | Kai Shun Premier Tim Mälzer Santoku | gut, Platz 2 | ja, Drittanbieter ab 229,00 € |
| – | Saldo (über test.de) | 2019 | Zwilling Miyabi 5000FCD Santoku | Platz 3 | zwilling.com führt das Miyabi Kaizen II 5000FCD Santoku für 259,00 €; ob identisch mit dem Testmuster, ist offen |
| – | FAZ Kaufkompass | 18.09.2026 | Böker Meisterklinge Damast Santoku | Empfehlung, „bestes Santoku“ | nicht geprüft |
| – | FAZ Kaufkompass | 18.09.2026 | F. Dick DarkNitro Santoku | Empfehlung | nicht geprüft |
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FAZ Kaufkompass | 18.09.2026 | Global G-80 | Empfehlung | ja, 144,43 € (Drittanbieter) |
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FAZ Kaufkompass | 18.09.2026 | Wüsthof Classic Ikon Santoku 17 cm | aus den Empfehlungen genommen, „außerdem getestet“ | ja, 129,66 € bei Amazon |
| – | Messer Magazin 6/2020 (nur Teaser über testberichte.de) | 2020 | Samura Mo-V Santoku | Testsieger, 36 von 40 Punkten | nicht geprüft |
Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens: Nur ein Modell taucht in mehr als einem unabhängigen Labortest auf, das Kai Shun Premier Tim Mälzer (Stiftung Warentest 2014 und Saldo 2019); die FAZ führte es früher ebenfalls als Testsieger. Zweitens: Das einzige Modell, das in zwei Tests über sechs Jahre auseinander gut abschnitt und heute bei Amazon zu einem niedrigeren Preis als damals zu haben ist, ist das WMF Grand Gourmet Santoku – 2014 kostete es laut Stiftung Warentest 95 Euro, am 9.10.2026 waren es 61,58 Euro.
test 12/2014: 20 Messer, ein Kochteam aus sechs Personen und fünf Santokus
Die Stiftung Warentest kaufte zwischen Juni und August 2014 20 Messer ein: 12 klassische Kochmesser mit etwa 20 cm Klinge, 5 Santokus und 3 Keramikmesser mit 17 bis 18 cm. Die Preise in der Tabelle wurden am 10.10.2014 abgefragt, der Tabellenstand ist der 20.11.2014. Ein Kochteam aus drei Frauen und drei Männern prüfte das Schneiden, Wiegen und Hacken; dazu kamen Laborprüfungen zu Watendicke und -winkel (per Conturograf), Schärfe, Schneidhaltigkeit, Härte, Falltest, Spülmaschinenfestigkeit und Metallabgabe. Alle 20 Messer bestanden die Prüfung auf Metallabgabe.
Die Santoku-Ergebnisse im Einzelnen, mit den Teilnoten, die die Stiftung Warentest frei lesbar veröffentlicht:
| Bild | Rang (von 20) | Santoku | Preis 2014 | Qualitätsurteil | Schneiden/Wiegen/Hacken | Haltbarkeit | Reinigen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
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1 | Kai Shun Premier, Tim-Mälzer-Serie | 199 € | gut (1,6) | sehr gut (1,4) | gut (1,8) | gut (2,1) |
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4 | WMF Grand Gourmet | 95 € | gut (1,8) | gut (1,8) | gut (1,6) | gut (1,9) |
| – | 5 | Wüsthof Grand Prix II (mit PEtec) | 65 € | gut (1,8) | gut (1,8) | sehr gut (1,5) | befriedigend (2,6) |
| – | 6 | Zwilling Twin Profection | 100 € | gut (1,8) | gut (1,8) | gut (1,9) | gut (1,9) |
| – | 14 | Chroma Haiku Damascus HD 05 | 209 € | befriedigend (2,6) | gut (2,3) | befriedigend (2,7) | ausreichend (4,0) |
Das Gesamturteil verdeckt, wie unterschiedlich die Stärken verteilt sind. Der Testsieger von Kai holte seinen Vorsprung beim Schneiden (1,4); bei der Haltbarkeit lag er mit 1,8 hinter dem Wüsthof Grand Prix II (1,5) und dem WMF Grand Gourmet (1,6). Das Wüsthof war mit 65 Euro das günstigste gute Santoku, verlor aber beim Reinigen (2,6). Das teuerste Santoku im Feld, das Chroma Haiku Damascus für 209 Euro, landete mit befriedigend (2,6) auf Rang 14 und bekam beim Reinigen nur ausreichend (4,0). Ein Preis von über 200 Euro war 2014 also weder Garantie für den Testsieg noch Ausschlusskriterium.
Weitere Befunde aus dem Bericht, die für die Kaufentscheidung 2026 noch zählen:
- Schneide: Die Schneide des Kai-Testsiegers war mit 0,22 mm die dünnste im Test. Die Stiftung Warentest warnt, dass sehr harte Lebensmittel ihr gefährlich werden können.
- Härte: Die härtesten Santokus erreichten 60 HRC. KAI gibt für das TDM-1702 heute 61 (±1) HRC an, das liegt innerhalb der Herstellertoleranz.
- Gewicht: Die Santokus wogen 130 bis 240 g, die klassischen Kochmesser meist 210 bis 280 g, die Keramikmesser 90 bis 120 g.
- Stahl: Die meisten guten Messer im Test bestehen aus X50CrMoV15. Damast mit VG-10-Kern (Chroma, Kai) enthält rund 1 % Kohlenstoff, lässt sich extrem scharf schleifen und ist laut Stiftung Warentest „mehr als alle anderen anfällig für Rost“.
- Kernaussage: Santokus haben die dünnere Schneide und schneiden feine Scheiben, sind aber empfindlicher als klassische Kochmesser. Geschärft werden sie am besten am Wasserstein.
Was die Noten von 2014 heute noch taugen
Zwischen dem Test und diesem Vergleich liegen fast zwölf Jahre. Drei Einschränkungen sind deshalb ehrlich mitzudenken. Die Serien haben sich verändert: Das Wüsthof Grand Prix II im Test war ausdrücklich die Version mit PEtec-Schliff, die laut Fußnote der Stiftung Warentest erst seit 2012 im Handel war; Grand Prix II und Zwilling Twin Profection heißen heute anders oder sind nicht mehr erhältlich. Die Preise haben sich verschoben: Das Kai-Santoku kostete 2014 199 Euro und am 9.10.2026 mindestens 229,00 Euro bei Drittanbietern, also 30 Euro mehr; das WMF Grand Gourmet fiel von 95 auf 61,58 Euro. Und die Konkurrenz ist gewachsen: Global, Victorinox, Miyabi und Böker waren 2014 nicht im Santoku-Feld der Stiftung Warentest, sie haben schlicht kein Urteil aus diesem Test.
Was sich nicht verändert hat, ist die Methode. Härteprüfung nach DIN EN ISO 6508-1, Schärfeprüfung nach DIN EN ISO 8442-5, Falltest nach DIN EN ISO 8442-1 – das sind Normen, die ein Messer heute genauso bestehen oder verfehlen würde. Die Befunde zur dünnen Schneide, zur Rostanfälligkeit von VG-10-Damast und zur Spülmaschinenfestigkeit von WMF und Wüsthof sind deshalb auch 2026 noch brauchbare Orientierung, die Einzelnoten für heutige Serien dagegen nicht.
test 1/2008 und Konsument 2/2008: Wüsthof vorn, ein Kai mit Spalten am Griff
Die Stiftung Warentest hat schon einmal Kochmesser geprüft. Laut Pressemitteilung vom 18.12.2007 waren es für test 1/2008 21 Messer mit 17 bis 20 cm Klinge. Bestes Santoku war das Wüsthof Grand Prix II für 60 Euro, knapp dahinter das Chroma Haiku für 79 Euro. Santoku-Klingen waren damals „meist deutlich schärfer“ als die klassischen Kochmesser, beim Hacken aber weniger praktisch. Ein Keramikmesser von Böker (119 Euro) zerbrach im Falltest. Der alte Testbericht selbst leitet auf test.de inzwischen auf den Test von 2014 weiter.
Der österreichische Partner Konsument veröffentlichte in Heft 2/2008 einen Test mit 20 Küchenmessern; zugänglich sind die Ergebnisse nur über die Zusammenfassung bei testberichte.de, eine Suche auf konsument.at selbst blieb ohne Treffer. Laut dieser Zusammenfassung gab es 14 × gut, 4 × durchschnittlich und 2 × weniger zufriedenstellend. Bei den Santokus lag erneut das Wüsthof Grand Prix II (17 cm) mit gut (74 %) vorn, laut testberichte.de in Konsument 3/2015 erneut geprüft und gleich bewertet. Chroma Haiku H 05 und WMF Grand Gourmet erreichten jeweils gut (72 %). Das Kai Seki Magoroku Santoku bekam nur durchschnittlich (50 %) – mit dem Kommentar, es habe die beste Schärfe in der Praxisprüfung gehabt, aber Spalten am Griff. Ebenfalls durchschnittlich (50 %) schnitt das Zwilling Twin Select Santoku ab.
Der Kai-Befund ist lehrreich: Schärfe allein entschied bei Konsument nicht, die Verarbeitung am Griff kostete das Messer die Note. Für den Kauf heute folgt daraus, die Übergänge zwischen Klinge, Kropf und Griff anzusehen, bevor man nur auf die Stahlangabe schaut.
Saldo 2019 und Test Achats 2023: was test.de über die Partnertests berichtet
Auf der Startseite des Tests von 2014 verweist die Stiftung Warentest auf zwei neuere Prüfungen ihrer Partnerorganisationen. Die Ergebnisse selbst sind kostenpflichtig; frei lesbar ist nur, was test.de daraus berichtet.
Das Schweizer Konsumentenmagazin Saldo testete 2019 14 Kochmesser. Platz 1 ging an das Tadafusa Sanjo S-43 („sehr gut“), Platz 2 an das Kai Shun Premier Tim Mälzer Series Santoku („gut“), Platz 3 an das Zwilling Miyabi 5000FCD Santoku. Laut test.de sind alle drei Santokus und kosten um 200 Euro. Preis-Leistungs-Sieger war das Zwilling Gourmet Kochmesser – also kein Santoku.
Die belgische Test Achats prüfte Anfang 2023 15 Universalmesser. Testsieger wurde das Global G2, ein 20-cm-Kochmesser, Preistipp das Metro Professional mit 20 cm. Ein Santoku-Ergebnis enthält dieser Test nach dem Bericht von test.de nicht; er zählt deshalb in dieser Auswertung nicht zu den fünf Santoku-Tests.
FAZ Kaufkompass 09/2026: 30 Santokus im Redaktionstest
Der jüngste Vergleich mit vielen Santokus stammt vom FAZ Kaufkompass. Laut Update vom 18.09.2026 hat Autor Sebastian Jentsch 30 Santokumesser zwischen 25 und 200 Euro geprüft. Wie bei dieser Seite finanziert sich der Kaufkompass über Provisionen; es ist ein redaktioneller Praxisvergleich, kein Labortest mit Normprüfung.
Die aktuellen Empfehlungen: bestes Santoku ist das Böker Meisterklinge Damast Santoku (16,5 cm, 180 g, 37 Lagen, Griff aus Räuchereiche), dazu kommen das F. Dick DarkNitro Santoku und das Global G-80. Aus älteren Update-Notizen auf derselben Seite geht hervor, dass früher das Kai Shun Premier TDM-1702 Testsieger war und dass das Fissler PrimeCut und das Wüsthof Classic Ikon Santoku 17 cm aus den Empfehlungen genommen wurden und jetzt unter „Außerdem getestet“ stehen. Das Shun Classic DM-0702 ist bei der FAZ keine Empfehlung.
Was es nicht gibt: Öko-Test, ETM-Noten, aktuelle Laborwerte
Für eine ehrliche Testlage gehört auch dazu, was fehlt. Öko-Test hat nach unserer Suche auf oekotest.de und im Netz keinen Küchenmesser- oder Santoku-Test veröffentlicht. ETM Testmagazin hat in Heft 11/2012 „Kochmesser im Test“ veröffentlicht; frei lesbar ist nur der Einleitungstext, die getesteten Modelle und Noten stehen ausschließlich im kostenpflichtigen PDF. Einen eigenen Santoku-Vergleich hat ETM nach seiner Suchfunktion nicht. Der Santoku-Test des Messer Magazins 6/2020 mit zwölf Messern und Testsieger Samura Mo-V ist nur über einen Teaser bei testberichte.de belegt; den Test selbst haben wir nicht gesehen. Und: Kein frei zugänglicher Test der letzten sechs Jahre veröffentlicht Schärfe- oder Schneidhaltigkeitswerte pro Santoku. Wer heute „Testsieger 2026“ auf einem Santoku liest, sollte nach Heft, Jahr und Prüfinstitut fragen.
Fünf Santokus im Datenblatt: Länge, Gewicht, Härte, Stahl, Winkel laut Hersteller
Die fünf Santokus dieser Auswahl haben gemeinsam, dass sie am 9.10.2026 auf Amazon.de mit mindestens 4,6 Sternen aus mindestens 518 Bewertungen gelistet waren und dass ihr Hersteller technische Daten veröffentlicht. Wie vollständig diese Daten sind, unterscheidet sich stark. Die Tabelle zeigt sie mit Quelle, „k. A.“ heißt: Der Hersteller nennt den Wert in den geprüften Quellen nicht. Unter den fünf Picks stehen zum Vergleich Schwestermodelle und weitere Santokus, deren Herstellerdaten wir geprüft haben.
| Bild | Modell | Länge | Gewicht | Härte | Stahl | Winkel | Spülmaschine | Garantie | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
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KAI Shun Classic DM-0702 | 18 cm | 206 g | 61 (±1) HRC | VG-MAX-Kern, 32 Lagen Damast | k. A. (Schleifanleitung ca. 15°) | nein | 10 Jahre (autorisierte Händler, EU) | kai-europe.com |
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Wüsthof Classic Ikon Santoku 17 cm | 17 × 4,60 cm | k. A. | 58 HRC | X50CrMoV15, geschmiedet | 10° pro Seite | Handwäsche | 2 Jahre Gewährleistung | wusthof.de |
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Global G-80 | 18 cm | k. A. | C56–58 | Cromova 18 | 15° | Handwäsche | k. A. | globalknives.co.uk |
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Victorinox Swiss Classic 6.8523.17B | 17 cm | 107 g | k. A. | k. A., nicht geschmiedet | k. A. | ja | lebenslang | victorinox.com |
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KAI Wasabi Black 6716S | 16,5 cm | k. A. | 58 ±1 HRC | rostfrei, poliert (Sorte k. A.) | k. A. | nein (KAI-Pflegehinweis) | k. A. | Amazon-Listing (Hersteller Kai Europe) |
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KAI Shun Classic DM-0718 (Kullen) | 18 cm | 201 g | 61 (±1) HRC | VG-MAX, 32 Lagen | k. A. | nein | 10 Jahre | kai-europe.com |
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KAI Shun Classic DM-0727 (klein) | 14 cm | 138 g | 61 (±1) HRC | VG-MAX, 32 Lagen | k. A. | nein | 10 Jahre | kai-europe.com |
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KAI Shun Premier TDM-1702 | 18 cm | 215 g | 61 (±1) HRC | k. A. in unserer Quelle | k. A. | nein | 10 Jahre | kai-europe.com |
| – | KAI Sekimagoroku Ensei AB-5342 | 18 cm | 170 g | 59 (±1) HRC | industriell gefertigt | k. A. | nein | k. A. | kai-europe.com |
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Wüsthof Classic Santoku 17 cm | 17 × 4,59 cm | k. A. | 58 HRC | X50CrMoV15, geschmiedet | 10° pro Seite | Handwäsche | 2 Jahre Gewährleistung | wusthof.de |
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Global G-46 (glatt) | 18 cm | k. A. | k. A. bei Global UK | Cromova 18 | 15° | k. A. | k. A. | globalknives.co.uk |
| – | Victorinox Grand Maître 7.7323.17G | 17 cm | 225 g | k. A. | k. A., geschmiedet | k. A. | ja | lebenslang | victorinox.com |
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Zwilling Pro Santoku 18 cm, Kullen (38408-181-0) | 18 cm | 0,22 kg | 55–58 HRC | Sonderschmelze, FRIODUR, geschmiedet | k. A. | k. A. | k. A. | zwilling.com |
| – | Zwilling Gourmet Santoku 18 cm, Kullen (36118-181-0) | 18 cm | 0,16 kg | 55–58 HRC | gelasert | k. A. | k. A. | k. A. | zwilling.com |
| – | Miyabi Kaizen II 5000FCD (34684-181-0) | 18 cm | 0,21 kg | 60–62 HRC | FC61, 49 Lagen | 9,5–12° (Miyabi allgemein) | k. A. | k. A. | zwilling.com |
| – | Miyabi Birchwood 5000MCD (34374-181-0) | 18 cm | 0,18 kg | 63 HRC | MC63-Pulverstahl, 100 Lagen | 9,5–12° (Miyabi allgemein) | k. A. | k. A. | zwilling.com |
| – | Fissler PrimeCut Santoku | 17 cm | 0,147 kg | 60 HRC | X70CrMo15 / 14C28N | k. A. | k. A. | 3 Jahre | fissler.com |
| – | Fissler ProCut Santoku | 17 cm | 0,17 kg | 59 HRC | X65Cr13 / 12C27M, lasergeschnitten | k. A. | k. A. | 3 Jahre | fissler.com |
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WMF Grand Gourmet Santoku 18 cm | 18 cm | k. A. | k. A. bei WMF | rostfreier Spezialklingenstahl, handgeschmiedet | k. A. | im Test 2014 problemlos | k. A. | wmf.com, Stiftung Warentest |
| – | Tojiro DP F-503 (3-lagig) | 17 cm (295 mm gesamt) | 180 g | k. A. beim Hersteller | VG10-Kern, Außenlagen 13-Chrom-Stahl | k. A. | k. A. | k. A. | JETRO-Exportprofil |
Was die Tabelle über die Datenlage verrät
Wenn man die „k. A.“-Felder zählt, wird der Unterschied zwischen den Herstellern greifbar. KAI veröffentlicht für die Shun-Serie Länge, Gewicht, Härte, Stahl, Lagenzahl und Garantie, nur den Schliffwinkel nicht. Wüsthof nennt Länge und Klingenhöhe auf den Millimeter genau, Härte, Stahl und Winkel, aber kein Gewicht. Global UK nennt Stahl, Härte (beim G-80) und Winkel, aber kein Gewicht. Victorinox nennt Gewicht, Spülmaschinenfreigabe und Garantie, verschweigt aber Härte, Stahlsorte und Winkel. Für das Wasabi Black steht ein Härtewert nur im Amazon-Listing. Wer die fünf Picks also in jeder Spalte vergleichen will, scheitert an den Herstellern, nicht an der Recherche.
Bei den belegten Werten ergibt sich ein klares Bild. Die Härte reicht von 55–58 HRC (Zwilling Pro, Zwilling Gourmet) bis 63 HRC (Miyabi Birchwood); unter den fünf Picks liegt das KAI Shun Classic mit 61 (±1) HRC vorn, Wüsthof und Wasabi Black liegen bei 58, Global bei 56–58. Beim Gewicht liegt das Victorinox mit 107 g am unteren Ende und damit sogar unter allen fünf Santokus, die die Stiftung Warentest 2014 wog (130 bis 240 g). Das schwerste Santoku mit Herstellerangabe ist das Zwilling Pro mit glatter Klinge (0,25 kg), gefolgt vom Victorinox Grand Maître mit 225 g – ein Santoku desselben Herstellers wiegt also mehr als doppelt so viel wie das andere.
KAI Shun Classic DM-0702: vollständigstes Datenblatt, aber kein eigenes Testurteil
Das DM-0702 steht auf Platz 1, weil es von allen fünf Picks die meisten Herstellerangaben hat und mit 712 Bewertungen und 4,7 Sternen die Auswahlregel klar erfüllt. KAI nennt 18 cm Klinge, 206 g, einen VG-MAX-Kern mit 32 Lagen Damast und 61 (±1) HRC. VG-MAX basiert laut KAI auf VG10 und enthält mehr Chrom und Vanadium. Die Klinge ist beidseitig geschliffen; der Griff aus Pakkaholz hat eine Kastanienform (D-Form) mit einer weichen Kante rechts. Für Linkshänder gibt es eine eigene Version, das DM-0702L mit 205 g.
Wichtig für die Einordnung: Die Classic-Serie hat kein eigenes Institutsurteil. Testsieger bei der Stiftung Warentest 2014 und Zweiter bei Saldo 2019 war das Schwestermodell Shun Premier aus der Tim-Mälzer-Serie. Wer auf einem Classic-Angebot „Testsieger“ liest, sollte die Artikelnummer prüfen.
Zwei Haken betreffen den Kauf. Am 9.10.2026 verkaufte Amazon das DM-0702 nicht selbst; das einzige Angebot kam vom Drittanbieter BonKoo für 167,63 Euro. KAI gewährt die 10-Jahres-Garantie aber nur beim Kauf über autorisierte Händler innerhalb der EU. Ob ein Marketplace-Händler dazugehört, steht im Listing nicht – das solltest du vor dem Kauf beim Verkäufer oder bei KAI erfragen. Und: KAI schließt Spülmaschine und Wetzstahl ausdrücklich aus, das Messer braucht einen Wasserstein.
Wüsthof Classic Ikon Santoku: der flachste Herstellerwinkel, aber aus der FAZ-Empfehlung gefallen
Für Wüsthof-Santokus gibt es Institutsurteile, allerdings für die Serie Grand Prix II (2008 und 2014); für das Classic Ikon selbst existiert nur die Redaktionsprüfung der FAZ, kein Laborurteil. Wüsthof schmiedet es in Solingen aus X50CrMoV15, gibt 58 HRC und eine Klinge von 17 × 4,60 cm an. Laut Wüsthof-FAQ werden Klingen im asiatischen Stil, also Santokus und Nakiris, mit 10° pro Seite geschliffen, Standardklingen mit 14°. Damit hat dieses Solinger Santoku den kleinsten angegebenen Winkel aller fünf Picks.
Kennzeichen der Ikon-Serie ist laut Wüsthof der Doppelkropf, also ein geschmiedeter Kropf plus ein zweiter Kropf am Griffende; der POM-Griff ist laut Wüsthof „mit Edelstahl-Nieten fugenlos vernietet“. Gegenüber dem Classic Santoku 17 cm kostete das Ikon am 9.10.2026 auf Amazon 19 Euro mehr (129,66 gegenüber 110,66 Euro), die Klinge des Classic ist mit 17 × 4,59 cm praktisch gleich groß.
Offen genannt werden muss das FAZ-Update: Im Kaufkompass vom 18.09.2026 wurde das Classic Ikon Santoku aus den Empfehlungen genommen und steht jetzt unter „außerdem getestet“. Eine Begründung in Zahlen veröffentlicht die FAZ dazu nicht. Zur Garantie nennt wusthof.de 2 Jahre Gewährleistung und ein Formular für Garantieanträge ohne Laufzeitangabe; eine 30-jährige oder lebenslange Garantie steht auf der deutschen Wüsthof-Seite nirgends. Gespült wird laut Wüsthof von Hand mit milder Seife, danach sofort abtrocknen.
Global G-80: aktuelle FAZ-Empfehlung, aber Lücken im Datenblatt
Das G-80 ist das einzige der fünf Santokus mit einer aktuellen Empfehlung aus einem Vergleich mit 30 Santokus. Global UK beschreibt es als „Fluted Santoku“ mit 18 cm Klinge aus Cromova 18, gefertigt in Japan, mit Rockwell C56–58 und „Acute 15 Degree Cutting Edge“. Gereinigt wird von Hand, auf der Produktseite steht „Handwash Only“. Ein Gewicht nennt Global nicht, eine Garantielaufzeit in unseren Quellen ebenfalls nicht.
Auffällig ist ein Widerspruch auf der Global-UK-Seite: Die Seite des glatten G-46 nennt das G-48 als Kullen-Variante, verkauft wird aber das G-80 als Kullen-Santoku; das G-48 ist im UK-Shop nicht mehr gelistet. Wer auf Amazon nach „Global Santoku Kullen“ sucht, sollte deshalb auf die Artikelnummer G-80 achten. Amazon selbst war für das G-80 nie Anbieter; am 9.10.2026 verkaufte es der Kochmesser-Shop für 144,43 Euro. Ein Preisverlauf existiert daher nicht.
Victorinox Swiss Classic: das einzige spülmaschinenfeste Santoku der Auswahl
Victorinox nennt für das Swiss Classic Santoku 6.8523.17B eine 17-cm-Klinge mit Kullen, 107 g, einen TPE-Griff, Fertigung in der Schweiz, keine Schmiedung und eine Spülmaschinenfreigabe. Die lebenslange Garantie gilt für Material- und Fabrikationsfehler. Mit 35,99 Euro am 9.10.2026 (Verkauf durch Amazon) kostet es rund ein Fünftel des KAI Shun Classic.
Was fehlt, ist alles, was einen Stahlvergleich erlauben würde: Härte, Stahlsorte und Winkel veröffentlicht Victorinox nicht. Einen Institutstest des Modells haben wir nicht gefunden. Für die Auswahl spricht der breiteste Käuferbefund im Feld, 2.788 Bewertungen mit 4,7 Sternen, und die Tatsache, dass es als einziges Santoku hier eine Herstellerfreigabe für die Spülmaschine hat. Wer bisher mit einem Kochmesser arbeitet und die Santoku-Form erst kennenlernen will, riskiert hier am wenigsten.
KAI Wasabi Black 6716S: günstiger KAI-Einstieg mit dünnem Datenblatt
Das Wasabi Black ist mit 48,87 Euro das günstigste KAI-Santoku der Auswahl. Die belegten Angaben stammen aus dem Amazon-Listing, in dem Kai Europe als Hersteller eingetragen ist: 16,5 cm lange, polierte rostfreie Klinge, 58 ±1 HRC, schwarzer Kunststoffgriff, der den Klingenansatz umschließt. Gewicht, Stahlsorte und Winkel fehlen. KAI rät in seinen Pflegehinweisen allgemein davon ab, Messer in die Spülmaschine zu geben; das gilt auch hier.
Einen Institutstest gibt es nicht. Im Eigentest von messer-mojo landete das Wasabi Black auf Platz 6 von 9 Santokus, Messwerte veröffentlicht messer-mojo dazu nicht. Das ist ein schwacher Beleg, und er wird hier so behandelt. In die Auswahl kam das Messer, weil es die Bewertungsregel erfüllt (617 Bewertungen, 4,6 Sterne) und in unserer Amazon-Erhebung das einzige Santoku unter 50 Euro mit einer Härteangabe war, die einem Hersteller zugeordnet ist.
Preise am 9.10.2026 und Preisverlauf bei camelcamelcamel
Am 9.10.2026 lief kein Deal-Event, die Preise sind normale Tagespreise. Die UVP steht nur zur Orientierung in der Tabelle und ist keine Ersparnis. Durchschnitts- und Tiefstpreise stammen von camelcamelcamel und beziehen sich auf Angebote, die Amazon selbst verkauft hat.
| Bild | Modell | Preis 9.10.2026 | Verkäufer | Ø-Preis Amazon | Tiefstpreis Amazon | UVP | Sterne (Bewertungen) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
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KAI Shun Classic DM-0702 | 167,63 € | Drittanbieter BonKoo; Amazon ohne Angebot | 178,71 € | 114,99 € (21.2.2018); Hoch 215,00 € (17.11.2024) | 215,00 € | 4,7 (712) |
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Wüsthof Classic Ikon Santoku 17 cm | 129,66 € | Amazon | 133,12 € | 82,99 € (7.12.2021); Hoch 149,00 € | 155,00 € | 4,7 (643) |
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Global G-80 | 144,43 € | Kochmesser-Shop | kein Verlauf (Amazon nie Anbieter) | – | k. A. | 4,7 (518) |
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Victorinox Swiss Classic 6.8523.17B | 35,99 € | Amazon | 36,86 € | 22,38 € (8.7.2015); zuletzt 36,56 € (30.9.2026) | 45,00 € | 4,7 (2.788) |
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KAI Wasabi Black 6716S | 48,87 € | Drittanbieter | 50,24 € | 33,37 € (19.6.2015); zuletzt 49,78 € (4.10.2026) | k. A. | 4,6 (617) |
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WMF Grand Gourmet Santoku 18 cm | 61,58 € | Amazon | 66,25 € | 41,99 € (23.10.2019) | 104,99 € (wmf.com) | 4,8 (272) |
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KAI Shun Premier TDM-1702 | ab 229,00 € | nur Drittanbieter, kein Buybox-Preis | nicht erhoben | nicht erhoben | k. A. | 4,7 (492) |
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KAI Shun Classic DM-0718 (Kullen) | 215,00 € | Amazon | nicht erhoben | nicht erhoben | k. A. | 4,7 (742) |
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KAI Shun Classic DM-0727 (14 cm) | 116,00 € | Drittanbieter | nicht erhoben | nicht erhoben | k. A. | 4,8 (354) |
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Wüsthof Classic Santoku 17 cm | 110,66 € | Amazon | nicht erhoben | nicht erhoben | 125,00 € (wusthof.de) | 4,5 (692) |
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Global G-46 (glatt) | 105,00 € | Drittanbieter | nicht erhoben | nicht erhoben | k. A. | 4,6 (497) |
Gegenüber dem Amazon-Durchschnitt lagen alle Picks mit Preisverlauf am Stichtag leicht darunter: das DM-0702 um 11,08 Euro, das Wüsthof um 3,46 Euro, das Wasabi Black um 1,37 Euro und das Victorinox um 0,87 Euro. Das ist normales Schwanken und kein Anlass zur Eile. Die Tiefstpreise liegen teils Jahre zurück – der Tiefstpreis des Victorinox von 22,38 Euro stammt vom 8.7.2015 – und sind keine realistische Messlatte für heute.
60 Hübe in Papier: wie Schärfe nach ISO 8442-5 gemessen wird
Hersteller werben mit Schärfe, Wüsthof etwa mit „20 % schärfer“ für sein PEtec-Verfahren. Eine vergleichbare Zahl ergibt sich aus solchen Angaben nicht, solange nicht klar ist, wie gemessen wurde. Genau dafür gibt es die internationale Norm ISO 8442-5:2004, Ausgabe 1 vom Dezember 2004. Ihr Titel: „Specification for sharpness and edge retention test of cutlery“ – Prüfung von Schärfe und Schneidhaltigkeit bei Schneidwaren, als Teil 5 einer Normreihe über Besteck und Schneidwaren mit Lebensmittelkontakt.
Das Prüfprinzip
Die Stiftung Warentest beschreibt im Methodikteil des Tests 12/2014, wie sie die Norm angewendet hat: Die Klinge fährt in mehreren Hüben in einen Stapel aus Spezialpapier. Gemessen wird, wie tief sie pro Hub einschneidet; daraus ergeben sich Anfangsschärfe und Schneidhaltigkeit. Stahlklingen wurden mit 60 Hüben geprüft, Keramikklingen mit 200. Normkonforme Prüfgeräte bietet unter anderem der Anbieter CATRA an. Die Grenzwerte, die die Norm für „scharf“ ansetzt, stehen hinter der Bezahlschranke der ISO; wir haben sie nicht eingesehen und nennen deshalb keine.
Was der Test 2014 damit gemessen hat
Das beste Ergebnis unter den Stahlklingen hatte im Test 12/2014 nicht der Testsieger, sondern das WMF Grand Gourmet Santoku: Nach 60 Hüben hatte es 87 cm Spezialpapier geschnitten. Zum Vergleich nennt die Stiftung Warentest das WMF Grand Class, ein klassisches Kochmesser derselben Marke, mit 64 cm – 23 cm oder rund ein Viertel weniger. Der Testsieger von Kai lag bei der Haltbarkeit insgesamt bei 1,8, das WMF bei 1,6.
Warum das WMF so weit vorn lag, schreibt die Stiftung Warentest nicht. WMF selbst bewirbt die Serie mit dem Verfahren „Performance Cut“, das aus Wärmebehandlung, Laservermessung und Roboterschliff besteht. Ob genau dieses Verfahren den Vorsprung erklärt, ist nicht belegt; eine Härteangabe oder einen Winkel nennt WMF für das Grand Gourmet nicht. Die Werte X50CrMoV15 und 58 HRC, die manche Händler angeben, stammen nicht von WMF.
Anfangsschärfe ist nicht Schneidhaltigkeit
Der Testsieger hatte mit 0,22 mm die dünnste Schneide im Feld und gewann das Schneiden mit 1,4. Das WMF schnitt nach 60 Hüben am meisten Papier. Beides sind unterschiedliche Eigenschaften: Eine dünne Schneide fällt beim ersten Schnitt durch Tomate oder Zwiebel auf, die Schneidhaltigkeit erst nach Wochen. Für den Alltag heißt das: Ein Santoku, das beim Auspacken beeindruckt, ist nicht automatisch das, das nach einem Monat noch am besten schneidet. Ein Laborwert, der beides trennt, existiert für keines der fünf Picks.
Wie du Herstellerangaben zur Schärfe liest
Wüsthof gibt für sein PEtec-Schleifverfahren an, es mache die Klingen „20 % schärfer“ und verdopple die Schnitthaltigkeit. Das ist eine Herstellerangabe; wogegen verglichen wurde und nach welchem Verfahren, steht in unseren Quellen nicht. Ein Hinweis auf ISO 8442-5 oder eine Prüfung durch ein unabhängiges Institut würde aus der Angabe eine vergleichbare Zahl machen. Fehlt beides, ist „schärfer“ eine Behauptung. Dasselbe gilt für „TÜV-tested“ im Titel eines Amazon-Listings, wenn nicht dabei steht, was geprüft wurde.
Kullen oder glatte Klinge: was Tests zeigen und was nur Werbetext ist
„Santoku Kullenschliff oder glatt“ ist laut Google-Autocomplete die häufigste Anschlussfrage zum Thema Kullen. Die Antwort auf Herstellerseiten ist fast immer dieselbe: Die ovalen Vertiefungen bilden Luftpolster, das Schnittgut haftet weniger. Eine Zahl dazu nennt keiner der Hersteller, weder KAI beim DM-0718 noch Victorinox oder der Amazon-Text des Wüsthof. Was es an Belegen tatsächlich gibt, ist überschaubar.
Der Evidenzstand in vier Quellen
| Quelle | Art | Befund zum Kullenschliff |
|---|---|---|
| Cook's Illustrated / America's Test Kitchen | eigene Küchenversuche, redaktionell | Beim Santoku in eigenen Tests „nicht nötig“; der Santoku-Favorit dort hat keine Kullen. Kullen machen die Klinge zusätzlich dünner und leichter. |
| knivesandtools | Händler, eigene Schneidversuche | Mit Kullen haftet deutlich weniger, besonders bei dickeren Scheiben. Sehr dünne Kartoffelscheiben kleben an allen Klingen gleich. |
| FAZ Kaufkompass, 18.09.2026 | redaktioneller Vergleich mit 30 Santokus | Kullen mindern das Anhaften im Wurzelgemüse; Messer ohne Kullen bekommen das Contra „Schnittgut haftet stärker“. |
| Hersteller (KAI, Victorinox, Wüsthof-Text bei Amazon) | Werbetext | Luftpolster vermindern das Anhaften, ohne Messwert. |
Eine begutachtete Studie mit Messwerten zur Haftung an Kullen- und glatten Klingen haben wir nicht gefunden. Prozentangaben wie „40 bis 60 % weniger Anhaften“, die im Netz kursieren, haben deshalb keine überprüfbare Grundlage. Auch die Herkunft ist unsicher: Cook's Illustrated schreibt, viele Quellen führten die Erfindung auf ein Patent von 1928 zurück, angemeldet von der heutigen Granton Knives Co. in Sheffield – mit dem ausdrücklichen Zusatz „Many sources claim“.
Was sich aus den Herstellerdaten ablesen lässt
Ein Nebeneffekt der Kullen lässt sich mit Herstellerzahlen zeigen. Cook's Illustrated schreibt, Kullen machten die Klinge dünner und leichter. Bei KAI wiegt das Shun Classic mit Kullen (DM-0718) 201 g, die glatte Version (DM-0702) 206 g – 5 g Unterschied bei gleicher Länge, gleichem Stahl und gleicher Härte. Bei Zwilling ist der Abstand größer: Das Pro Santoku 18 cm wiegt mit Kullen 0,22 kg, glatt 0,25 kg, also 30 g mehr. Ob der Unterschied beim Zwilling allein an den Kullen liegt oder auch an anderen Details der Klinge, sagt Zwilling nicht.
Interessant ist auch die Preislogik. Auf zwilling.com kostete das Pro Santoku mit Kullen 89,95 Euro, die glatte Version 119,00 Euro – Kullen sind dort kein Aufpreis-Merkmal. Bei KAI auf Amazon kostete das DM-0718 mit Kullen 215,00 Euro, das glatte DM-0702 167,63 Euro, allerdings bei verschiedenen Verkäufern; ein reiner Kullen-Aufpreis lässt sich daraus nicht ableiten. Wüsthof bietet seine Santokus im eigenen Shop nur mit Kullen an, Global hat mit G-46 und G-80 beide Varianten, Miyabi verkauft das Birchwood 5000MCD Santoku mit Glattschliff.
Wann Kullen sich lohnen
Aus den vier Quellen ergibt sich eine vorsichtige Regel. Kullen helfen bei dickeren Scheiben, vor allem bei Kartoffeln und Wurzelgemüse wie Karotten oder Sellerie. Bei hauchdünnen Scheiben helfen sie laut Händlertest nicht. Für Kräuter, Zwiebeln oder Paprika liefert keine der vier Quellen einen Hinweis, dass Kullen etwas ändern. Cook's Illustrated kam beim Santoku ganz ohne Kullen aus.
Dass sich ein Kullenschliff zu Hause schlecht schärfen lasse, wie manchmal behauptet wird, deckt sich nicht mit den Herstellerangaben: Wüsthof nennt für seine Santokus, die alle Kullen haben, Schleifstein, Wetzstahl oder Messerschärfer, wie bei anderen Messern auch.
10, 15 oder „k. A.“: Schliffwinkel ab Werk und welcher Schärfer dazu passt
Die verbreitete Faustregel lautet: Asiatische Messer werden mit 15°, europäische mit 20° geschliffen. So steht es auch im FAZ-Kaufkompass. Die Herstellerangaben zeigen, dass die Regel beim Santoku nicht nach Herkunft funktioniert. Ausgerechnet das Solinger Wüsthof-Santoku hat laut Hersteller den kleinsten Winkel der Auswahl.
| Hersteller | Modell / Serie | Winkel laut Hersteller | Quelle |
|---|---|---|---|
| Miyabi (Zwilling) | Honbazuke-Handabzug, u. a. Kaizen II und Birchwood | 9,5–12° | zwilling.com |
| Wüsthof | Santokus und Nakiris („Klingen im asiatischen Stil“) | 10° pro Seite | wusthof.de, FAQ |
| Wüsthof | Standardklingen (z. B. Kochmesser) | 14° pro Seite | wusthof.de, FAQ |
| Global | G-46 und G-80 | 15° („Acute 15 Degree Cutting Edge“, ohne Zusatz „pro Seite“) | globalknives.co.uk |
| XINZUO | Lan B37 | 15° pro Seite | Amazon-Listing (Verkäuferangabe) |
| KAI | Shun Classic | k. A.; Schleifanleitung für beidseitige Klingen am Wasserstein ca. 15° | kai-europe.com |
| Victorinox | Swiss Classic | k. A. | victorinox.com |
| WMF | Grand Gourmet | k. A. | wmf.com |
| Zwilling | Pro, Gourmet | k. A. | zwilling.com |
Was die Zahlen bedeuten
Bei „pro Seite“ addieren sich beide Flanken zum Gesamtwinkel der Schneide: 10° pro Seite ergeben beim Wüsthof-Santoku 20° gesamt, 14° pro Seite bei Wüsthofs Standardklingen 28° gesamt. Global schreibt beim G-80 nur „15 Degree“ ohne den Zusatz pro Seite; ob damit die Flanke oder der Gesamtwinkel gemeint ist, lässt sich aus der Produktseite nicht eindeutig ablesen. Miyabi gibt eine Spanne von 9,5 bis 12° an, weil der Honbazuke-Abzug von Hand gemacht wird.
Für die Santokus von KAI gibt es keinen Herstellerwinkel, und das ist eine wichtige Lücke: Die verbreitete Angabe „16° pro Seite“ für Shun-Messer haben wir in keiner KAI-Quelle gefunden. Belegt ist nur die allgemeine Schleifanleitung von KAI mit ungefähr 15° für beidseitig geschliffene Klingen am Wasserstein.
Welcher Schärfer zu welchem Santoku passt
Die Hersteller geben selbst die Richtung vor. KAI hält Wetzstähle für seine Messer für „gänzlich ungeeignet“ und beschreibt das Schärfen am Wasserstein. Wüsthof nennt für seine Santokus Schleifstein, Wetzstahl oder Messerschärfer. Die Stiftung Warentest empfahl 2014 für Santokus allgemein den Wasserstein.
Daraus ergibt sich eine einfache Zuordnung. Für das KAI Shun Classic und das Wasabi Black ist ein Wasserstein die einzige Methode, die zur Herstellerempfehlung passt. Für das Wüsthof Classic Ikon sind auch Schärfer mit festem Winkel möglich, sofern sie auf 10° pro Seite eingestellt sind; ein Gerät mit 15° oder 20° pro Seite würde eine stumpfere Fase anschleifen, als Wüsthof sie ab Werk liefert. Für das Global G-80 gilt dasselbe mit 15°. Beim Victorinox fehlt ein Herstellerwinkel; hier bleibt dir nur, die vorhandene Fase am Stein nachzuvollziehen.
Wie man am Wasserstein Schritt für Schritt vorgeht, welche Körnungen sinnvoll sind und wie man den Winkel hält, erklärt der Ratgeber Messer schärfen am Wasserstein und richtig pflegen. Den Grundsatzunterschied zwischen dünn geschliffenen japanischen und robusteren deutschen Klingen behandelt der Ratgeber japanische und deutsche Messer im Grundsatzvergleich.
Santoku, Nakiri, Gyuto, Bunka: Profil und Klingenhöhe im direkten Vergleich
Laut Google-Autocomplete fragen Suchende nach „santoku oder gyuto“, „santoku oder bunka“, „santoku oder nakiri“ und „santoku oder kochmesser“. Die vier Formen unterscheiden sich in Klingenhöhe, Schneidenverlauf und Spitze. Belastbare Herstellermaße für die Klingenhöhe haben wir nur von Wüsthof; die Infografik zeigt diese beiden Messer deshalb maßstäblich und das Gyūtō als Schema ohne Zahlen.
| Bild | Messer | Klinge (L × H) | Schneide und Spitze | Quelle |
|---|---|---|---|---|
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Wüsthof Classic Ikon Santoku | 17 × 4,60 cm | fast gerade Schneide, Spitze auf Höhe der Schneide | wusthof.de |
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Wüsthof Classic Santoku | 17 × 4,59 cm | wie oben | wusthof.de |
| – | Wüsthof Classic Ikon Santoku 14 cm | 14 × 4,10 cm | wie oben | wusthof.de |
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Wüsthof Classic Ikon Nakiri | 17 × 4,74 cm | gerade Schneide, keine Spitze | wusthof.de, Amazon |
| – | Tojiro DP F-503 Santoku | 17 cm, Gesamtlänge 295 mm | k. A. | JETRO-Exportprofil |
| – | Kochmesser (Testfeld Stiftung Warentest 2014) | ca. 20 cm | k. A. | Stiftung Warentest |
Santoku und Bunka: im Japanischen dasselbe Wort
Das japanische Lexikon Digital Daijisen (Shogakukan) setzt das Santoku-bōchō mit dem Bunka-bōchō gleich; das Kodansha-Küchengerätelexikon beschreibt es als beidseitig geschliffenes Haushaltsmesser, meist aus Edelstahl. Der Name wird dort damit erklärt, dass das Messer Fleisch, Fisch und Gemüse bewältigt. Global UK bietet eine andere Deutung an, nach Tätigkeiten: Schneiden, Würfeln und Hacken; die englische Wikipedia nennt beide Lesarten.
Die japanische Wikipedia, mit dem ausdrücklichen Hinweis auf fehlende Belege, beschreibt die Entstehung so: Nach der Meiji-Zeit kam das Gyūtō als westliches Messer nach Japan, das Santoku entstand als Kombination aus japanischem und westlichem Küchenmesser, zuerst als Bunka-bōchō, später in einer Variante mit abgerundetem Rücken. Entwickelt worden sei es in den 1940er-Jahren und habe sich nach dem Zweiten Weltkrieg in den Haushalten verbreitet. Genauer lässt sich die Geschichte mit den verfügbaren Quellen nicht datieren.
Wenn Händler heute „Bunka“ und „Santoku“ als zwei verschiedene Messer verkaufen, ist das eine Handelsunterscheidung, für die wir keine verbindliche Herstellerdefinition gefunden haben. Vor dem Kauf eines „Bunka“ lohnt der Blick auf das Produktfoto: Entscheidend für den Gebrauch sind Spitzenform und Schneidenverlauf, nicht der Name.
Nakiri: höher, gerade, ohne Spitze
Das Nakiri ist als Gemüsemesser ausgelegt. Wüsthof baut es in der Classic-Ikon-Serie mit derselben Länge wie das Santoku (17 cm), aber 4,74 statt 4,60 cm hoch und mit gerader Schneide. Der Höhenunterschied von 1,4 mm ist gering; den Unterschied im Gebrauch macht die fehlende Spitze. Ohne Spitze lässt sich eine Zwiebel kaum von der Wurzel her einschneiden oder Fischhaut anritzen. Dafür liegt die gerade Schneide beim Druckschnitt auf ganzer Länge auf dem Brett auf. Am 9.10.2026 kostete das Classic Ikon Nakiri auf Amazon 94,60 Euro, also 35,06 Euro weniger als das Santoku derselben Serie, bei identischer UVP von 155 Euro.
Gyūtō und Kochmesser: länger, schmaler, mit Bauch
Gyūtō ist der japanische Name für das westliche Kochmesser, das laut japanischer Wikipedia nach der Meiji-Zeit aus dem Westen übernommen wurde. In der Stiftung Warentest 2014 hatten die klassischen Kochmesser etwa 20 cm Klinge und wogen meist 210 bis 280 g, die Santokus 17 bis 18 cm und 130 bis 240 g. Die gebogene Schneide mit hoch liegender Spitze macht den Wiegeschnitt möglich, bei dem die Spitze auf dem Brett bleibt. Klingenhöhen für Kochmesser haben wir nicht aus einer Herstellerquelle; die Grafik zeigt das Profil deshalb nur schematisch.
Welche Form für welchen Küchenalltag
| Wenn du überwiegend … | passt eher | Begründung aus den Quellen |
|---|---|---|
| Gemüse in Scheiben und Würfel schneidest, im Druck- und Zugschnitt | Santoku | dünne Schneide, feine Scheiben (Stiftung Warentest 2014) |
| fast nur Gemüse schneidest und keine Spitze brauchst | Nakiri | gerade Schneide, höhere Klinge (Wüsthof 4,74 cm) |
| Kräuter wiegst, große Braten tranchierst, viel hackst | Kochmesser / Gyūtō | Santoku beim Hacken weniger praktisch (Stiftung Warentest 1/2008), zum Wiegen nicht optimal (ETM 11/2012) |
| alles mit einem Messer machen willst und eher kleine Mengen schneidest | Santoku 17–18 cm | deckt laut Namen Fleisch, Fisch und Gemüse ab |
Wer gerade zwischen Santoku und Kochmesser schwankt, findet im Kochmesser-Vergleich mit Stahl- und Griffanalyse die passende Gegenseite. Für die Grundausstattung mit mehreren Klingen hilft der Messer-Hauptvergleich.
Wo ein Santoku schwächer ist als ein Kochmesser
„Welche Nachteile hat ein Santokumesser?“ ist die Frage, die Google in drei von vier Suchergebnisseiten mit Fragenbox zum Santoku anzeigt. Unter den ausgewerteten Vergleichsseiten beantwortet sie keine konkret; wo überhaupt Schwächen stehen, sind es allgemeine Punkte wie Balance oder Verarbeitung, die für jedes Messer gelten. Santoku-spezifisch und belegt sind diese sechs.
1. Wiegeschnitt und Hacken
Die Stiftung Warentest schrieb schon 2008, Santoku-Klingen seien beim Hacken weniger praktisch als klassische Kochmesser. ETM Testmagazin schreibt im frei lesbaren Teil seines Tests 11/2012, wegen der kurzen Klinge gelte das Santoku zum Wiegen und Hacken als nicht optimal, manche Modelle hätten aber das Gegenteil bewiesen. Wenn du Petersilie gern mit wippender Klinge klein schneidest, bist du mit einem Kochmesser besser bedient.
2. Empfindliche Schneide
Die dünnere Schneide macht das Santoku zum feinen Schneider, aber auch empfindlicher, so die Kernaussage der Stiftung Warentest 2014. Beim Testsieger maß sie 0,22 mm Schneidendicke und warnte ausdrücklich, dass sehr harte Lebensmittel der Schneide gefährlich werden können. Knochen und gefrorene Ware gehören nicht unter ein dünn geschliffenes Santoku.
3. Kürzere Klinge
Im Testfeld 2014 hatten die Kochmesser etwa 20 cm, die Santokus 17 bis 18 cm. Die 2 bis 3 cm fehlen beim Durchschneiden großer Stücke, etwa eines Rotkohls oder eines Bratens am Stück; das Messer muss öfter nachsetzen. Mit 14-cm-Santokus wird der Abstand zum Kochmesser noch größer.
4. Harter Stahl verzeiht weniger
Das KAI Shun Classic liegt mit 61 (±1) HRC drei Punkte über dem Wüsthof mit 58 HRC. Für VG-10-Damast mit rund 1 % Kohlenstoff schreibt die Stiftung Warentest, er lasse sich extrem scharf schleifen. KAI erklärt Wetzstähle für seine Messer für „gänzlich ungeeignet“. Wer gewohnt ist, vor jedem Kochen kurz am Wetzstahl nachzuziehen, muss beim KAI umlernen.
5. Rost bei VG-10-Damast
Damast mit VG-10-Kern ist laut Stiftung Warentest „mehr als alle anderen anfällig für Rost“. Das betrifft das Chroma Haiku Damascus aus dem Test, das beim Reinigen nur ausreichend (4,0) bekam, und grundsätzlich Messer dieser Bauart. KAI gibt für die Shun Classic einen VG-MAX-Kern an, der laut KAI auf VG10 basiert und mehr Chrom enthält; ob das die Rostanfälligkeit messbar ändert, hat in unseren Quellen niemand geprüft.
6. Testsieger-Niveau kostet um 200 Euro
Die drei Santokus auf dem Saldo-Podium 2019 kosteten laut test.de alle um 200 Euro, der Testsieger der Stiftung Warentest 2014 kostete 199 Euro und am 9.10.2026 mindestens 229,00 Euro. Gute Santokus gab es 2014 zwar schon ab 65 Euro (Wüsthof Grand Prix II), aber die Spitze der Labortests liegt im oberen Preissegment.
Keiner dieser Punkte spricht gegen das Santoku als Hauptmesser. Er spricht dafür, ein zweites Messer für die Aufgaben bereitzuhalten, die das Santoku schlecht kann – und das Santoku nicht auf Glas oder Metall zu benutzen. Wüsthof rät in seinen Pflegehinweisen ausdrücklich von Schneidunterlagen aus Metall, Glas und Bambus ab. Wo die Messer liegen, wenn sie nicht benutzt werden, ist ebenfalls eine Frage der Schneide: Der Vergleich von Messerblöcken mit Einschub und Magnet zeigt, welche Aufbewahrung dünne Klingen schont.
14 oder 18 Zentimeter: welche Länge für welches Schneidbrett
Die Google-Autovervollständigung schlägt zu „santoku messer“ die Ergänzungen „klein“, „13 cm“, „14 cm“ und „18 cm“ vor, und die Fragenbox fragt: „Wie lang sollte ein Santokumesser sein?“. KAI und Wüsthof bieten ihre Santoku-Serien in mindestens zwei Größen an. Die Tabelle zeigt, was die kleine Version gegenüber der großen tatsächlich verändert.
| Bild | Modell | Klinge | Höhe | Gewicht | Preis 9.10.2026 bzw. UVP |
|---|---|---|---|---|---|
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KAI Shun Classic DM-0727 | 14 cm | k. A. | 138 g | 116,00 € (Amazon, Drittanbieter) |
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KAI Shun Classic DM-0702 | 18 cm | k. A. | 206 g | 167,63 € (Amazon, Drittanbieter) |
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KAI Shun Premier Tim Mälzer 14 cm | 14 cm | k. A. | k. A. | 167,20 € (Amazon) |
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KAI Shun Premier TDM-1702 | 18 cm | k. A. | 215 g | ab 229,00 € (Drittanbieter) |
| – | Wüsthof Classic Ikon Santoku 14 cm | 14 cm | 4,10 cm | k. A. | UVP 135 € (wusthof.de) |
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Wüsthof Classic Ikon Santoku 17 cm | 17 cm | 4,60 cm | k. A. | 129,66 € (Amazon); UVP 155 € |
| – | Wüsthof Classic Santoku 14 cm | 14 cm | 4,10 cm | k. A. | UVP 105 € (wusthof.de) |
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Wüsthof Classic Santoku 17 cm | 17 cm | 4,59 cm | k. A. | 110,66 € (Amazon); UVP 125 € |
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KAI Wasabi Black 6716S | 16,5 cm | k. A. | k. A. | 48,87 € (Amazon, Drittanbieter) |
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PAUDIN Santoku 13 cm | 13 cm | k. A. | k. A. | 23,99 € (Amazon), 4,6 (185) |
Was die Größe ändert
Beim KAI Shun Classic spart das kleine Santoku 4 cm Klinge und 68 g, das ist ein Drittel des Gewichts der 18-cm-Version. Beim Preis sind es am 9.10.2026 51,63 Euro weniger (116,00 gegenüber 167,63 Euro), beide über Drittanbieter. Bei Wüsthof liegt die UVP der 14-cm-Version 20 Euro unter der 17-cm-Version, in beiden Serien, und die Klinge ist mit 4,10 statt 4,60 cm um 5 mm niedriger. Das hat einen praktischen Effekt: Unter einer niedrigeren Klinge bleibt weniger Platz für die Fingerknöchel der Haltehand, wenn du auf dem Brett schneidest.
Beim Tim-Mälzer-Santoku ist das Verhältnis anders: Die 14-cm-Version kostete am 9.10.2026 167,20 Euro bei Amazon, die 18-cm-Version mindestens 229,00 Euro bei Drittanbietern. Kleiner heißt also nicht automatisch billiger; die Preisunterschiede hängen stark davon ab, wer gerade verkauft. Über 18 cm hinaus führt KAI laut Amazon-Listing ein „großes Santoku“ der Shun-Classic-Serie mit 19 cm (DM-0717).
Länge und Brett
Zur Länge der Klinge kommt der Griff. Das Tojiro F-503 hat bei 17 cm Klinge eine Gesamtlänge von 295 mm; der Griff macht also rund 12,5 cm aus. Bei ähnlich langem Griff kommt ein 18-cm-Santoku grob gerechnet auf rund 30 cm Gesamtlänge. Auf einem Brett, das kaum länger ist als das Messer, ragt die Klinge beim Zugschnitt über die Kante hinaus, und die Spitze trifft die Arbeitsplatte. Für ein 17- oder 18-cm-Santoku lohnt deshalb ein Brett, das deutlich länger als das Messer ist; für ein 14-cm-Santoku reicht ein kleineres Brett für Kleinzeug.
Das Material des Bretts ist für eine dünne Santoku-Schneide wichtiger als seine Größe. Wüsthof schließt Metall, Glas und Bambus als Unterlage aus. Was Hirnholz, Langholz und Kunststoff für die Schneide bedeuten, vergleichen die Holz-Schneidebretter im Vergleich und das Stirnholz-Brett für dünne japanische Klingen; einen Überblick über alle Materialien gibt die Schneidebrett-Übersicht.
Wann welche Länge passt
- 17 bis 18 cm passen, wenn das Santoku dein Hauptmesser ist und du Kohl, Kürbis in Spalten, Fleischstücke und große Gemüsemengen schneidest. Hier liegen alle fünf Picks außer dem Wasabi Black (16,5 cm).
- 14 cm passen als Zweitmesser für Schalotten, Knoblauch, Obst und Kräuter, für kleine Hände und für Küchen mit wenig Arbeitsfläche. Die geringere Klingenhöhe nimmt dabei etwas Knöchelfreiheit.
- 13 cm und weniger sind nach Klingenlänge eher ein Allzweckmesser in Santoku-Form. Das Wolfblood-Damast-Santoku etwa, das im Amazon-Titel mit 13-cm-Klinge angegeben wird, gehört in diese Klasse.
Spülmaschine, Rost, Garantie: was KAI, Wüsthof, Global und Victorinox schriftlich zusagen
Ob ein Santoku in die Spülmaschine darf und wie lange der Hersteller für Fehler einsteht, steht auf jeder Produktseite anders, wenn es überhaupt dasteht. Die Tabelle sammelt, was schriftlich belegt ist, und stellt den Befund aus dem Spülmaschinentest der Stiftung Warentest 2014 daneben (55 °C, 150 Spülgänge, nur bei Messern, deren Anbieter die Spülmaschine nicht ausschloss).
| Bild | Hersteller / Modell | Spülmaschine laut Hersteller | Stiftung Warentest 12/2014 | Garantie / Gewährleistung | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
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KAI Shun Classic / Premier | nein, „unter keinen Umständen“ | KAI schloss die Spülmaschine aus, nicht geprüft | 10 Jahre auf Material-, Konstruktions- und Verarbeitungsfehler, nur bei autorisierten Händlern, EU | kai-europe.com |
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Wüsthof Classic Ikon | Handwäsche mit milder Seife, sofort abtrocknen | Grand Prix II überstand 150 Spülgänge problemlos | 2 Jahre Gewährleistung; Garantieantrag ohne Laufzeitangabe | wusthof.de |
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Global G-80 | „Handwash Only“ | nicht im Test | k. A. | globalknives.co.uk |
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Victorinox Swiss Classic | ja | nicht im Test | lebenslang auf Material- und Fabrikationsfehler | victorinox.com |
| – | Victorinox Grand Maître | ja | nicht im Test | lebenslang | victorinox.com |
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WMF Grand Gourmet | k. A. in den geprüften Quellen | überstand 150 Spülgänge problemlos | k. A. | Stiftung Warentest |
| – | Fissler PrimeCut / ProCut | k. A. in den geprüften Quellen | Fissler schloss 2014 die Spülmaschine aus | 3 Jahre | fissler.com, Stiftung Warentest |
| – | Chroma, F. Dick | – | schlossen 2014 die Spülmaschine aus | k. A. | Stiftung Warentest |
| – | Paudin Universal Classic 7" | nein | nicht im Test | „limited lifetime warranty“ | paudinstore.com |
Spülmaschine: Testbefund gegen Herstellerwort
Der Befund der Stiftung Warentest ist bemerkenswert: Die Santokus von WMF und Wüsthof ließen sich problemlos in der Spülmaschine reinigen, 150 Durchgänge bei 55 °C. Die Stiftung Warentest rät trotzdem zur Handwäsche, und Wüsthof selbst schreibt für das Classic Ikon Handwäsche vor; Amazon führt es als „nicht spülmaschinenfest“. Wer sich an den Testbefund statt an die Herstellerangabe hält, weicht von der Pflegeanleitung des Herstellers ab.
Victorinox ist in dieser Auswahl der einzige Hersteller, der ein Santoku ausdrücklich für die Spülmaschine freigibt – beim günstigen Swiss Classic ebenso wie beim geschmiedeten Grand Maître für 139 Euro. Wenn die Spülmaschine in deinem Haushalt nicht verhandelbar ist, ist das der entscheidende Satz auf der Produktseite.
Rost: was die Stahlangaben verraten
Die Stiftung Warentest hält VG-10-Damast für am rostanfälligsten unter den geprüften Werkstoffen. Die meisten guten Messer im Test bestanden aus X50CrMoV15, dem Stahl, den auch Wüsthof für das Classic Ikon angibt. Für den Alltag heißt das: Ein Damast-Santoku mit VG-10- oder VG-MAX-Kern nach dem Schneiden von Zitrusfrüchten, Tomaten oder Zwiebeln abspülen und abtrocknen, nicht nass liegen lassen. Für X50CrMoV15 nennt die Stiftung Warentest keine vergleichbare Warnung; für Cromova 18 liegt kein Testbefund vor.
Garantie: worauf du beim Marketplace-Kauf achten musst
Die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren gilt gegenüber dem Verkäufer, eine Herstellergarantie ist freiwillig und an Bedingungen geknüpft. Die längsten schriftlichen Zusagen in dieser Auswahl machen Victorinox (lebenslang auf Material- und Fabrikationsfehler) und KAI (10 Jahre). Die KAI-Garantie hat eine Bedingung, die beim Kauf auf Amazon relevant wird: Sie gilt nur beim Kauf über autorisierte Händler und nur in der EU. Am 9.10.2026 verkaufte Amazon das DM-0702 nicht selbst. Für Wüsthof stehen auf der deutschen Seite 2 Jahre Gewährleistung; eine 30-jährige oder lebenslange Garantie haben wir dort nicht gefunden. Global nennt in unseren Quellen keine Laufzeit.
Wie sich die beiden großen Solinger Marken bei Stahl, Fertigung und Service unterscheiden, vergleicht die Gegenüberstellung Wüsthof gegen Zwilling.
32 Lagen, 73 Lagen: was Damast-Angaben über die Schneide verraten
Die Lagenzahl ist auf Damast-Santokus oft die größte Zahl auf der Verpackung. Sie suggeriert, mehr Lagen bedeuteten mehr Härte, Schärfe oder Haltbarkeit. Die Herstellerangaben und Testergebnisse geben das nicht her.
| Bild | Modell | Lagen | Kernstahl | Härte (Kern) | Quelle der Angaben | Test |
|---|---|---|---|---|---|---|
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KAI Shun Classic DM-0702 | 32 | VG-MAX | 61 (±1) HRC | KAI | keiner für die Classic-Serie |
| – | Böker Meisterklinge Damast Santoku | 37 | k. A. | k. A. | FAZ Kaufkompass | FAZ-Empfehlung 18.09.2026 |
| – | Miyabi Kaizen II 5000FCD | 49 | FC61 | 60–62 HRC | zwilling.com | Saldo 2019 Platz 3 (als „5000FCD“) |
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Wolfblood Damast-Santoku | 67 (Amazon-Titel) | VG-10 (Amazon-Titel) | „62±2 HRC TÜV-tested“ (Amazon-Titel) | nur Verkäufer | kein Test gefunden |
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XINZUO Lan B37 | 73 | 14Cr14MoVNb-Pulverstahl | 62–64 HRC | nur Verkäufer (Amazon) | kein Test gefunden |
| – | Miyabi Birchwood 5000MCD | 100 | MC63-Pulverstahl | 63 HRC | zwilling.com | kein Santoku-Test gefunden |
| – | Chroma Haiku Damascus HD 05 | k. A. | VG-10 | k. A. | Stiftung Warentest | befriedigend (2,6), 2014 |
| – | Tojiro DP F-503 | 3 | VG10, Außenlagen 13-Chrom-Stahl | k. A. beim Hersteller | JETRO-Exportprofil | kein Institutstest gefunden |
Was die Lagen sind und was nicht
Wo in der Tabelle eine Härte steht, gehört sie zum Kernstahl. Der Kern bildet die Schneide; die Damast-Lagen bilden den Mantel um diesen Kern, beim Tojiro F-503 etwa Außenlagen aus 13-Chrom-Stahl um einen VG10-Kern. Härte und Schneidfähigkeit hängen deshalb am Kernstahl und an seiner Wärmebehandlung, nicht an der Zahl der Lagen darüber. Das zeigt sich in den Zahlen: Das Shun Classic hat mit 32 Lagen 61 HRC, das Miyabi Kaizen II mit 49 Lagen 60–62 HRC, das Miyabi Birchwood mit 100 Lagen 63 HRC. Die Härte steigt nicht mit den Lagen, sondern mit dem Kernstahl (VG-MAX, FC61, MC63).
Der deutlichste Beleg kommt aus dem Test der Stiftung Warentest 2014: Zwei Santokus hatten dort einen Damast-Mantel mit VG-10-Kern, das Kai Shun Premier und das Chroma Haiku Damascus. Das eine wurde Testsieger mit 1,6, das andere landete mit 2,6 auf Rang 14 und bekam beim Reinigen ausreichend (4,0). Gleiche Bauweise, gleicher Kernstahl, eine ganze Note Abstand. Auch der aktuelle FAZ-Testsieger, das Böker Meisterklinge, hat mit 37 Lagen deutlich weniger als das Wolfblood (67 laut Titel) oder das XINZUO (73).
Wie du Damast-Angaben prüfst
Drei Fragen helfen bei jedem Damast-Santoku. Erstens: Welcher Kernstahl, und nennt ihn der Hersteller oder nur der Verkäufer? Beim XINZUO B37 und beim Wolfblood stehen Stahl, Härte und Lagenzahl nur im Amazon-Titel; eine erreichbare Herstellerseite gab es für XINZUO nicht. Zweitens: Wer hat die Härte gemessen? „TÜV-tested“ im Titel sagt nicht, welcher Wert in welcher Norm geprüft wurde. Drittens: Gibt es ein Testurteil für genau diese Artikelnummer? Bei keinem der Damast-Santokus mit 49 oder mehr Lagen haben wir eines gefunden.
Nach den vorliegenden Testergebnissen ist die Damast-Optik ein Gestaltungsmerkmal mit Pflegeaufwand, kein Leistungsmerkmal. Wer Damast vor allem wegen der Optik kauft, findet im Damastmesser im Vergleich nach Kernstahl weitere Formen als das Santoku.
Gelobt, aber hier kein Pick: Böker, F. Dick DarkNitro, WMF Grand Gourmet, Tim Mälzer
Mehrere Santokus mit guten Testergebnissen oder vielen Bewertungen stehen nicht unter den fünf Picks. Die Gründe sind jeweils konkret: fehlendes geprüftes Amazon-Angebot, zu wenige Bewertungen, Angaben nur vom Verkäufer oder schlicht ein besser belegtes Schwestermodell.
Böker Meisterklinge Damast: FAZ-Testsieger ohne geprüftes Angebot
Das Böker Meisterklinge Damast Santoku ist im FAZ-Kaufkompass vom 18.09.2026 das beste von 30 Santokus. Die FAZ nennt 16,5 cm Klinge, 180 g, 37 Lagen Damast und einen Griff aus Räuchereiche. Ein Amazon-Angebot mit Preis, Verkäufer und Bewertungszahl haben wir für dieses Modell nicht erhoben; Herstellerdaten zu Kernstahl und Härte liegen uns nicht vor. Ohne diese beiden Bausteine erfüllt es die Auswahlregel dieser Seite nicht. Wer der FAZ-Empfehlung folgen will, sollte beim Kauf auf die genaue Modellbezeichnung achten.
F. Dick DarkNitro: Empfehlung ohne Daten in unserer Quellenbasis
Auch das F. Dick DarkNitro Santoku gehört zu den drei FAZ-Empfehlungen. Für dieses Modell liegen uns weder geprüfte Herstellerdaten noch ein Amazon-Angebot vor. Es fehlt hier deshalb aus demselben Grund wie das Böker – nicht, weil etwas dagegen spräche.
WMF Grand Gourmet: bestes Schneidhaltigkeitsergebnis 2014, aber 272 Bewertungen
Das WMF Grand Gourmet Santoku hat neben dem Tim-Mälzer-Santoku den längsten Testlauf aller heute noch erhältlichen Santokus: gut (72 %) bei Konsument 2/2008, gut (1,8) bei der Stiftung Warentest 12/2014 und dort mit 87 cm Spezialpapier nach 60 Hüben das beste Schneidhaltigkeitsergebnis unter den Stahlklingen. Es kostete am 9.10.2026 bei Amazon 61,58 Euro (Ø 66,25 Euro, Tiefstpreis 41,99 Euro am 23.10.2019) und hatte 4,8 Sterne. Mit 272 Bewertungen verfehlt es aber die Auswahlregel von 500 Bewertungen. Dazu kommt ein dünnes Herstellerdatenblatt: WMF nennt handgeschmiedeten rostfreien Spezialklingenstahl, einen Cromargan-Griff und das Verfahren Performance Cut, aber weder Härte noch Winkel noch ein verlässliches Gewicht. Wenn dir ein Labortest mehr bedeutet als Bewertungszahl und Datenblatt, ist es die naheliegende Alternative zu den Picks.
KAI Shun Premier TDM-1702: Testsieger 2014, heute nur über Drittanbieter
Das Tim-Mälzer-Santoku ist das einzige Santoku mit Spitzenplatzierungen in zwei Labortests (Stiftung Warentest 2014: gut 1,6; Saldo 2019: Platz 2) und war früher FAZ-Testsieger. KAI nennt 18 cm, 215 g und 61 (±1) HRC. Am 9.10.2026 gab es bei Amazon keinen Buybox-Preis; Drittanbieter verlangten ab 229,00 Euro, und mit 492 Bewertungen lag es knapp unter der 500er-Regel. Wegen der KAI-Garantiebedingung (nur autorisierte Händler) ist der Kauf über Marketplace-Händler hier noch genauer zu prüfen als beim DM-0702.
KAI DM-0718, Global G-46, Wüsthof Classic: die Schwestermodelle
Das KAI Shun Classic DM-0718 ist die Kullen-Version des Picks 1 mit 201 g. Amazon verkaufte es am 9.10.2026 selbst für 215,00 Euro, 4,7 Sterne aus 742 Bewertungen. Der Amazon-Titel nennt 16 cm, KAI gibt 18 cm an – maßgeblich ist die Herstellerangabe. Gegen den Pick spricht nur der Preis: 47,37 Euro mehr als das glatte DM-0702. Das Global G-46 ist die glatte Schwester des G-80, kostete 105,00 Euro bei einem Drittanbieter und hatte 497 Bewertungen, drei unter der Regel. Das Wüsthof Classic Santoku 17 cm (110,66 Euro, 4,5 Sterne aus 692 Bewertungen) hat dieselbe Härte, denselben Stahl und denselben Winkel wie das Classic Ikon; den Doppelkropf beschreibt Wüsthof als Merkmal der Ikon-Serie.
Wolfblood, Tefal Ice Force, XINZUO: viele Sterne, wenig Belege
Das Wolfblood Damast-Santoku hatte am 9.10.2026 4,9 Sterne aus 1.915 Bewertungen für 39,90 Euro und damit die besten Kundenwerte im ganzen Feld. Stahl, Lagenzahl und die Angabe „62±2 HRC TÜV-tested“ stehen aber nur im Amazon-Titel des Verkäufers, die Klinge ist laut Titel 13 cm lang, und einen Test haben wir nicht gefunden. Das Tefal Ice Force Santoku K23206 mit 18 cm kostete 12,80 Euro bei 4,6 Sternen aus 935 Bewertungen, ein belegter Test existiert nicht. Das XINZUO Lan B37 (119,99 Euro, 4,5 Sterne aus 135 Bewertungen) hat seine Angaben ebenfalls nur vom Verkäufer und zu wenige Bewertungen.
Zwilling, Miyabi, Fissler, Tojiro: gute Daten, aber Regel verfehlt oder nicht geprüft
Bei Zwilling verfehlen alle drei geprüften Santokus die Bewertungsregel: das Twin Pollux 18 cm (43,38 Euro, 364 Bewertungen), das Gourmet 18 cm (39,40 Euro, 101 Bewertungen) und das Pro 18 cm mit Kullen (103 Bewertungen). Das Miyabi Kaizen II 5000FCD (259,00 Euro auf zwilling.com) trägt dieselbe Serienbezeichnung 5000FCD wie der Saldo-Dritte von 2019, das Birchwood 5000MCD (429,00 Euro) hat mit 63 HRC den höchsten belegten Härtewert dieser Seite; Amazon-Daten haben wir für beide nicht erhoben. Für das Fissler PrimeCut (60 HRC, 147 g, 3 Jahre Garantie), das die FAZ aus den Empfehlungen genommen hat, und das Tojiro DP F-503 (VG10-Kern, 180 g) gilt dasselbe.
Welche Belege hinter diesem Santoku-Vergleich stehen
Institutstests: Stiftung Warentest, „Kochmesser im Test: Santokus gegen Keramik- und klassische Kochmesser“ (test 12/2014, veröffentlicht am 12.12.2014, 20 Messer, davon 5 Santokus; Notentabelle, Methodik und Klingentyp-Vergleich frei lesbar); Pressemitteilung der Stiftung Warentest vom 18.12.2007 zu test 1/2008 (21 Kochmesser); Konsument 2/2008 (20 Küchenmesser, nur über die Zusammenfassung bei testberichte.de); Saldo 2019 und Test Achats 2023 (beide nur über den Bericht auf test.de). Als Santoku-Tests gezählt sind fünf: Stiftung Warentest 2008 und 2014, Konsument 2008, Saldo 2019 und FAZ 2026.
Redaktionelle Vergleiche: FAZ Kaufkompass „Das beste Santokumesser“ (Update 18.09.2026, 30 Santokus); Cook's Illustrated / America's Test Kitchen zum Kullenschliff; Messer Magazin 6/2020 nur als Teaser; messer-mojo nur mit der Platzierung des Wasabi Black.
Normen: ISO 8442-5:2004 (Schärfe und Schneidhaltigkeit), dazu DIN EN ISO 6508-1, 6507-1 und 8442-1 so, wie die Stiftung Warentest sie angewendet hat.
Hersteller: kai-europe.com (DM-0702, DM-0702L, DM-0718, DM-0727, TDM-1702, AB-5342, Pflege, Garantie), wusthof.de (Classic Ikon und Classic Santoku, Classic Ikon Nakiri, FAQ zum Schärfwinkel, Herstellung), globalknives.co.uk (G-46, G-80), victorinox.com (6.8523.17B, 7.7323.17G), zwilling.com (Pro, Gourmet, Miyabi), fissler.com (PrimeCut, ProCut), wmf.com (Grand Gourmet), paudinstore.com; für Tojiro das Exportprofil der JETRO. Für XINZUO und Wolfblood gab es nur Amazon-Listings.
Begriff und Herkunft: Kotobank (Digital Daijisen und Kodansha-Lexikon) zum Begriff; japanische, englische und deutsche Wikipedia zur Entstehung, ausdrücklich als Sekundärquellen.
Preise: Amazon.de am 9.10.2026, Preisverläufe von camelcamelcamel am selben Tag. Kein Deal-Event, keine Vorher-Preise.
Bewusst nicht verwendet: Marktanteile und Verkaufsranglisten ohne nachprüfbare Quelle, Prozentangaben zur Wirkung von Kullen, Schliffwinkel, die kein Hersteller nennt, Garantielaufzeiten, die nicht auf der Herstellerseite stehen, und eigene Schärfemessungen, die es für diese Seite nicht gibt.
Was noch dazugehört: Alle weiteren Klingen von Brot- bis Steakmesser findest du unter alle Messer-Vergleiche, die übergreifende Messer-Kaufberatung mit Stahl- und Grifftypen erklärt die Grundbegriffe. Wer große Mengen Zwiebeln und Gemüse würfeln muss und das Santoku entlasten will, kann sich den elektrischen Zerkleinerer für große Gemüsemengen ansehen.
Diese Santoku-Auswertung stützt sich auf fünf Tests mit Santoku-Ergebnissen aus den Jahren 2008 bis 2026, die Prüfnorm ISO 8442-5 und die Datenblätter von neun Herstellern; die Messer selbst wurden für diese Seite weder benutzt noch vermessen. Geschrieben und gepflegt wird sie von Bastian Saupe, nach welchen Regeln Quellen ausgewählt und gewichtet werden, steht in der Methodik dieser Seite. Sobald ein Testinstitut einen neuen Santoku-Test veröffentlicht, KAI einen Schliffwinkel nennt oder sich die Verkäufer der Picks auf Amazon ändern, werden Testspiegel, Datenblatt und Preistabelle nachgezogen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Nachteile hat ein Santokumesser?
Vier sind belegt: Zum Wiegen und Hacken ist es weniger geeignet (Stiftung Warentest 1/2008, ETM 11/2012). Die dünne Schneide ist empfindlicher als bei klassischen Kochmessern; beim Testsieger von 2014 maß die Stiftung Warentest 0,22 mm und warnte vor sehr harten Lebensmitteln. Die Klinge ist mit 14 bis 18 cm kürzer als ein Kochmesser mit rund 20 cm. Und harte Damast-Santokus brauchen Pflege: KAI schließt Spülmaschine und Wetzstahl aus.
Was ist der Unterschied zwischen Santoku und Kochmesser?
Das Santoku ist kürzer, höher und an der Schneide flacher. Im Test der Stiftung Warentest 12/2014 hatten die Kochmesser etwa 20 cm Klinge und wogen meist 210 bis 280 g, die Santokus 17 bis 18 cm und 130 bis 240 g. Santokus schneiden feine Scheiben, sind laut Stiftung Warentest aber empfindlicher; das Kochmesser kann besser wiegen und hacken.
Was bringt der Kullenschliff beim Santoku?
Weniger Anhaften bei dickeren Scheiben, bei hauchdünnen kaum etwas. Das zeigen die Schneidversuche des Händlers knivesandtools; die FAZ beobachtete weniger Anhaften bei Wurzelgemüse. Cook's Illustrated hielt Kullen beim Santoku in eigenen Versuchen für nicht nötig. Eine Studie mit Messwerten gibt es nicht. Nebeneffekt laut Cook's: Die Klinge wird dünner und leichter, beim KAI DM-0718 sind es 5 g weniger als beim glatten DM-0702.
Wie lang sollte ein Santokumesser sein?
Die gängigen Größen sind 14 cm und 17 bis 18 cm. KAI bietet das Shun Classic mit 14 cm (138 g) und 18 cm (206 g) an, Wüsthof das Classic Ikon mit 14 × 4,10 cm und 17 × 4,60 cm. Für Gemüse in Haushaltsmengen und ein normales Brett passt 17 bis 18 cm; 14 cm ist eher Zweitmesser für kleine Hände, kleine Bretter und Kleinzeug.
Welches Santokumesser hat Stiftung Warentest ausgezeichnet?
Im Heft 12/2014 wurde das Kai Shun Premier aus der Tim-Mälzer-Serie (heute TDM-1702) mit gut (1,6) Testsieger unter 20 Messern. Im Heft 1/2008 war das Wüsthof Grand Prix II das beste Santoku. Einen neueren Messertest hat die Stiftung Warentest nicht gemacht; test.de verweist auf Saldo 2019, wo dasselbe Kai-Santoku Platz 2 belegte.
Darf ein Santoku in die Spülmaschine?
Nur wenn der Hersteller es erlaubt. Von den fünf Modellen hier gibt nur Victorinox das Swiss Classic frei. KAI schließt die Spülmaschine „unter keinen Umständen“ aus, Wüsthof und Global schreiben Handwäsche vor. Im Test 12/2014 überstanden die Santokus von WMF und Wüsthof 150 Spülgänge bei 55 °C problemlos, die Stiftung Warentest rät trotzdem zur Handwäsche.
Mit welchem Winkel schärft man ein Santoku?
Mit dem Winkel, den der Hersteller nennt. Wüsthof gibt für Santokus 10° pro Seite an, Global 15°, Miyabi 9,5 bis 12°. KAI nennt für die Shun Classic keinen Winkel, die Schleifanleitung empfiehlt für beidseitige Klingen am Wasserstein etwa 15°. Die Stiftung Warentest rät bei Santokus zum Wasserstein, KAI hält Wetzstähle für seine Messer für ungeeignet.
Santoku oder Nakiri – was ist der Unterschied?
Das Nakiri hat eine gerade Schneide und eine etwas höhere Klinge, ohne Spitze. Bei Wüsthof misst das Classic Ikon Nakiri 17 × 4,74 cm, das Santoku derselben Serie 17 × 4,60 cm. Das Nakiri ist auf Gemüse ausgelegt, das Santoku hat eine Spitze und deckt laut seinem Namen Fleisch, Fisch und Gemüse ab.
Sind mehr Damast-Lagen besser?
Die Lagenzahl beschreibt den Mantel, nicht die Schneide. Die Härte geben Hersteller für den Kernstahl an: KAI Shun Classic 32 Lagen und 61 HRC, Miyabi Birchwood 100 Lagen und 63 HRC, Böker Meisterklinge 37 Lagen. In der Stiftung Warentest 12/2014 bekamen zwei Damast-Santokus mit VG-10-Kern 1,6 und 2,6 – die Lagen erklären diesen Abstand nicht.
Wofür nimmt man ein Santokumesser?
Für das Schneiden von Gemüse, Fleisch ohne Knochen und Fisch im Druck- und Zugschnitt, vor allem für feine Scheiben. Das japanische Lexikon Digital Daijisen leitet den Namen aus diesen drei Lebensmitteln ab. Für Knochen, gefrorene Ware und sehr harte Lebensmittel ist die dünne Schneide nicht gedacht.
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Quellen & weiterführende Lektüre
Diese Empfehlung beruht auf den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen, die wir ausgewertet und gewichtet haben. Eigene Testergebnisse geben wir nicht wieder.
- Kochmesser im Test: Santokus gegen Keramik- und klassische Kochmesser (test 12/2014) · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-09
- Kochmesser im Test 12/2014: Testergebnisse und Notentabelle · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-09
- Kochmesser im Test 12/2014: So haben wir getestet · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-09
- Pressemitteilung: Kochmesser – Viele gute Messer, eins auch für wenig Geld · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-09
- Pressemitteilung vom 18.12.2007: Kochmesser – Große Preis- und Qualitätsunterschiede (test 1/2008) · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-09
- Konsument 2/2008: Scharf abgeschnitten (Zusammenfassung) · testberichte.de · Abgerufen 2026-10-09
- Das beste Santokumesser (Update 18.09.2026) · FAZ Kaufkompass · Abgerufen 2026-10-09
- ISO 8442-5:2004 – Specification for sharpness and edge retention test of cutlery · International Organization for Standardization · Abgerufen 2026-10-09
- Why Do Some Knife Blades Have Hollows? · America's Test Kitchen / Cook's Illustrated · Abgerufen 2026-10-09
- Shun Classic Santoku DM-0702 · KAI Europe · Abgerufen 2026-10-09
- Shun Classic kleines Santoku DM-0727 · KAI Europe · Abgerufen 2026-10-09
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- Materialien & Pflege · KAI Europe · Abgerufen 2026-10-09
- Classic Ikon Santoku 17 cm, Kullenschliff · WÜSTHOF · Abgerufen 2026-10-09
- Classic Ikon Nakiri 17 cm, Kullenschliff · WÜSTHOF · Abgerufen 2026-10-09
- Herstellung · WÜSTHOF · Abgerufen 2026-10-09
- 三徳包丁 (Santoku-bōchō) · Kotobank (Digital Daijisen, Shogakukan) · Abgerufen 2026-10-09
- Tojiro – Discover Niigata · JETRO · Abgerufen 2026-10-09
- Kochmesser im Test (ETM 11/2012) · ETM Testmagazin · Abgerufen 2026-10-09
















