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Vergleichstest · Wasserfilter

Wasserfilter-Kannen im Vergleich 2026: Testdaten, Härteverlauf, Literpreise

Keine Filterkanne kam bei Warentest 2022 oder Computer Bild 2026 über „befriedigend“. Härteverlauf, Literpreis und fünf Kannen mit belegten Daten.

BRITA Style Essential Tischwasserfilter mit 2,4 Liter Fassungsvermögen und Smart-Light-Anzeige im Deckel, im Set mit drei Maxtra-Pro-Kartuschen
Produktfoto: Amazon

Recherchiert von

Bastian Saupe· Gründer & Test-Synthese-Redaktion

Bastian Saupe ist auf Test-Synthese spezialisiert — die methodische Auswertung und Triangulation von Stiftung Warentest, ETM Testmagazin, Haus & Garten Test, Computer Bild, PC-WELT, Coffeeness, Selbst-ist-der-Mann sowie Hersteller-Datenblättern und Langzeit-Käufer-Berichten zu einer entscheidungsfertigen Empfehlung für deutsche Haushalte 2026. Strukturierte Quellen-Analyse ist eine eigene Disziplin: über 12 Monate Markt-Beobachtung, mehr als 2.500 Produktlistings ausgewertet, 36 Kategorie-Cluster systematisch durchgearbeitet, Live-Preis- und Verfügbarkeits-Tracking quartalsweise. Was wir nicht behaupten: eigene Praxis-Tests in der Küche. Was wir liefern: synthetisierte Erkenntnisse aus 8+ unabhängigen Test-Quellen, dokumentierte Methodik, und eine Standing-Rule — Picks mit null verifizierten Käufer-Bewertungen oder dauerhaftem Out-of-Stock werden konsequent aus dem Pool entfernt. Diese Disziplin gilt konsistent über alle unabhängigen Schwester-Sites, die nach demselben Standard arbeiten.

Veröffentlicht: · Aktualisiert: · Lesezeit ca. 62 Min.

Empfehlungen auf einen Blick

BildModellEmpfehlung fürNotePreisLink
BRITA Style Essential Tischwasserfilter 2,4 l mit 3 Maxtra Pro Pure Performance Kartuschen

BRITA · Style Essential Tischwasserfilter 2,4 l mit 3 Maxtra Pro Pure Performance Kartuschen

Wer ein Kartuschensystem mit Labor-Vorgeschichte, Mengenzähler und Rücknahmeprogramm sucht und die schwache Teststreifen-Ausdauer bei Computer Bild kennt1,434,99 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Ø laut camelcamelcamel 35,93 €)Amazon →
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BRITA · Marella XL Tischwasserfilter 3,5 l mit 1 Maxtra Pro Pure Performance Kartusche

Größte Brita-Kanne der Auswahl mit 2,0 Litern gefiltertem Wasser pro Füllung; die 2,4-Liter-Schwester bekam im Warentest 2022 „befriedigend“1,324,41 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Ø laut camelcamelcamel 19,98 €)Amazon →
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BWT · Vida Tischwasserfilter 2,6 l Petrol mit 1 Magnesium-Kartusche

Günstigster Einstieg ins BWT-System, am 12.10.2026 zum Amazon-Tiefstpreis, mit Magnesium-Kartusche1,515,29 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Tiefstpreis laut camelcamelcamel)Amazon →
Aquaphor Onyx Filterkanne 4,2 l mit 3 Maxfor+ Kartuschen, schwarz

Aquaphor · Onyx Filterkanne 4,2 l mit 3 Maxfor+ Kartuschen, schwarz

Größtes Krugvolumen der Auswahl und 200-Liter-Kartuschen, bei Computer Bild 05/2026 „befriedigend“ auf Platz 31,527,00 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; kein aussagekräftiger Preisverlauf)Amazon →
Amazon Basics Wasserfilterkanne 2,3 l

Amazon Basics · Wasserfilterkanne 2,3 l

Niedrigster Kartuschen-Literpreis der Auswahl und als einzige Kanne sowohl im Warentest 2022 als auch bei Computer Bild 2026 vertreten1,614,25 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Ø laut camelcamelcamel 18,11 €)Amazon →

Acht Filterkannen im Labor der Stiftung Warentest, und keine kam über „befriedigend“ hinaus. Acht Kannen bei Computer Bild im Mai 2026, und wieder keine besser als „befriedigend“; bei voller Kartuschenkapazität zeigte der Teststreifen bei sechs von ihnen überhaupt keine Härtereduktion mehr. Dazu ein Befund, der in keiner Werbung steht: In allen Kannen des Warentests 2022 fanden die Prüfer Bakterien, nachdem die Kartuschen eine Woche bei Zimmertemperatur gestanden hatten.

Diese Seite ordnet diese Zahlen und die übrigen Prüfungen der letzten Jahre nebeneinander und leitet daraus fünf Kannen ab, deren Daten sich belegen lassen. Sie behandelt Tischwasserfilter mit Wechselkartusche, also Kannen und kleine Tanks mit Zapfhahn. Filter für den Wasserhahn, Untertischanlagen und Umkehrosmose sind eine andere Geräteklasse mit anderen Prüfgrundlagen und kommen hier nicht vor.

Eine Vorbemerkung, bevor es um Modelle geht: Das Umweltbundesamt hält zusätzliche Behandlung von Leitungswasser im Haushalt für nicht notwendig, die Verbraucherzentrale sieht Wasserfilter aus gesundheitlicher Sicht „in der Regel“ als unnötig an. Mit Grenzwerten und Trinkwasserdaten klärt ein eigener Ratgeber, ob sich Filtern bei deinem Leitungswasser überhaupt lohnt. Hier geht es um die Frage danach: Wenn du filtern willst, etwa für Tee, Kaffee oder gegen Kalk im Wasserkocher, welche Kanne hält am ehesten, was sie verspricht, und was kostet das?

Kurz eingeordnet: Am besten belegt ist das Brita-System. Die BRITA Style Essential mit drei Kartuschen (34,99 € am 12.10.2026) ist die aktuelle Brita-Kanne im deutschen Shop, auch wenn Computer Bild ihr 2026 nur „ausreichend“ gab. Die BRITA Marella XL (24,41 €) ist die große Schwester der Kanne, die im Warentest 2022 „befriedigend“ bekam. Die BWT Vida (15,29 €, Amazon-Tiefstpreis) ist der günstigste Einstieg in das zweite große System. Die Aquaphor Onyx (27,00 €) hat 4,2 Liter Volumen und landete bei Computer Bild auf Platz 3. Die Amazon Basics 2,3 l (14,25 €) hat mit rund 1,6 Cent pro Liter den niedrigsten Kartuschenpreis und ist die einzige Kanne, die sowohl im Warentest 2022 als auch bei Computer Bild 2026 stand. Die Lidl-Kanne Silvercrest, Siegerin bei Computer Bild, war am Abrufdatum nicht bei Amazon gelistet und steht deshalb nur im Text.

Grundlage dieser Seite: Keine der Kannen wurde für diese Seite benutzt, gemessen oder ins Labor gegeben. Ausgewertet sind sechs Testveröffentlichungen: Stiftung Warentest test 7/2022 (Methodik, Testfeld und Produktmerkmale frei lesbar, Noten nur über Sekundärquellen), Stiftung Warentest test 5/2015 (Pressemitteilung), ETM Testmagazin 02/2020 (Testfeld frei, Prozentwerte nur über testsieger.de), Kaffeemacher 10/2022 (Kaffeewasser-Messung), Computer Bild und BILD 05/2026 (ein gemeinsamer Test mit Teststreifen) und der ARD-Marktcheck des SWR vom August 2026 (Laborstichprobe ohne veröffentlichte Messwerte). Dazu kommen Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale, Trinkwasserverordnung, DIN Media, WHO und die Herstellerseiten von Brita, BWT, Aquaphor, Philips und Laica. Preise, Verkäufer und Bewertungen stammen von Amazon.de am 12.10.2026, Preisverläufe von camelcamelcamel am selben Tag. Was nur über eine Drittseite belegt ist, steht im Text als „sekundär“.

Die Empfehlungen im Detail

1

Wer ein Kartuschensystem mit Labor-Vorgeschichte, Mengenzähler und Rücknahmeprogramm sucht und die schwache Teststreifen-Ausdauer bei Computer Bild kennt

BRITA

Style Essential Tischwasserfilter 2,4 l mit 3 Maxtra Pro Pure Performance Kartuschen

SEHR GUT1,4Note
BRITA Style Essential Tischwasserfilter 2,4 l mit 3 Maxtra Pro Pure Performance Kartuschen — Wasserfilter
Preisbereich34,99 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Ø laut camelcamelcamel 35,93 €)

Die Style Essential ist die Kanne, die Brita am 12.10.2026 im eigenen deutschen Shop führt; die Marella steht dort nicht mehr. Sie fasst 2,4 Liter, davon 1,4 Liter gefiltert, und ihre Smart-Light-Anzeige zählt Zeit und gefilterte Wassermenge. Computer Bild gab ihr im Mai 2026 nur „ausreichend“, Platz 5 von 8: Nach einem Viertel der Kapazität zeigte der Teststreifen noch 25 Prozent Härtereduktion, ab drei Vierteln keine mehr. Vorn steht sie trotzdem, weil das Kartuschensystem die breiteste Beleglage hat: Beide „befriedigend“-Urteile im Warentest 2022 gingen laut Sekundärquellen an Brita-Kartuschen, und im ARD-Marktcheck 2026 war die Brita-Probe hygienisch unauffällig. Drei Kartuschen liegen bei.

Hardware-Specs

Volumen
2,4 l gesamt, 1,4 l gefiltert pro Füllung (brita.de)
Maße
23,9 × 27,3 × 10,5 cm (B × H × T, brita.de)
Kartusche
Maxtra Pro Pure Performance, 4 Wochen oder bis 150 l; Kalkreduktion laut Brita nach DIN EN 17093 mit 11 °dH bis 120 l geprüft
Wechselanzeige
Smart Light (LED), zählt Zeit und gefilterte Menge
Spülmaschine
ja, Smart Light vorher entnehmen
Testbezug
Computer Bild 05/2026: „ausreichend“, Platz 5 von 8 (Teststreifen)

Stärken

  • Anzeige zählt Zeit und gefilterte Menge, nicht nur Wochen
  • Vorgänger-Kartusche Maxtra+ im Warentest 7/2022 „befriedigend (3,5)“ (sekundär)
  • ARD-Marktcheck 08/2026: Brita-Probe ohne Keim-Auffälligkeit
  • Rücknahme- und Recyclingprogramm für Kartuschen laut Brita
  • Drei Kartuschen im Set, 34,99 € unter dem Amazon-Durchschnitt von 35,93 €

Schwächen

  • Computer Bild 05/2026 nur „ausreichend“: ab 75 % der Kapazität keine Härtereduktion mehr auf dem Teststreifen
  • Laut Computer Bild 0,05 €/l, nach dem Aarke Purifier der höchste Literpreis im Testfeld
  • Amazon-Bewertungen werden über mehrere Brita-Sets gepoolt, keine Testnote

Für wen geeignet

Wer filtert, um Tee- und Kaffeewasser in den ersten Wochen einer Kartusche weicher zu bekommen, und einen Mengenzähler statt eines reinen Wochen-Timers will.

Wer nicht zugreifen sollte

Wer erwartet, dass die Kanne über die volle 150-Liter-Angabe enthärtet, oder wer den niedrigsten Literpreis sucht.

2

Größte Brita-Kanne der Auswahl mit 2,0 Litern gefiltertem Wasser pro Füllung; die 2,4-Liter-Schwester bekam im Warentest 2022 „befriedigend“

BRITA

Marella XL Tischwasserfilter 3,5 l mit 1 Maxtra Pro Pure Performance Kartusche

SEHR GUT1,3Note
BRITA Marella XL Tischwasserfilter 3,5 l mit 1 Maxtra Pro Pure Performance Kartusche — Wasserfilter
Preisbereich24,41 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Ø laut camelcamelcamel 19,98 €)

Die Marella XL ist die große Variante der Kanne, in der die Stiftung Warentest 2022 sowohl die Brita-Originalkartusche als auch zwei Fremdkartuschen prüfte. Die 2,4-Liter-Marella Cool mit Maxtra+ bekam laut t-online und desired.de „befriedigend (3,5)“, mit „gut“ bei Einträgen und Handhabung. Die XL selbst wurde nicht getestet; sie fasst 3,5 Liter, davon 2,0 Liter gefiltert. Im deutschen Brita-Shop ist die Marella-Linie am 12.10.2026 nicht mehr gelistet, auf brita.at schon. Mit 24,41 Euro lag der Preis am Abrufdatum 4,43 Euro über dem Amazon-Durchschnitt.

Hardware-Specs

Volumen
3,5 l gesamt, 2,0 l gefiltert pro Füllung (brita.at)
Maße
Tiefe 14,8 cm laut brita.at; Breite und Höhe für die XL nicht gesondert ausgewiesen
Kartusche
Maxtra Pro Pure Performance, 4 Wochen oder bis 150 l
Wechselanzeige
Memo (Zeitanzeige, 4 Wochen)
Spülmaschine
ja, außer Deckel (brita.at)
Testbezug
Marella Cool 2,4 l mit Maxtra+ im Warentest 7/2022 „befriedigend (3,5)“, sekundär; die XL selbst ungeprüft

Stärken

  • 2,0 l gefiltert pro Füllung, mehr als jede andere Brita-Kanne dieser Auswahl
  • Schwestermodell Marella Cool im Warentest 2022 „befriedigend (3,5)“, Einträge und Handhabung „gut“ (sekundär)
  • Nimmt dieselben Maxtra-Pro-Kartuschen wie Pick 1
  • Bei Amazon mit 4,7 Sternen aus 5.900 Bewertungen (keine Testnote)

Schwächen

  • Am 12.10.2026 4,43 € über dem Amazon-Durchschnitt, Tiefstpreis 16,89 € im Januar 2026
  • Memo zählt nur Zeit, nicht die gefilterte Menge
  • Nicht mehr im deutschen Brita-Shop, nur eine Kartusche im Set

Für wen geeignet

Haushalte mit drei oder mehr Personen, die nicht mehrmals am Tag nachfüllen wollen und im Brita-System bleiben möchten.

Wer nicht zugreifen sollte

Wer nach dem Preis kauft, ohne zu warten; der Verlauf zeigt deutlich niedrigere Preise im laufenden Jahr.

3

Günstigster Einstieg ins BWT-System, am 12.10.2026 zum Amazon-Tiefstpreis, mit Magnesium-Kartusche

BWT

Vida Tischwasserfilter 2,6 l Petrol mit 1 Magnesium-Kartusche

SEHR GUT1,5Note
BWT Vida Tischwasserfilter 2,6 l Petrol mit 1 Magnesium-Kartusche — Wasserfilter
Preisbereich15,29 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Tiefstpreis laut camelcamelcamel)

Die Vida ist die Einstiegskanne im deutschen BWT-Shop, dort für 19,90 Euro mit einer Kartusche. Bei Amazon kostete die Petrol-Variante am 12.10.2026 15,29 Euro, den niedrigsten Preis, den camelcamelcamel für sie erfasst hat. Die Magnesium-Kartusche gibt laut BWT 25 bis 30 mg/l Magnesium ab und ist für 120 Liter bei 15 bis 18 °d ausgelegt, also für 30 Liter weniger als die Brita-Kartusche. Ein Labortest der Vida fehlt: Im Warentest 2022 stand die ältere Penguin-Kanne mit einer anderen BWT-Kartusche (Soft Filtered Water Extra), Urteil laut desired.de „ausreichend (4,0)“, Filterfunktion 4,5. Im ARD-Marktcheck 2026 war die BWT-Probe hygienisch unauffällig.

Hardware-Specs

Volumen
2,6 l gesamt, 1,4 l gefiltert pro Füllung (bwt.com)
Maße
11,3 × 27,8 × 25,2 cm (bwt.com)
Kartusche
Magnesium Mineralized Water, 4 Wochen, 120 l bei 15–18 °d; gibt 25–30 mg/l Magnesium ab
Wechselanzeige
manuell (Datumsscheibe)
Material
Kanne SAN und ABS, Kartusche PP und PPS, BPA-frei laut BWT
Testbezug
BWT Penguin mit Soft Filtered Water Extra im Warentest 7/2022 „ausreichend (4,0)“, sekundär; ARD-Marktcheck 2026: BWT-Probe ohne Keim-Auffälligkeit

Stärken

  • 15,29 € am 12.10.2026, laut camelcamelcamel Amazon-Tiefstpreis
  • Laut BWT komplett spülmaschinengeeignet
  • Werkstoffe von Kanne und Kartusche offen benannt, BPA-frei laut BWT
  • ARD-Marktcheck 08/2026: BWT-Probe ohne Keim-Auffälligkeit

Schwächen

  • Älteres BWT-System im Warentest 2022 nur „ausreichend (4,0)“, Filterfunktion 4,5 (sekundär)
  • Kaffeemacher 10/2022: BWT entkalkte „nicht so effektiv“
  • Kein Rücknahmeprogramm für Kannenkartuschen; BWT nennt den Hausmüll
  • BWT wirbt mit der zurückgezogenen Norm DIN 10521

Für wen geeignet

Wer ein günstiges Kannensystem sucht, Magnesium im Filtrat ausdrücklich will und mit einem manuell gestellten Wechseldatum leben kann.

Wer nicht zugreifen sollte

Wer möglichst weiches Wasser für Espresso oder Tee erwartet oder eine automatische Wechselanzeige braucht.

4

Größtes Krugvolumen der Auswahl und 200-Liter-Kartuschen, bei Computer Bild 05/2026 „befriedigend“ auf Platz 3

Aquaphor

Onyx Filterkanne 4,2 l mit 3 Maxfor+ Kartuschen, schwarz

SEHR GUT1,5Note
Aquaphor Onyx Filterkanne 4,2 l mit 3 Maxfor+ Kartuschen, schwarz — Wasserfilter
Preisbereich27,00 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; kein aussagekräftiger Preisverlauf)

Die Onyx ist mit 4,2 Litern die größte Kanne dieser Auswahl und eine von drei Kannen, die Computer Bild im Mai 2026 mit „befriedigend“ bewertete, Platz 3 von 8. Der Teststreifen zeigte nach dem ersten Durchlauf volle Härtereduktion, nach einem Viertel der Kapazität noch 12,5 Prozent, danach keine mehr; Amazon Basics lag exakt gleich. Aquaphor gibt für die Maxfor+-Kartusche 200 Liter an, Computer Bild rechnete daraus 0,02 Euro pro Liter. Wie viel Wasser pro Füllung durch den Filter läuft, nennt Aquaphor nicht, ebenso wenig Maße, Firmensitz oder einen Silberzusatz. Im Set liegen drei Kartuschen.

Hardware-Specs

Volumen
4,2 l Krugvolumen; gefilterte Menge pro Füllung von Aquaphor nicht angegeben
Kartusche
Maxfor+ (oder Maxfor+ Mg), Lebensdauer 200 l; Wechselintervall in Wochen nicht angegeben
Wechselanzeige
batterielos laut Aquaphor
Material
transparenter Kunststoff mit Glas-Optik, BPA-frei laut Aquaphor
Maße
k. A.
Testbezug
Computer Bild 05/2026: „befriedigend“, Platz 3 von 8; ETM 02/2020: Aquaphor Jasper mit Maxfor+ 86,6 % (sekundär)

Stärken

  • Computer Bild 05/2026 „befriedigend“, Platz 3 von 8
  • 4,2 l Krugvolumen, 200 l Kartuschenkapazität laut Aquaphor
  • Ersatzkartusche rund 2,0 ct/l bei voller Kapazität (5+1-Pack, 12.10.2026)
  • Drei Kartuschen im Set, Anzeige ohne Batterie

Schwächen

  • Teststreifen ab 50 % der Kapazität ohne Härtereduktion
  • Gefilterte Menge, Maße und Wechselintervall in Wochen nicht angegeben
  • Bewertungen über mindestens zwei Onyx-Angebote gepoolt; Preisverlauf kaum erfasst

Für wen geeignet

Wer viel Wasser auf Vorrat filtert, Platz im Kühlschrank hat und den niedrigen Literpreis der 200-Liter-Kartusche nutzen will.

Wer nicht zugreifen sollte

Wer eine Kanne für die Kühlschranktür sucht oder genaue Herstellerangaben zu Maßen und Durchfluss erwartet.

5

Niedrigster Kartuschen-Literpreis der Auswahl und als einzige Kanne sowohl im Warentest 2022 als auch bei Computer Bild 2026 vertreten

Amazon Basics

Wasserfilterkanne 2,3 l

GUT1,6Note
Amazon Basics Wasserfilterkanne 2,3 l — Wasserfilter
Preisbereich14,25 € (Amazon.de, Verkauf durch Amazon, 12.10.2026; Ø laut camelcamelcamel 18,11 €)

Die Amazon-Basics-Kanne ist das einzige Modell, das sowohl im Labortest der Stiftung Warentest 2022 als auch im Teststreifen-Test von Computer Bild 2026 stand. 2022 lag sie bei „ausreichend“, die Ziffer ist nur über die Notenverteilung ableitbar. 2026 kam sie auf „befriedigend“ und Platz 2, mit exakt demselben Härteverlauf wie die Aquaphor Onyx. Die Ersatzkartuschen kosteten am 12.10.2026 im 12er-Pack 29,69 Euro, rund 1,6 Cent pro Liter bei der heutigen Listing-Angabe von 150 Litern. 2022 hatte die Stiftung Warentest für die Amazon-Basics-Kartusche noch 100 Liter Anbieterkapazität notiert.

Hardware-Specs

Volumen
2,3 l gesamt, 1,25 l gefiltert pro Füllung (Stiftung Warentest 7/2022)
Kartusche
Amazon Basics Filterkartusche, laut Listing 30 Tage oder 150 l (im Warentest 2022 noch 100 l angegeben)
Wechselanzeige
k. A.
Siegel
„TÜV zertifiziert“ laut Kartuschen-Listing, ohne Zertifikatsnummer
Maße
k. A.
Testbezug
Warentest 7/2022 „ausreichend“ (Ziffer nicht belegbar); Computer Bild 05/2026 „befriedigend“, Preistipp, Platz 2

Stärken

  • Computer Bild 05/2026 „befriedigend“, Platz 2 und Preistipp
  • Kartusche im 12er-Pack rund 1,6 ct/l bei voller Listing-Kapazität
  • 14,25 € am 12.10.2026, 3,86 € unter dem Amazon-Durchschnitt
  • 17.163 Amazon-Bewertungen, 4,4 Sterne (keine Testnote)

Schwächen

  • Warentest 2022 nur „ausreichend“
  • Teststreifen ab 50 % der Kapazität ohne Härtereduktion
  • „TÜV zertifiziert“ ohne Zertifikatsnummer; Maße und Anzeige nicht dokumentiert

Für wen geeignet

Wer mit möglichst niedrigen laufenden Kosten filtern will und die Kartusche ohnehin früher wechselt, als die Packung angibt.

Wer nicht zugreifen sollte

Wer Herstellerdokumentation zu Maßen, Anzeige und Prüfnorm erwartet.

Acht Kannen im Labor, keine besser als befriedigend: was Stiftung Warentest 2022 gemessen hat

Der maßgebliche Labortest für Filterkannen in Deutschland erschien in Heft 7/2022 und ging am 22.06.2022 online. Eingekauft hat die Stiftung Warentest die Produkte von Oktober bis Dezember 2021, die Preise fragte sie im April 2022 bei den Anbietern ab. Das Testfeld bestand aus acht Filtern: sechs Originalkartuschen in der Kanne des jeweiligen Anbieters und zwei Fremdkartuschen, die in einer vom Anbieter empfohlenen Kanne liefen. Diese Kanne war in beiden Fällen die Brita Marella Cool mit 2,4 Litern.

Das Ergebnis laut Pressemitteilung: Die besseren Filter kamen „nur knapp“ auf „befriedigend“, die übrigen waren „ausreichend“. Eine Fremdkartusche enthärtete schon neu schlecht und trug Schimmelpilze ins Wasser, sie bekam „mangelhaft“. In Zahlen: zweimal „befriedigend“, fünfmal „ausreichend“, einmal „mangelhaft“. Die Einzelnoten sind auf test.de Bezahlinhalt für 4,90 Euro und wurden für diese Seite nicht eingesehen. Die Zuordnung der Noten zu den Modellen in der Tabelle stammt deshalb aus Sekundärquellen, die sie aus dem Heft wiedergeben: t-online und heidelberg24 vom Juni 2022 und Januar 2023, desired.de vom Mai 2025.

Bild Kartusche Kanne Art Kapazität laut Anbieter ct/l (SWT) gefiltert pro Füllung Müll pro Jahr* Urteil (Quelle)
– Brita Maxtra+ Marella Cool 2,4 l Original 100 l 5,0 1,40 l 2,1 kg „befriedigend“ (3,5), sekundär
– Brita Maxtra+ Style Cool 2,4 l Original 100 l 5,0 1,40 l 2,1 kg „befriedigend“ (3,5), sekundär
BWT Penguin 2,7 Liter, im Warentest 2022 mit Soft-Filtered-Water-Extra-Kartusche BWT Soft Filtered Water Extra Penguin 2,7 l Original 120 l 5,0 1,50 l 1,8 kg „ausreichend“ (4,0), sekundär
– Philips Micro X-Clean AWP2935WHT Original 100 l 6,0 1,50 l 1,9 kg „ausreichend“ (4,0), sekundär
– Pearlco Protect+ Wasserfilter Standard Original 150 l 4,4 1,20 l 1,1 kg „ausreichend“, Ziffer nicht belegbar
Amazon Basics Wasserfilterkanne 2,3 Liter Amazon Basics Filterkartusche Amazon Basics 2,3 l Original 100 l 3,4 1,25 l 1,8 kg „ausreichend“, Ziffer nicht belegbar
– Edeka Gut & Günstig Profi+ in Marella Cool Fremdkartusche 100 l 2,7 – 1,9 kg „ausreichend“, abgeleitet
– Yucona Starter Kit in Marella Cool Fremdkartusche 100 l 4,4 – 1,1 kg „mangelhaft“ (Schimmelpilze), sekundär

*Laut Stiftung Warentest aus Trockengewicht der Kartusche und Anbieterkapazität berechnet, bei 5 Litern gefiltertem Wasser pro Tag. Kapazitäten, Literpreise und Füllmengen sind frei lesbare Produktmerkmale (Preisstand 27.04.2022). Die Urteile für Pearlco, Amazon Basics und Edeka ergeben sich nur aus der verifizierten Verteilung (fünfmal „ausreichend“) und der sekundären Zuordnung von „mangelhaft“ zu Yucona; eine Ziffer ist für sie nicht belegbar.

Wie die Stiftung Warentest gewichtet hat

Die Methodik ist frei lesbar und erklärt, warum kein Filter weit nach oben kam. Die Filterfunktion zählte 55 Prozent. Geprüft wurde mit Wasser von rund 16,5 °dH, laut Warentest etwa der deutsche Durchschnitt, das zusätzlich mit Stoffen aus Leitungen und Armaturen versetzt war. Die Prüfer maßen die Filtrate nach 5, 25, 50, 75 und 100 Prozent der vom Anbieter genannten Kapazität. Die Härtereduktion bewerteten sie getrennt für die erste Hälfte (5 und 25 Prozent) und die zweite Hälfte (50, 75 und 100 Prozent). Nach jedem Durchgang kochten sie Wasser in einem Wasserkocher und erfassten den Kalk, am Ende der Kapazität den Kesselstein. Dazu kam die Reduktion von Trichlormethan, einem chlororganischen Stoff, sowie von Blei und Kupfer.

Die Einträge durch den Filter zählten 15 Prozent. Hier ging es um Silber im Filtrat und um den Verkeimungsschutz bei Fehlbedienung: Die Prüfer ließen die Kartuschen eine Woche bei Zimmertemperatur stehen, ohne sie abzukochen, filterten dann weiter und untersuchten den zehnten Liter auf Bakterien und Schimmelpilze. Die Handhabung zählte 30 Prozent, mit Sicherheitshinweisen, Gebrauchsanleitung, täglichem Gebrauch, Filterwechselanzeige und Filtrierzeit. Geprüft wurde auch, ob die Anbieter die Silberabgabe deklarieren.

Entscheidend für das Gesamtbild sind die Abwertungsregeln. War die Härtereduktion in der zweiten Hälfte der Kapazität „mangelhaft“, wurde die Filterfunktion um eine Note schlechter gesetzt. Waren die Einträge „mangelhaft“, konnte das Gesamturteil nicht besser sein. Und war der Verkeimungsschutz „mangelhaft“, konnten die Einträge nicht besser sein. Ein Filter, der in den ersten Wochen gut enthärtet, danach aber nachlässt, konnte also kein gutes Gesamturteil bekommen, egal wie gut er sich bedienen ließ.

Was die Teilnoten zeigen, soweit sie belegt sind

Für drei Kannen gibt desired.de Teilnoten wieder, sekundär und ohne Einsicht ins Heft. Die Marella Cool mit Maxtra+ bekam bei den Einträgen „gut“ (2,5) und bei der Handhabung „gut“ (2,4). Die BWT Penguin mit Soft Filtered Water Extra bekam bei der Filterfunktion „ausreichend“ (4,5), bei den Einträgen „gut“ (2,5) und bei der Handhabung „gut“ (2,3). Für Philips ist bei den Einträgen „gut“ (2,5) belegt. Das Muster: Bedienung und Einträge waren nicht das Problem. Das Problem war die Filterfunktion, die mit 55 Prozent den größten Anteil hatte.

Bei der Platzierung zählen die Sekundärquellen unterschiedlich. heidelberg24 nennt BWT und Philips gemeinsam auf Platz 3 hinter den beiden Brita-Kannen, desired.de fasst die beiden Brita-Kannen zu einem Platz zusammen und nennt BWT „Platz 2“ und Philips „Platz 3“. In der Sache widerspricht sich das nicht, es ist eine andere Zählweise bei gleichen Noten.

Bakterien in allen Kannen, Schimmel in einer

Der Keimbefund ist der Teil des Tests, der am häufigsten verkürzt zitiert wird. Belegt ist: Nach dem „Urlaubsszenario“ mit einer Woche Stillstand fand die Stiftung Warentest „in allen Kannen“ Bakterien, in einem Modell zusätzlich Schimmelpilze. Wie hoch die Keimzahlen waren, steht im Bezahlteil und ist hier nicht belegbar. Das Szenario ist bewusst eine Fehlbedienung; es zeigt, was passiert, wenn eine Kanne bei Zimmertemperatur steht und weiter benutzt wird. Wie du das im Alltag vermeidest, mit Kühlschrank, Wechselrhythmus und Reinigung, beschreibt die Anleitung zu Wechsel, Reinigung und Lagerung Schritt für Schritt.

Was der Test 2022 für heutige Kartuschen bedeutet

Zwei Einschränkungen gelten für jeden, der die Noten von 2022 auf heutige Produkte überträgt. Erstens ist die getestete Brita-Kartusche Maxtra+ inzwischen abgelöst: Brita bezeichnet sie auf brita.de als „Vorgänger der MAXTRA PRO Kartuschen“, die aktuelle Standardkartusche heißt Maxtra Pro Pure Performance. Zweitens hat Brita auch die Kannen umgestellt. Die getesteten Marella Cool und Style Cool stehen nicht mehr im deutschen Brita-Shop; dort gibt es am 12.10.2026 die Style Essential, die Style Essential XL, den Flow, eine Glaskanne und eine Karaffe. Die Marella führt Brita noch auf der österreichischen Seite.

Bei BWT ist es ähnlich: Die Penguin-Kanne aus dem Test steht nicht mehr im deutschen BWT-Shop, die Soft-Filtered-Water-Extra-Kartusche schon. Philips führt die 4-Liter-Kanne AWP2938WHT/10 auf philips.de als „Eingestellt“; welches Philips-Modell genau hinter aktuellen Amazon-Angeboten steckt, ist aus den Titeln nicht immer eindeutig. Einen neueren Labortest der Stiftung Warentest gibt es nicht. Auf eine Leserfrage vom 09.02.2026 antwortete die Stiftung nur, der Testwunsch sei registriert.

Der Vorgängertest bestätigt, dass die Befunde von 2022 kein Ausreißer waren. In test 5/2015 prüfte die Stiftung Warentest neun Filter: dreimal „befriedigend“, viermal „ausreichend“, zweimal „mangelhaft“. Acht Filter kosteten damals 10 bis 34 Euro, dazu 3 bis 10 Euro pro Monat für Wechselkartuschen. Das teuerste Modell, der EVA-Filter 700 PLC für 185 Euro, schnitt am schlechtesten ab; laut Pressemitteilung sammelten sich darin konstruktionsbedingt schnell zu viele Bakterien. Schon im Oktober 2014 hatte die Stiftung vor diesem Filter gewarnt, weil im Filtrat Dichlormethan „in deutlichen Mengen“ steckte; der Vertreiber stellte den Vertrieb ein. Welche Kannen 2015 sonst im Feld standen und welche Noten sie bekamen, ist nicht mehr belegbar, weil die alte Testseite durch den Test 2022 ersetzt wurde.

Der Hersteller Aquaphor schreibt auf seiner Website, seine Kanne sei im Warentest-Vergleich mit neun Kannen am besten bewertet worden. Weil die Modellliste von 2015 nicht mehr frei zugänglich ist, lässt sich das nicht unabhängig prüfen. 2022 war Aquaphor nicht im Testfeld, ebenso wenig Laica und Dafi.

Nach einem Viertel der Kapazität nur noch mittelhart: wie schnell die Kalkwirkung nachlässt

Der wichtigste Satz des Warentests 2022 steht frei lesbar auf der Startseite: Fast alle frischen Filter machten hartes Wasser weich, aber schon nach dem ersten Viertel der Anbieterkapazität kam nur noch mittelhartes Wasser heraus, auch beim besten Filter. Bei einer Kartusche mit 100 Litern Angabe heißt das: nach etwa 25 Litern. Bei einem Haushalt, der täglich drei bis fünf Liter filtert, sind das fünf bis acht Tage.

Was die Messwerte bei Brita bedeuten

Konkrete Prozentwerte hat der Schweizer K-Tipp im August 2022 aus dem Warentest wiedergegeben, sekundär und ohne Einsicht ins Heft: Die Brita-Kannen senkten die Härte anfangs um 80 Prozent, nach 25 Litern nur noch um 35 Prozent. Für eine vom Teeverband empfohlene Härte müsste man den Filter laut K-Tipp alle ein bis zwei Wochen tauschen; die Zahl dieses Zielwerts nennt der Artikel nicht.

Rechnet man die beiden Prozentwerte auf das Prüfwasser von 16,5 °dH um, ergibt sich folgendes Bild, als eigene Rechnung aus sekundären Werten: Mit frischer Kartusche kamen rund 3,3 °dH aus dem Filter (16,5 mal 0,2), nach 25 Litern rund 10,7 °dH (16,5 mal 0,65). Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz liegt „mittel“ zwischen 1,5 und 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter, umgerechnet etwa 8,4 bis 14 °dH. 10,7 °dH fällt genau in diesen Bereich. Die verbale Aussage der Stiftung und die Prozentwerte im K-Tipp passen damit zusammen.

Wie schnell die Enthärtung nachlässt: Härtereduktion über die KartuschenkapazitätComputer Bild 05/2026, Teststreifen (Stufen von 12,5 %); Ausgangshärte nicht veröffentlicht. Gestrichelt schwarz: Warentest-Labor 2022 laut K-Tipp (sekundär)Lidl SilvercrestAmazon Basics = Aquaphor OnyxBrita Style EssentialAarke PurifierPhilips AWP2933Warentest 2022, Brita Maxtra+ (Labor, sekundär)100 %75 %50 %25 %0 %Härtereduktion1. Durchlauf25 %50 %75 %100 %Anteil der vom Hersteller angegebenen KartuschenkapazitätSilvercrest 75 %Silvercrest 37,5 %Silvercrest 25 % bei voller KapazitätAmazon Basics / Onyx 100 %Amazon Basics / Onyx 12,5 %Brita 87,5 %Brita 25 %Brita 12,5 %Aarke 50 %Philips 50 %Warentest 2022 laut K-Tipp: 80 % neuWarentest 2022 laut K-Tipp: 35 % nach 25 LiternSilvercrest 25 %übrige 0 %Quellen: Computer Bild / BILD 05/2026 (Messtabelle frei lesbar); K-Tipp 28.08.2022 nach Stiftung Warentest 7/2022. Abgerufen am 12.10.2026.Eigene Darstellung. Linien mit gleichen Werten um bis zu 6 Pixel versetzt, damit sie sichtbar bleiben; Silberthal und mySodapop nicht abgebildet.
Bei der Hälfte der Kapazität lagen fünf von acht Kannen auf dem Teststreifen bei höchstens 12,5 Prozent Härtereduktion. Nur die Lidl-Kanne zeigte bis zum Ende eine Restwirkung.

Warum die Literangabe auf der Packung so weit entfernt ist

Ein Ionenaustauscher hat eine begrenzte Austauschkapazität: Er bindet Calcium und Magnesium und gibt dafür Wasserstoff ab, bis seine Plätze belegt sind. Laut Stiftung Warentest wird das Wasser dabei anfangs weicher, saurer und mineralärmer. Je mehr Calcium und Magnesium pro Liter ankommt, desto schneller ist der Austauscher erschöpft. Konsument, das Magazin des österreichischen VKI, beschreibt dasselbe: Die Kapazität sinkt im Gebrauch, und viele Wechselanzeigen messen nur die Zeit oder zählen, wie oft der Deckel geöffnet wurde.

Das erklärt einen Teil der Lücke zwischen Packung und Labor. Brita gibt für die Maxtra Pro Pure Performance „4 Wochen oder bis zu 150 Liter“ an und schreibt in einer Fußnote, die Kalkreduktion sei nach DIN EN 17093:2018 mit 11 °dH für bis zu 120 Liter getestet; auf der österreichischen Brita-Seite stehen dafür 150 Liter. Die Stiftung Warentest prüfte mit 16,5 °dH, also mit eineinhalbmal so hartem Wasser. Wenn die Austauschkapazität proportional zur Härte aufgebraucht würde, was eine vereinfachende Annahme ist, entsprächen 120 Liter bei 11 °dH rund 80 Litern bei 16,5 °dH. Welche Restwirkung die Norm bei 120 Litern noch verlangt, lässt sich nicht sagen: Der Normtext ist kostenpflichtig, die Prüfgrenzwerte sind nicht frei einsehbar.

BWT legt seine Kapazitätsangaben an eine Härte: Die Magnesium-Kartusche ist für 120 Liter bei 15 bis 18 °d ausgelegt. Bei der Soft-Filtered-Water-Extra-Kartusche widersprechen sich die Herstellerseiten: Die Produktseite nennt 120 Liter bei 12 bis 14 °d Karbonathärte, die FAQ-Tabelle 120 Liter bei 15 bis 18 °d. Aquaphor nennt für die Maxfor+ 200 Liter ohne Härtebezug.

Dasselbe Muster in jeder Prüfung seit 2015

Der Leistungsabfall ist kein Einzelbefund. Die folgende Übersicht stellt alle frei belegbaren Aussagen dazu nebeneinander:

  • Stiftung Warentest 5/2015: Wirklich weiches Wasser schafften nur drei von neun Filtern verlässlich, und nur im ersten Viertel der Kapazität.
  • Stiftung Warentest 7/2022: Nach dem ersten Viertel nur noch mittelhartes Wasser, auch beim besten Filter.
  • Konsument (VKI), ohne Datum, mit Bezug auf einen Warentest: Kein Filter senkte über die ganze Nutzungsdauer 17 auf 10 °dH.
  • SRF Ratgeber, April 2021: Die Entkalkung sei spätestens nach der halben Lebensdauer ungenügend, als Zusammenfassung verschiedener Testinstitute ohne eigenen Test.
  • Kaffeemacher, Oktober 2022: Messung nur über 21 Liter, also im Anfangsbereich der Kartuschen; Brita und Aarke „in einem guten Bereich“, BWT „nicht so effektiv“.
  • Computer Bild, Mai 2026: Bei 50 Prozent der Kapazität zeigten fünf von acht Kannen höchstens 12,5 Prozent Reduktion, bei 100 Prozent sechs von acht keine.
  • ARD-Marktcheck, August 2026: Neue Kartuschen enthärteten „sehr effektiv“, bei halber Kapazität filterten sie in der Stichprobe „deutlich schwächer“.

Sieben Quellen mit unterschiedlicher Methode, vom Labor bis zum Teststreifen, kommen zum selben Ergebnis. Die Herstellerkapazität beschreibt, wie lange eine Kartusche Wasser durchlässt und Geschmacksstoffe bindet. Für die Enthärtung ist sie in keinem dieser Tests ein realistischer Maßstab.

Was das für die Wahl der Kanne heißt

Für die Kaufentscheidung folgt daraus zweierlei. Erstens sind die Unterschiede zwischen den Kannen bei der Enthärtung kleiner als der Unterschied zwischen einer frischen und einer halb verbrauchten Kartusche. Eine Kanne, die neu 100 Prozent schafft, aber nach einem Viertel nur noch 12,5, ist für Tee- oder Kaffeewasser nach wenigen Tagen nicht besser als eine, die mit 75 Prozent startet und 25 Prozent hält. Zweitens hängt der Nutzen stärker vom Wechselrhythmus ab als vom Modell. Wer weiches Wasser will, muss früher wechseln, als die Anzeige verlangt, und das verändert die Kostenrechnung weiter unten erheblich.

Brita und BWT sehen das anders. Im ARD-Marktcheck sagte Brita, „diese partielle Eliminierung ist absolut ausreichend“; BWT erklärte, es müsse nur ein Teil der Härte reduziert werden. Für den Wasserkocher kann das stimmen, weil schon eine teilweise Enthärtung weniger Kesselstein bedeutet. Für Kaffee mit Zielwerten von 2 bis 3 °dH, wie sie Kaffeemacher nennt, reicht eine teilweise Enthärtung bei hartem Leitungswasser nicht.

SWR-Marktcheck und Computer Bild 2026: was die neueren Prüfungen zeigen – und was nicht

Seit dem Warentest 2022 sind zwei neue Prüfungen erschienen, die in den Suchergebnissen weit oben stehen. Beide liefern Befunde, die es vorher nicht gab, und beide haben Grenzen, die man kennen muss, bevor man sie wie einen Labortest mit Notenschema liest.

ARD-Marktcheck vom August 2026: Laborstichprobe mit vier Kannen

Der SWR hat für die Sendung ARD Marktcheck am 27.08.2026 einen Beitrag über Tischwasserfilter gezeigt, der Begleitartikel erschien am 28.08.2026. Geprüft wurden vier Kannen, jeweils als einzelne Stichprobe: eine Brita-Kanne für „rund 26 Euro“, eine BWT-Kanne für „rund 25 Euro“, die Lidl-Kanne Silvercrest für „knapp 10 Euro“ und die Acala Taro für „fast 75 Euro“. Welche Brita- und welche BWT-Kanne es genau war, nennt der Text nicht; Modell- und Artikelnummern fehlen.

Die Analytik lief in zwei Laboren. Das Fraunhofer IGB in Stuttgart prüfte Schwermetalle, darunter Blei, Kupfer und Nickel, sowie Keime. Das Hydrologie-Labor der Universität Freiburg maß Kalk und Härte, anonymisiert. Für Gegenproben zog der SWR jeweils ein weiteres Labor hinzu, dessen Name nicht genannt wird.

Bild Kanne (wie im SWR-Text) Preis laut SWR Schwermetalle Härte neu / bei halber Kapazität Keime Nitrit
– Brita, Modell nicht genannt rund 26 € im grünen Bereich für alle: neu „sehr effektiv“, halb „deutlich schwächer“ ohne Auffälligkeiten kein Befund genannt
– BWT, Modell nicht genannt rund 25 € im grünen Bereich wie oben ohne Auffälligkeiten kein Befund genannt
– Lidl Silvercrest knapp 10 € im grünen Bereich wie oben ohne Auffälligkeiten kein Befund genannt
– Acala Taro fast 75 € im grünen Bereich wie oben Gesamtkeimzahl und coliforme Bakterien „roter Bereich“, in zweiter Kartusche erneut rote Gesamtkeimzahl 1 von 2 Proben über Grenzwert

Die Befunde im Einzelnen, so wie der SWR sie beschreibt: Leitungswasser und alle vier Filtrate lagen bei den Schwermetallen „im grünen Bereich“. Im Ausgangswasser fanden sich nur geringe Spuren, etwa von Zink und Kupfer, weit unter den Grenzwerten, und die Filter reduzierten sie weiter. Das Ausgangswasser war „mittelhart“. Neue Kartuschen enthärteten es „sehr effektiv“, bei halber Filterkapazität filterten sie „deutlich schwächer“. Härtewerte in °dH veröffentlichte der SWR nicht.

Bei der Acala-Kartusche überschritt die Probe bei halber Kapazität den Nitrit-Grenzwert „von 0,5“; die Einheit nennt der Text nicht, die Trinkwasserverordnung setzt 0,50 mg/l. Eine Gegenprobe mit neuer Acala-Kartusche in einem zweiten Labor lag „im grünen Bereich“. Bei den Keimen waren die Kartuschen nur wenige Tage im Einsatz und wurden gekühlt gelagert. Leitungswasser, Brita, BWT und Lidl waren unauffällig. Bei Acala lagen Gesamtkeimzahl und coliforme Bakterien im „roten Bereich“, und die Wiederholung mit einer weiteren Kartusche in einem zusätzlichen Labor zeigte erneut rote Gesamtkeimzahlen. KBE-Werte veröffentlichte der SWR nicht. Acala hat auf die Anfrage der Redaktion nicht geantwortet. Die Redaktion vermutet einen Zusammenhang mit der langen Durchlaufzeit von teils mehr als 30 Minuten; belegt ist das nicht.

Zur Hygiene gibt der SWR die Herstelleranweisungen wieder: Bei BWT Wechsel alle vier Wochen und die Kartusche wöchentlich drei Minuten auskochen, bei Brita und Lidl das Filtrat kühl lagern und binnen 24 Stunden verbrauchen, bei Acala mindestens zwei Liter pro Tag filtern. Beim wöchentlichen Auskochen gibt es einen Widerspruch zur Herstellerseite: Auf bwt.com ist diese Empfehlung nur für die AQUAlizer Station belegt, nicht für die Kannen.

Was der Marktcheck trägt: Die vier Kannen reduzierten Schwermetalle, und drei von vier waren nach wenigen Tagen gekühlter Nutzung hygienisch unauffällig. Bei Acala gab es in zwei unabhängigen Kartuschen hohe Keimzahlen. Was er nicht trägt: eine Rangfolge, eine Note, eine Aussage über den Verlauf über die volle Kapazität und eine Übertragung auf konkrete Modellnummern. Es ist eine Stichprobe mit einer Kanne pro Marke, bei Acala zwei Kartuschen. Der Hydrologe Jens Lange von der Universität Freiburg hält Filter laut SWR bei sehr hartem Wasser sowie für Tee und Kaffeemaschine für sinnvoll; für die meisten Haushalte seien sie „in der Regel“ nicht nötig.

Computer Bild und BILD vom Mai 2026: acht Kannen mit Teststreifen

Am 15.05.2026 erschien im BILD Kaufberater ein Wasserfilter-Test, am 21.05.2026 dieselbe Auswertung als Bestenliste bei Computer Bild. Autorin, Testfeld, Noten und Messtabelle sind identisch; es ist ein Test, nicht zwei. Gemessen hat die Autorin selbst, ohne Labor: die Härte mit Wasserhärte-Teststreifen nach dem ersten Durchlauf und nach 25, 50, 75 und 100 Prozent der Herstellerkapazität, dazu die Durchlaufzeit pro Liter, Ausstattung, Bedienung, Reinigung und Kosten pro Liter. Ausdrücklich nicht geprüft wurden Schwermetalle, Mikroplastik, Keime und Silber. Die Ausgangshärte des Leitungswassers nennt der Test nicht.

Bild Platz Modell (wie genannt) Note Härtereduktion 1. Durchlauf / 25 / 50 / 75 / 100 % Kapazität €/l laut BILD
– 1 Lidl Silvercrest Wasserfilter befriedigend 75 / 37,5 / 25 / 25 / 25 150 l 0,02
Amazon Basics Wasserfilterkanne, bei Computer Bild 2026 Platz 2 2 Amazon Basics Wasserfilter befriedigend 100 / 12,5 / 0 / 0 / 0 150 l 0,03
Aquaphor Onyx 4,2 Liter, bei Computer Bild 2026 Platz 3 3 Aquaphor Onyx 4,2 l befriedigend 100 / 12,5 / 0 / 0 / 0 200 l 0,02
– 4 mySodapop Selina ausreichend 87,5 / 25 / 25 / 0 / 0 150 l 0,03
BRITA Style Essential mit Maxtra Pro Pure Performance, bei Computer Bild 2026 Platz 5 5 Brita Style Essential mit Maxtra Pro Pure Performance ausreichend 87,5 / 25 / 12,5 / 0 / 0 150 l 0,05
Silberthal Glaskaraffe 2,7 Liter 6 Silberthal (Glas) ausreichend 12,5 / 12,5 / 12,5 / 12,5 / 12,5 160 l 0,04
Aarke Purifier aus Glas und Edelstahl 7 Aarke Purifier (Glas/Edelstahl, Granulat) ausreichend 100 / 50 / 37,5 / 37,5 / 0 120 l 0,06
– 8 Philips AWP2933WHT/31 ausreichend 50 / 25 / 12,5 / 12,5 / 0 150 l 0,02

Die Härtewerte stehen bei BILD ohne Einheit. Laut Text sind es Prozent der Reduktion; bei Silvercrest heißt es etwa, die Härte sinke „um rund ein Viertel“, was dem Wert 25 entspricht. Die Stufen von 12,5 Prozent spiegeln vermutlich die Auflösung der Teststreifen wider; das ist eine Lesart dieser Seite, BILD erklärt es nicht. Durchlaufzeiten veröffentlichte der Test nur für die Extreme: Silvercrest war mit 92 Sekunden pro Liter am schnellsten, der Aarke Purifier mit 538 Sekunden am langsamsten.

Vier Befunde aus diesem Test sind für die Auswahl auf dieser Seite wichtig:

  • Kein Modell kam über „befriedigend“. Damit bestätigt der Test von 2026 mit anderer Methode die Obergrenze des Warentests von 2022.
  • Die Brita Style Essential lag nur bei „ausreichend“. Gemessen wurde mit der mitgelieferten Pure-Performance-Kartusche. Die Variante Extra Kalkschutz, für die Brita „50 Prozent besser“ als Pure Performance angibt, hat BILD laut eigenem Text nicht gemessen.
  • Amazon Basics und Aquaphor Onyx hatten exakt denselben Verlauf. Beide starteten mit 100 Prozent und lagen ab der Hälfte der Kapazität bei null. Ihr „befriedigend“ verdanken sie in diesem Test nicht der Ausdauer.
  • BWT war nicht im Feld. Für die BWT-Kannen gibt es aus 2026 nur die hygienische Stichprobe des SWR, keinen Härteverlauf.

Die verbalen Noten nennt BILD im Text. Im Quellcode der BILD-Seite stehen zusätzlich Bewertungswerte auf einer Skala von 1 bis 5, bei der 5 die beste ist. Das ist keine Schulnote, und weil BILD sie nicht als Testnote ausweist, verwendet diese Seite sie nicht. Auch die Preise in den Händler-Widgets beider Seiten sind tagesaktuelle Angebote, keine Testdaten; als Teststand nennt Computer Bild „unter 20 Euro“ für Silvercrest und „unter 15 Euro“ für Amazon Basics im Mai 2026.

Laut BILD-Tabelle nimmt die Silvercrest-Kanne neben den eigenen Kartuschen auch solche von LIVARNO home, K-Classic und Brita Maxtra Pro, die Philips-Kanne Brita Maxtra, Maxtra+ und PerfectFit. Der Aarke Purifier nimmt keine Fremdkartuschen. Wer das Kartuschensystem einer Kanne vor dem Kauf prüfen will, findet die Passformen und Preise im Vergleich der Ersatzkartuschen anderer Anbieter im Preis- und Siegelcheck.

Was der Test trägt: eine Rangfolge für Ausdauer der Enthärtung und Durchlaufzeit unter gleichen Bedingungen, mit acht aktuellen Kannen. Was er nicht trägt: Gesundheits-, Keim- und Schadstoffaussagen, absolute Härtewerte und einen Vergleich mit den Noten der Stiftung Warentest. Teststreifen sind gröber als ein Labor, und eine Ausgangshärte fehlt.

ETM Testmagazin 02/2020 und Kaffeemacher 10/2022: zwei kleinere Prüfungen

ETM Testmagazin veröffentlichte am 30.01.2020 „4 Tischwasserfilter im Vergleichstest“, Heft 02/2020. Das Testfeld ist auf der ETM-Seite frei lesbar: Aquaphor Jasper, BRITA Marella graphit, Lotus Vita und der PearlCo Glas-Wasserfilter mit classic-Kartuschen. Die Prozentwerte stehen nicht auf der freien Seite; ETM verschickt das Heft nur gegen eine E-Mail-Adresse, was für diese Seite nicht genutzt wurde. Die Werte unten stammen aus der Zusammenfassung von testsieger.de und sind sekundär.

Bild Modell Kartusche Ergebnis (sekundär) Kritik laut Zusammenfassung
– BRITA Marella graphit Maxtra+ 90,6 %, Testsieger Abnahme der Filterleistung
– PearlCo Glas-Wasserfilter classic 88,4 % Abnahme der Filterleistung; laut testsieger.de nicht mehr verfügbar
– Aquaphor Jasper 2,8 l Maxfor+ 86,6 %, Preis-Leistungs-Sieger geringere Filterleistung
– Lotus Vita k. A. 80,5 % durchwachsene Filterwirksamkeit, teure Kartuschen

Die freie ETM-Seite sagt zur Methode nur, man habe über Wochen geprüft, welches Modell „am wirksamsten“ und „ausdauerndsten“ sei. Messgrößen und Labor nennt sie nicht. Die Prozentwerte klingen deutlich freundlicher als die Warentest-Urteile; ob ETM gemessen oder geschätzt hat, ist nicht belegbar. Diese Seite nutzt den Test deshalb nur als Randnotiz: Er bestätigt, dass Brita und PearlCo über die Zeit nachließen, und er ist der einzige Test, in dem eine Aquaphor-Kanne mit der Maxfor+-Kartusche vorkommt, die auch in der Onyx steckt.

Kaffeemacher hat am 01.10.2022 Tischwasserfilter für Kaffee gemessen: BWT, Brita, Lotus Vita, LARQ, Aarke, Yucona und Peak, ohne Modellnamen. Nach Herstelleranweisung vorbereitet, liefen 1, 5, 5 und 10 Liter durch, insgesamt 21 Liter. Nach jeder Stufe bestimmte Kaffeemacher die Härte per Titriertropfen und die Leitfähigkeit. Das Rohwasser hatte 13 °dH Gesamthärte und 10 °dH Alkalinität. Brita und Aarke lagen „in einem guten Bereich“, BWT war „nicht so effektiv“ und hätte eine zweite Filterung gebraucht, Yucona kam erst nach zwei bis drei Durchgängen ans Ziel. Lotus Vita und LARQ senkten zwar die Gesamthärte, aber kaum die Alkalinität, und eignen sich damit laut Kaffeemacher nicht für Kaffee. Kaffeemacher verkauft selbst Wasserfilter-Zubehör und Testkits; das gehört zur Einordnung.

Weitere Tests, deren Ergebnisse nicht frei sind

Zwei weitere Prüfungen tauchen in Recherchen auf, liefern aber keine frei lesbaren Modellergebnisse. Konsument hat im November 2022 fünf Fabrikate im Labor geprüft, Amazon Basics, Brita Maxtra+, BWT Soft Filtered Water Extra, Pearlco Protect+ und Yucona, offenbar als Partnertest zum Warentest; frei lesbar ist nur, dass der Testsieger eine durchschnittliche Bewertung schaffte und das schlechteste Produkt Schimmelpilze ins Filtrat trug. Die britische Verbraucherorganisation Which? hat im April 2025 zehn Kannen getestet, darunter eine Brita Marella und eine Aquaphor-Kanne, mit Härte-Teststreifen, Geschmackspanel und Handling; welche Modelle Best Buys wurden, steht hinter der Bezahlschranke. Beide Tests fließen deshalb nicht in die Bewertung dieser Seite ein.

Für Kannen von dm, Rossmann, Kaufland oder Action fand sich in keinem der ausgewerteten Tests ein Messwert. Handelsmarken mit Testbezug sind nur Lidl Silvercrest (Computer Bild 2026, ARD-Marktcheck 2026), Edeka Gut & Günstig als Fremdkartusche (Warentest 2022) und Amazon Basics (Warentest 2022, Computer Bild 2026).

Fünf Kannen im Datenblatt: Fassungsvermögen, Filtermenge, Kartuschenkapazität, Literpreis

Aus den Tests ergibt sich keine Kanne, die alles kann. Die Auswahl folgt deshalb drei Regeln: Die Kanne oder ihr Kartuschensystem kommt in mindestens einer der Prüfungen oben vor; sie war am 12.10.2026 bei Amazon.de durch Amazon selbst lieferbar; und die wichtigsten Daten lassen sich beim Hersteller oder in einem Test belegen. Fehlende Angaben stehen als „k. A.“ in der Tabelle, sie wurden nicht geschätzt.

Bild Kanne Gesamt / gefiltert Kartusche Kapazität laut Hersteller Anzeige Preis 12.10.2026 Ersatzkartusche pro Liter*
BRITA Style Essential mit drei Kartuschen BRITA Style Essential + 3 PP 2,4 / 1,4 l Maxtra Pro Pure Performance 4 Wochen oder 150 l Smart Light: Zeit und Menge 34,99 € rund 3,3 ct
BRITA Marella XL 3,5 Liter BRITA Marella XL + 1 PP 3,5 / 2,0 l Maxtra Pro Pure Performance 4 Wochen oder 150 l Memo: Zeit 24,41 € rund 3,3 ct
BWT Vida 2,6 Liter in Petrol BWT Vida 2,6 l + 1 Mg 2,6 / 1,4 l Magnesium Mineralized Water 4 Wochen, 120 l bei 15–18 °d manuell (Datum) 15,29 € rund 4,0 ct
Aquaphor Onyx 4,2 Liter in Schwarz Aquaphor Onyx + 3 Maxfor+ 4,2 l / k. A. Maxfor+ 200 l, Wochen k. A. batterielos 27,00 € rund 2,0 ct
Amazon Basics Filterkanne 2,3 Liter Amazon Basics 2,3 l 2,3 / 1,25 l Amazon Basics 30 Tage oder 150 l (Listing) k. A. 14,25 € rund 1,6 ct
Philips Filterkanne 2,6 Liter mit Micro-X-Clean-Kartuschen Philips Filterkanne 2,6 l + 6 Micro X-Clean 2,6 l / k. A. Micro X-Clean 1 Monat, Liter k. A. elektronisch 26,99 € k. A.
Laica Stream Line mit Bi-Flux-Kartuschen Laica Stream Line + 6 Bi-Flux 2,3 / 1,2 l bi-flux 150 l, Wochen k. A. manuell 44,64 € rund 3,3 ct
BRITA Flow Wasserspender mit Zapfhahn BRITA Flow (Tank) 8,2 / 5,2 l Maxtra Pro Pure Performance 4 Wochen oder 150 l Memo: Zeit 44,49 € rund 3,3 ct
– Lidl Silvercrest k. A. Silvercrest 150 l laut BILD k. A. nicht bei Amazon 0,02 € laut BILD
– Acala Taro k. A. AcalaQuell k. A. k. A. nicht bei Amazon k. A.

*Eigene Rechnung: Preis der Ersatzkartusche im günstigsten bei Amazon gelisteten Pack am 12.10.2026, geteilt durch die Herstellerkapazität. Brita Pure Performance 6er 29,56 € (Verkauf durch avantrado.shop), BWT Magnesium 6er 28,99 €, Aquaphor Maxfor+ 5+1 23,99 € (Verkauf durch Aquintos), Amazon Basics 12er 29,69 €, Laica Bi-Flux 3+1 19,99 € (Verkauf durch Svantini). Für Philips nennen die Datenblätter nur „1 Monat“, keine Literzahl. Die Volumenangabe der Philips-Kanne stammt aus dem Amazon-Titel; welches Modell es genau ist, nennt das Angebot nicht eindeutig.

Pick 1: BRITA Style Essential, die Kanne mit der breitesten Beleglage

Die Style Essential ist am 12.10.2026 die Brita-Standardkanne im deutschen Shop, dort für 29,99 Euro mit einer Kartusche; parallel lief laut Shop bis 01.11.2026 eine Rabattaktion auf Tischwasserfilter. Sie fasst 2,4 Liter, davon 1,4 Liter gefiltertes Wasser, misst 23,9 × 27,3 × 10,5 Zentimeter und passt laut Brita in die übliche Kühlschranktür. Die Smart-Light-Anzeige im Deckel zählt die Zeit und die gefilterte Menge und meldet den Wechsel, was sie von reinen Wochen-Timern unterscheidet.

Für die Kanne selbst gibt es genau einen Test, und der ist nicht gut: Computer Bild gab ihr im Mai 2026 „ausreichend“, Platz 5 von 8. Der Teststreifen zeigte nach dem ersten Durchlauf 87,5 Prozent Härtereduktion, nach einem Viertel der Kapazität 25, bei der Hälfte 12,5 und ab drei Vierteln nichts mehr. Dazu kam der höchste Literpreis im Feld nach dem Aarke. Wer nur diesen Test liest, würde die Style Essential nicht auf Platz 1 setzen.

Sie steht trotzdem vorn, weil der Kauf einer Kanne vor allem die Entscheidung für ein Kartuschensystem ist und das Brita-System am breitesten geprüft ist. Im Labortest der Stiftung Warentest 2022 gingen beide „befriedigend“-Urteile an die Brita-Kartusche Maxtra+, in zwei verschiedenen Brita-Kannen, laut Sekundärquellen jeweils mit 3,5. Im ARD-Marktcheck 2026 war die Brita-Probe hygienisch unauffällig. ETM sah 2020 eine Brita-Kanne vorn, Kaffeemacher 2022 die Brita-Kartusche „in einem guten Bereich“. Brita nennt für die Kalkreduktion der aktuellen Kartusche einen Prüfwert nach der geltenden Norm DIN EN 17093:2018, während BWT sich noch auf die ersetzte DIN 10521 beruft, und betreibt nach eigener Angabe ein Rücknahmeprogramm für leere Kartuschen.

Bei Amazon kostete das Set mit drei Kartuschen am 12.10.2026 34,99 Euro. Der Durchschnitt laut camelcamelcamel liegt bei 35,93 Euro, der Tiefstpreis bei 31,81 Euro am 03.07.2026. Der angezeigte Vergleichspreis von 38,99 Euro entspricht dem höchsten erfassten Amazon-Preis vom Juli 2025 und ist keine Ersparnis. Die 4,6 Sterne aus 8.230 Bewertungen sind mit Vorsicht zu lesen: Ein anderes Style-Essential-Set zeigte am selben Tag dieselben 11.723 Bewertungen wie ein Marella-Set, Amazon fasst Brita-Bewertungen offenbar über Varianten zusammen.

Pick 2: BRITA Marella XL, das größere Volumen im selben System

Die Marella XL fasst 3,5 Liter, davon 2,0 Liter gefiltert, und ist damit die Brita-Kanne für Haushalte, die nicht mehrmals täglich nachfüllen wollen. Sie nimmt dieselben Maxtra-Pro-Kartuschen wie die Style Essential. Ihre direkte Vorgängerin mit 2,4 Litern, die Marella Cool, ist die Kanne, in der die Stiftung Warentest 2022 drei der acht Kartuschen geprüft hat: die Brita-Originalkartusche und die beiden Fremdkartuschen. Mit Maxtra+ bekam sie laut Sekundärquellen „befriedigend“ (3,5), mit „gut“ bei Einträgen und Handhabung.

Die XL selbst hat keinen eigenen Test. Die Wechselanzeige ist die einfachere Memo-Variante, die nur die Zeit zählt. In die Spülmaschine darf laut brita.at alles außer dem Deckel. Im deutschen Brita-Shop ist die Marella am 12.10.2026 nicht mehr gelistet, der Handel führt sie weiter. Preislich war der Abrufzeitpunkt ungünstig: 24,41 Euro lagen 4,43 Euro über dem Amazon-Durchschnitt von 19,98 Euro, der Tiefstpreis im Januar 2026 betrug 16,89 Euro. Wer nicht sofort kaufen muss, sollte den Preisverlauf beobachten.

Pick 3: BWT Vida, das günstigste Gegenmodell

BWT verfolgt mit der Magnesium-Kartusche einen anderen Ansatz als Brita: Sie gibt laut BWT 25 bis 30 mg/l Magnesium ins Wasser ab, der pH-Wert des Filtrats liegt laut Herstellerangabe bei 6,3 bis 7,0. Die Vida ist die Einstiegskanne dafür, 2,6 Liter gesamt, 1,4 Liter gefiltert, laut BWT komplett spülmaschinengeeignet. Die Kanne besteht laut BWT-FAQ aus SAN und ABS, die Kartusche aus PP und PPS; BWT nennt beides BPA-frei und ohne Weichmacher. Die Kannen werden laut BWT in Italien gefertigt, die Kartuschen in Mondsee.

Ein aktueller Härtetest der Vida fehlt. Im Warentest 2022 stand die ältere Penguin-Kanne mit der Kartusche Soft Filtered Water Extra; das Urteil lautete laut desired.de „ausreichend“ (4,0), bei der Filterfunktion 4,5. Kaffeemacher fand BWT 2022 „nicht so effektiv“. Im ARD-Marktcheck 2026 war die BWT-Probe hygienisch unauffällig, zur Härte nannte der SWR keine markenbezogenen Werte. Bei Computer Bild fehlte BWT.

Dafür war der Preis am 12.10.2026 der niedrigste, den camelcamelcamel für dieses Angebot erfasst hat: 15,29 Euro, gegenüber einem Durchschnitt von 18,03 Euro und dem Listenpreis von 19,90 Euro im BWT-Shop. Die Bewertungszahl von 1.090 teilt sich die Vida mit einer BWT-Life-Kanne, auch hier sind die Bewertungen gepoolt. Wie sich die beiden Kartuschen-Philosophien im Detail unterscheiden, vom Magnesium bis zum Umgang mit leeren Kartuschen, steht im Markenduell zwischen Brita und BWT.

Pick 4: Aquaphor Onyx, das größte Volumen mit 200-Liter-Kartusche

Die Onyx fasst laut Aquaphor 4,2 Liter und ist damit die größte Kanne dieser Auswahl, ohne Tank-Bauweise. Die Maxfor+-Kartusche hat laut Hersteller eine Lebensdauer von 200 Litern, ein Wechselintervall in Wochen nennt Aquaphor nicht. Die Kanne ist aus transparentem Kunststoff mit Glas-Optik und laut Aquaphor BPA-frei; die Wechselanzeige arbeitet ohne Batterie.

Bei Computer Bild kam die Onyx auf „befriedigend“ und Platz 3, mit exakt demselben Härteverlauf wie die Amazon-Basics-Kanne: 100 Prozent nach dem ersten Durchlauf, 12,5 Prozent nach einem Viertel, danach null. Den Literpreis gab Computer Bild mit 0,02 Euro an, die Rechnung dieser Seite kommt mit dem 5+1-Pack vom 12.10.2026 auf rund 2,0 Cent bei voller Kapazität. Die Maxfor+-Kartusche kam außerdem bei ETM 2020 in der Aquaphor Jasper vor, mit 86,6 Prozent und dem Hinweis auf geringere Filterleistung, sekundär. Bei der Stiftung Warentest war Aquaphor 2022 nicht im Feld.

Die Onyx hat die dünnste Herstellerdokumentation der fünf Picks: keine gefilterte Menge pro Füllung, keine Maße, kein Wechselintervall in Wochen, kein Firmensitz und keine Angabe zu Silber auf der deutschen Aquaphor-Seite. Einen Preisverlauf hat camelcamelcamel für dieses Angebot kaum erfasst, den letzten Wert im Mai 2022 mit 29,95 Euro. Die 5.290 Bewertungen zeigen zwei verschiedene Onyx-Angebote gleichermaßen.

Pick 5: Amazon Basics 2,3 l, der niedrigste Literpreis

Die Amazon-Basics-Kanne ist die einzige, die in beiden großen Prüfungen stand. Im Warentest 2022 lag sie bei „ausreichend“, eine Ziffer ist nicht belegbar. Bei Computer Bild 2026 kam sie auf „befriedigend“, Platz 2 und den Titel Preistipp. Laut Warentest-Produktmerkmalen fasst sie 2,3 Liter und filtert pro Füllung 1,25 Liter.

Auffällig ist die Kapazitätsangabe der Kartusche. 2022 notierte die Stiftung Warentest für die Amazon-Basics-Kartusche 100 Liter Anbieterkapazität, das Amazon-Listing der Kartuschen nennt am 12.10.2026 „30 Tage oder 150 Liter“. Ob es sich um eine geänderte Kartusche oder nur um eine geänderte Angabe handelt, ist nicht dokumentiert. Bei Computer Bild war die Härtereduktion bei der Hälfte dieser 150 Liter auf null gesunken. Das Kartuschen-Listing wirbt mit „TÜV zertifiziert“, nennt aber keine Zertifikatsnummer, und als Hersteller ist schlicht „Amazon“ angegeben.

Die Ersatzkartuschen kosteten am 12.10.2026 im 12er-Pack 29,69 Euro, rund 2,47 Euro pro Stück und 1,6 Cent pro Liter bei 150 Litern. Laut camelcamelcamel lag der Pack-Durchschnitt bei 40,01 Euro, der Tiefstpreis bei 25,19 Euro im September 2026. Die Kanne selbst kostete 14,25 Euro, 3,86 Euro unter ihrem Durchschnitt; im Juli 2026 gab es sie für 8,78 Euro. Ob Brita-Kartuschen in die Amazon-Basics-Kanne passen, steht in keiner geprüften Herstellerquelle.

Was nur im Text steht und warum

Lidl Silvercrest: die Siegerin bei Computer Bild 2026 und hygienisch unauffällig im ARD-Marktcheck. Sie hatte die flachste Härtekurve und die kürzeste Durchlaufzeit. Am 12.10.2026 war sie bei Amazon nicht gelistet, Herstellerdaten zu Maßen und Füllmenge liegen nicht vor. Wer sie im Lidl-Sortiment findet, hat nach Testlage keine schlechtere Wahl als die Picks, nur eine mit weniger Dokumentation.

Acala Taro: fast 75 Euro laut SWR und die einzige Kanne einer neueren Prüfung mit Keim- und Nitrit-Auffälligkeiten. Ob die Taro eine Glaskanne ist, sagt der SWR-Text nicht. Ohne Herstellerantwort und ohne zweiten Test gibt es für diese Seite keinen Grund, sie zu empfehlen.

Philips: Die Micro-X-Clean-Kartusche bekam im Warentest 2022 in der Kanne AWP2935WHT „ausreichend“ (4,0), die Kanne AWP2933WHT/31 bei Computer Bild 2026 „ausreichend“ auf dem letzten Platz. Philips gibt in den Datenblättern einen Durchfluss von 0,3 Litern pro Minute an, aber keine Literkapazität der Kartusche. Das Angebot B0C4Q4DJM4 kostete am 12.10.2026 26,99 Euro, gleichauf mit dem Amazon-Tiefstpreis. Die 4-Liter-Kanne AWP2938WHT/10 führt philips.de als eingestellt.

Laica Stream Line: 2,3 Liter, 1,2 Liter gefiltert, 0,6 Kilogramm Leergewicht, Bi-Flux-Kartusche mit 150 Litern; Laica gehört laut Website-Footer zur Strix Group. In keinem der ausgewerteten Tests kommt eine Laica-Kanne vor. Das Set mit sechs Kartuschen kostete 44,64 Euro, verkauft von einem Drittanbieter.

Waterdrop PT-07B Lucid: 3,5 Liter, 22,99 Euro, 4,6 Sterne aus 16.395 Bewertungen. Der Amazon-Titel wirbt mit „NSF Certified“; ein NSF-Listing wurde für diese Seite nicht geprüft, und Waterdrop kommt in keinem der ausgewerteten Tests vor.

BRITA Flow: ein Tank mit Zapfhahn, 8,2 Liter gesamt, 5,2 Liter gefiltert, 30,4 × 22 × 21,4 Zentimeter, laut Brita nicht spülmaschinengeeignet. Er nimmt dieselben Kartuschen wie die Brita-Kannen und war am 12.10.2026 für 44,49 Euro bei einem Drittanbieter gelistet. Einen Test gibt es nicht.

Glaskannen von Brita, Aquaphor, Silberthal oder Aarke behandelt der eigene Vergleich der Filterkannen aus Glas, mit Gewicht, Materialien und den Kunststoffteilen, die auch dort mit dem Wasser in Kontakt kommen.

2,7 bis 6 Cent pro Liter: was gefiltertes Wasser im Jahr kostet

Die Stiftung Warentest hat 2022 für die acht Kartuschen Literpreise zwischen 2,7 Cent (Edeka) und 6,0 Cent (Philips) berechnet, jeweils nur für die Kartusche und mit der vollen Anbieterkapazität. Brita und BWT lagen bei 5,0 Cent, Amazon Basics bei 3,4 Cent. Leitungswasser kostet laut Umweltbundesamt rund 0,2 Cent pro Liter; für einen Cent bekommt man etwa fünf Liter.

Öko-Test nennt in einem Ratgeber rund 15 Cent pro Liter gefiltertes Wasser, inklusive Anschaffung und Wechsel. Den Rechenweg legt Öko-Test nicht offen, und die Zahl liegt um ein Mehrfaches über den Warentest-Werten. Wie sie zustande kommt, lässt sich nicht nachvollziehen; diese Seite übernimmt sie deshalb nicht und rechnet stattdessen offen.

Literpreis mit Preisen vom 12.10.2026

Bild Ersatzkartusche (Pack) Preis 12.10.2026 pro Stück Kapazität ct/l bei voller Kapazität ct/l bei halber ct/l bei einem Viertel
Amazon Basics Filterkartuschen im 12er-Pack Amazon Basics, 12er 29,69 € 2,47 € 150 l 1,6 3,3 6,6
Aquaphor Maxfor+ Kartuschen im 5+1-Pack Aquaphor Maxfor+, 5+1 23,99 € 4,00 € 200 l 2,0 4,0 8,0
BRITA Maxtra Pro All-in-1 im 12er-Pack BRITA Maxtra Pro All-in-1, 12er 49,99 € 4,17 € 150 l 2,8 5,6 11,1
BRITA Maxtra Pro Pure Performance im 6er-Pack BRITA Maxtra Pro Pure Performance, 6er 29,56 € 4,93 € 150 l 3,3 6,6 13,1
Laica Bi-Flux Kartuschen im 3+1-Pack Laica Bi-Flux, 3+1 19,99 € 5,00 € 150 l 3,3 6,7 13,3
BRITA Maxtra Pro Extra Kalkschutz im 6er-Pack BRITA Maxtra Pro Extra Kalkschutz, 6er 34,99 € 5,83 € 150 l 3,9 7,8 15,6
BWT Magnesium Kartuschen im 6er-Pack BWT Magnesium, 6er 28,99 € 4,83 € 120 l 4,0 8,1 16,1

Eigene Rechnung aus den Amazon-Preisen und den Herstellerkapazitäten. Die All-in-1 ist laut brita.de der Vorgänger der Pure Performance und war am Abrufdatum im 12er-Pack günstiger; Amazon zeigte dazu „Statt 73,89 €“; das ist kein Vorher-Preis und wird hier nicht als Ersparnis gerechnet, derselbe Betrag steht auf brita.de als Einmalpreis für das 12er-Pack Pure Performance. Der Amazon-Durchschnitt für diesen Pack lag laut camelcamelcamel bei 54,28 Euro, der Tiefstpreis bei 46,29 Euro am 01.09.2026.

Die Spalten „halbe“ und „ein Viertel“ sind keine Spielerei. Sie zeigen, was ein Liter kostet, wenn man die Kartusche dann wechselt, wenn die Enthärtung laut den Tests oben deutlich nachgelassen hat. Bei Brita Pure Performance steigt der Literpreis damit von 3,3 auf 13,1 Cent, also in die Nähe der Öko-Test-Zahl.

Jahreskosten bei fünf Litern pro Tag

Die Stiftung Warentest rechnet in ihren Produktmerkmalen mit fünf Litern gefiltertem Wasser pro Tag, das sind 1.825 Liter im Jahr. Mit dieser Annahme ergeben sich zwei Szenarien. Im ersten wird die Kartusche gewechselt, sobald die Herstellergrenze erreicht ist, Zeit oder Menge, je nachdem, was zuerst eintritt. Im zweiten wird sie bei einem Viertel der Kapazität gewechselt, dem Punkt, an dem die Stiftung Warentest nur noch mittelhartes Wasser fand.

Kartuschenkosten pro Jahr bei 5 Litern gefiltertem Wasser am TagEigene Rechnung, Amazon-Preise vom 12.10.2026, Skala 0 bis 300 Euro; Kanne nicht eingerechnetWechsel nach HerstellergrenzeWechsel bei einem Viertel der KapazitätAmazon Basics (150 l)30,10 €30,10 €120,41 €120,41 €Aquaphor Maxfor+ (200 l)36,48 €36,48 €145,94 €145,94 €Brita Pure Performance (150 l)64,05 €64,05 €239,76 €239,76 €BWT Magnesium (120 l)73,48 €73,48 €293,93 €293,93 €Leitungswasser ungefiltert3,65 €3,65 € (0,2 ct/l laut UBA)0 €100 €200 €300 €Annahme 5 l/Tag laut Stiftung Warentest 7/2022. Brita: 13 Wechsel (4-Wochen-Grenze), BWT: 15,2 (120 l), Aquaphor: 9,1 (200 l, keine Wochenangabe), Amazon Basics: 12,2.Eigene Darstellung, abgerufen am 12.10.2026.
Wer die Kartusche wechselt, wenn die Enthärtung laut Tests nachlässt, zahlt rechnerisch das Vierfache der Packungsrechnung.

Die Rechnung im Einzelnen: Bei Brita ist mit fünf Litern pro Tag nach vier Wochen erst 140 Liter gefiltert, die Zeitgrenze greift vor der Mengengrenze, also 13 Kartuschen im Jahr für 64,05 Euro. Bei BWT ist die 120-Liter-Grenze nach 24 Tagen erreicht, das ergibt rund 15,2 Kartuschen für 73,48 Euro. Aquaphor nennt keine Wochengrenze, mit 200 Litern reichen rund 9,1 Kartuschen für 36,48 Euro. Bei Amazon Basics treffen sich 30 Tage und 150 Liter, rund 12,2 Kartuschen für 30,10 Euro. Ungefiltertes Leitungswasser kostet für dieselbe Menge rund 3,65 Euro.

Im zweiten Szenario vervierfacht sich jede Zahl, weil vier Kartuschen pro Herstellerkapazität fällig werden. Brita landet dann bei rund 240 Euro, BWT bei rund 294 Euro im Jahr. Das ist eine Rechnung, keine Empfehlung: Niemand muss so oft wechseln. Sie zeigt aber, dass „weiches Wasser über die ganze Kartuschenlaufzeit“ weder technisch noch finanziell das ist, was eine Kanne liefert.

Wer weniger trinkt, zahlt entsprechend weniger, aber nicht linear: Bei Brita und BWT greift die Vier-Wochen-Grenze unabhängig von der Menge. Ein Single-Haushalt mit zwei Litern pro Tag wechselt bei Brita trotzdem 13-mal im Jahr, zahlt also dieselben 64,05 Euro für weniger als die Hälfte des Wassers. Bei Aquaphor ohne Wochenangabe sinken die Kosten dagegen mit der Menge, auf rund 14,59 Euro bei 730 Litern im Jahr.

Dazu kommt die Kanne: Zwischen 14,25 Euro (Amazon Basics) und 34,99 Euro (Style Essential mit drei Kartuschen) am 12.10.2026. Und es kommt Müll dazu: Die Stiftung Warentest bezifferte 2022 den Kartuschenabfall bei fünf Litern pro Tag auf 1,1 bis 2,1 Kilogramm im Jahr. Brita nimmt leere Kartuschen nach eigener Angabe über Sammelboxen im Handel oder per Post zurück, mindestens sechs Stück pro Paket. BWT und Laica nennen für Kannenkartuschen den Hausmüll.

PFAS, Mikroplastik, Blei: was auf der Kartuschenpackung steht und was davon geprüft ist

Auf Kartuschenpackungen und in Amazon-Titeln stehen inzwischen mehr Versprechen als Härtewerte. Für jedes lässt sich prüfen, wer es aufgestellt hat und ob es eine unabhängige Messung gibt. Das Ergebnis ist ernüchternd, aber nicht pauschal: Einige Angaben sind Herstellertests nach Normen, andere sind Siegel ohne Nummer, und für keine der drei Stoffgruppen gibt es einen frei lesbaren unabhängigen Kannentest mit Modellwerten.

PFAS: Herstellerangaben, neuer Grenzwert, Norm noch im Entwurf

Seit dem 12.01.2026 gilt in der Trinkwasserverordnung ein Grenzwert für die Summe von 20 PFAS: 0,00010 mg/l, also 0,1 Mikrogramm pro Liter. Ab dem 12.01.2028 kommt ein strengerer Wert für die Summe von vier PFAS hinzu, PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS: 0,000020 mg/l. Diese Werte müssen die Wasserversorger einhalten; für die Kanne zu Hause gelten sie nicht als Pflicht.

Brita gibt für die Maxtra Pro Pure Performance an, sie reduziere PFAS wie PFOS und PFOA, getestet nach NSF/ANSI 53; auf der österreichischen Seite steht zusätzlich der japanische Prüfstandard JWPAS B.210. Ein NSF-Listing oder ein Prüfbericht ist nicht verlinkt. Philips nennt in den Datenblättern der Micro-X-Clean-Kartuschen PFOA und bei der Softening+-Kartusche zusätzlich PFOS, mit Verweis auf Prüfbedingungen, aber ohne Labor. Die geltende Kannenfilter-Norm DIN EN 17093:2018 enthält keine PFAS-Anforderung. Erst der Norm-Entwurf vom September 2026, mit 84 statt 40 Seiten, nimmt PFAS-Reduzierung und Reduzierung von freiem Chlor als chemische Anforderungen auf.

Der Schweizer K-Tipp titelte am 24.09.2026, Wasserfilter gegen PFAS hielten ihre Werbeversprechen nicht, weil die Kapazität „sehr beschränkt“ sei. Der Volltext steht hinter einer Bezahlschranke; welche Produkte geprüft wurden, ist für diese Seite nicht einsehbar. Belastbar ist damit nur: PFAS-Angaben auf Kannenkartuschen sind Herstellerangaben, und eine Norm, die sie vergleichbar macht, ist noch nicht in Kraft.

Mikroplastik: kein unabhängiger Kannentest

Für den Rückhalt von Mikroplastik durch Kannenkartuschen fand sich keine unabhängige Prüfung. Laica wirbt für eine eigene Mikroplastik-Kanne mit „über 99,5 Prozent“ Rückhalt bei Partikeln ab 0,1 Mikrometern und „über 99,99 Prozent“ ab einem Mikrometer, geprüft laut Laica unter anderem von der Labor Wessling GmbH; ein Prüfbericht ist nicht verlinkt, und die Produktseiten stellen die beiden Werte unterschiedlich prominent dar. Philips nennt Mikroplastik in der Reduktionsliste der Kartuschen. Computer Bild hat Mikroplastik ausdrücklich nicht geprüft, die Stiftung Warentest 2022 hatte es nicht im Prüfprogramm. Der einzige gefundene Messwert betrifft einen Wasserhahnaufsatz von Coop in der Schweiz, der laut K-Tipp nur Teilchen ab 20 Mikrometern zurückhält; auf Kannen lässt er sich nicht übertragen.

Blei: Filter reduzieren es, aber das Umweltbundesamt rät davon ab

Die Stiftung Warentest hat 2022 die Bleireduktion geprüft, die Einzelwerte stehen im Bezahlteil. Im ARD-Marktcheck 2026 lagen die Schwermetalle bei allen vier Kannen im grünen Bereich, im Ausgangswasser allerdings nur in Spuren. Dass Kannenfilter Blei reduzieren können, ist damit plausibel. Das Umweltbundesamt schreibt trotzdem: „Die Anwendung von Filtern zur Bleientfernung ist nicht sinnvoll.“ Die Verbraucherzentrale rät, bei Verdacht das Wasser untersuchen zu lassen, statt sich auf einen Filter zu verlassen. Die Stiftung Warentest hatte schon 2009 geschrieben, bei Bleirohren helfe ein Filter nur vorübergehend, auf Dauer nur der Austausch.

Der Grund liegt im Verhalten gesättigter Filter. Laut Umweltbundesamt können Filter und Ionenaustauscher angereicherte Stoffe bei Überladung wieder abgeben, „sogar in höheren Konzentrationen“. Die Verbraucherzentrale beschreibt dasselbe als unbemerkten Durchbruch. Wer Blei im Wasser hat, bräuchte also eine Kartusche, die nie gesättigt ist, und davon gibt keine Packung eine Garantie.

Zum rechtlichen Rahmen: Bleirohre wurden laut Umweltbundesamt teilweise bis etwa 1973 verbaut, der süddeutsche Raum war praktisch immer frei davon. Seit dem 12.01.2026 sind Trinkwasserleitungen aus Blei verboten. Der Grenzwert liegt bei 0,010 mg/l und sinkt am 12.01.2028 auf 0,005 mg/l. Eine Laboranalyse kostet laut Stiftung Warentest rund 15 Euro und ist für Schwangere oft gratis; Öko-Test nennt 30 bis 70 Euro beim Wasserwerk oder Institut.

Siegel und Normen: was hinter „TÜV“ und „DIN“ steht

Drei Arten von Angaben finden sich auf Kannen und Kartuschen, und sie sind unterschiedlich viel wert:

  • Normangabe mit Prüfwert: Brita gibt an, die Kalkreduktion der Pure Performance nach DIN EN 17093:2018 mit 11 °dH für bis zu 120 Liter geprüft zu haben, und nennt in der Bedienungsanleitung auch Blei, Kupfer, Chlor und Karbonathärte als nach dieser Norm geprüft. Das ist die geltende Norm, der Prüfbericht ist nicht öffentlich.
  • Veraltete Normangabe: BWT schreibt, seine Filterkartuschen erfüllten die mikrobiologischen Anforderungen nach DIN 10521, ebenso Chlor-, Blei- und Kupferrückhalt. DIN 10521:2009-02 wurde laut DIN Media durch DIN EN 17093:2018 ersetzt. BWT nennt außerdem eine Überwachung durch TÜV Rheinland/LGA, ohne Zertifikat.
  • Siegel ohne Nummer: Das Amazon-Basics-Kartuschen-Listing nennt „TÜV zertifiziert“ ohne Zertifikatsnummer. Waterdrop wirbt im Titel mit „NSF Certified“. Beides lässt sich ohne Nummer nicht nachprüfen.

DVGW- oder WQA-Zeichen fanden sich bei keinem der Kannenhersteller. Die Verbraucherzentrale empfiehlt allgemein, bei Wasserbehandlung auf DVGW- oder DIN-Prüfzeichen zu achten. Eine ausführliche Prüfung der Siegel auf Ersatzkartuschen anderer Anbieter steht im Kartuschen-Vergleich.

Silber: in drei Systemen bestätigt, Mengen nur grob bekannt

Brita, BWT und Laica bestätigen selbst, dass ihre Kartuschen mit Silber behandelt sind; Brita nennt es nur in der Bedienungsanleitung, nicht auf den Produktseiten. Bei Aquaphor, Philips und Amazon Basics fand sich keine Angabe. Konsument nennt bis zu 15 Mikrogramm Silber pro Liter im Filtrat, ohne Modell und Datum. Die WHO hat für Silber im Trinkwasser keinen formalen Leitwert, aber einen provisorischen Referenzwert von 0,1 mg/l, ausdrücklich auch für Geräte am Entnahmeort; 15 Mikrogramm sind 15 Prozent davon. Zugleich empfiehlt die WHO Silber zur Desinfektion von Trinkwasser nicht, auch nicht in Haushaltsgeräten. Die Stiftung Warentest hat die Silberabgabe 2022 gemessen und bewertet, ob sie deklariert ist; die Werte sind Bezahlinhalt.

Passt sie in die Kühlschranktür? Maße, Gewicht und Gießverhalten

Die Verbraucherzentrale rät, Filterkannen im Kühlschrank aufzubewahren; Brita und Lidl empfehlen laut SWR, das Filtrat kühl zu lagern und binnen 24 Stunden zu verbrauchen, BWT nennt ebenfalls höchstens 24 Stunden im Kühlschrank. Damit wird die Frage, ob eine Kanne in den Kühlschrank passt, zu einer Hygienefrage. Beantworten lässt sie sich nur mit Herstellermaßen, und die sind lückenhaft.

Bild Kanne Maße laut Hersteller schmalste Seite Höhe Leergewicht Herstellerhinweis
BRITA Style Essential BRITA Style Essential 23,9 × 27,3 × 10,5 cm (B × H × T) 10,5 cm 27,3 cm k. A. passt laut Brita in die übliche Kühlschranktür
BRITA Marella XL BRITA Marella XL Marella 25,8 × 25,8 × 10,5 cm; XL mit 14,8 cm Tiefe 14,8 cm k. A. für XL k. A. –
BWT Vida BWT Vida 11,3 × 27,8 × 25,2 cm (B × H × T) 11,3 cm 27,8 cm k. A. –
Aquaphor Onyx Aquaphor Onyx k. A. k. A. k. A. k. A. –
Amazon Basics Filterkanne Amazon Basics 2,3 l k. A. k. A. k. A. k. A. –
Laica Stream Line Laica Stream Line 26,5 × 9,3 × 27,2 (Einheit nicht genannt, vermutlich cm) 9,3 27,2 0,6 kg –
BRITA Flow BRITA Flow (Tank) 30,4 × 22 × 21,4 cm 21,4 cm k. A. k. A. passt laut Brita in übliche Kühlschränke

Die Hersteller ordnen die Achsen unterschiedlich: Brita nennt die lange Seite vom Griff zum Ausguss als Breite, BWT als Tiefe. Für die Kühlschranktür zählt die schmalste Seite, deshalb steht sie in einer eigenen Spalte. Mit 10,5 Zentimetern ist die Style Essential unter den belegten Picks die schmalste, die BWT Vida folgt mit 11,3 Zentimetern. Die Marella XL ist mit 14,8 Zentimetern Tiefe deutlich breiter; ob sie in eine bestimmte Tür passt, hängt vom Kühlschrank ab, dessen Fachmaße hier nicht belegt sind. Für die Onyx und die Amazon-Basics-Kanne veröffentlichen die Anbieter keine Maße; vor dem Kauf hilft nur ein Blick auf die Produktfotos mit Maßangaben im Angebot oder die Nachfrage beim Verkäufer.

Beim Gewicht ist die Datenlage noch dünner. Von den Kunststoffkannen gibt nur Laica ein Leergewicht an, 0,6 Kilogramm für die Stream Line und 0,7 für die Prime Line. Bestimmend ist ohnehin das Wasser: Ein Liter wiegt rund ein Kilogramm. Eine volle Kanne mit 2,4 Litern Gesamtvolumen trägt also bis zu etwa 2,4 Kilogramm Wasser, die Onyx mit 4,2 Litern bis zu etwa 4,2 Kilogramm. Für eine Kühlschranktür, die beim Öffnen schwingt, ist das ein Unterschied.

Für das Gießverhalten, also ob der Deckel beim Ausgießen hält, ob der Ausguss tropft und ob der Trichter beim Kippen herausrutscht, gibt es in den ausgewerteten Quellen keine Messung. Die Stiftung Warentest bewertete 2022 den täglichen Gebrauch als Teil der Handhabung; die Marella Cool bekam dort laut Sekundärquelle „gut“ (2,4), die BWT Penguin „gut“ (2,3). Computer Bild bewertete die Bedienung, veröffentlicht aber keine Einzelheiten pro Modell. Amazon-Rezensionen zu tropfenden Deckeln gibt es, sie sind aber Einzelstimmen über teils gepoolte Varianten und werden hier nicht als Befund geführt.

Wechselanzeige, Deckelklappe, Trichter: Bedienung im Vergleich

Wie oft eine Kanne im Alltag Ärger macht, hängt an drei Bauteilen: der Anzeige, die den Wechsel meldet, dem Deckel, über den nachgefüllt wird, und dem Trichter, durch den das Wasser in die Kartusche läuft. Für alle drei sind die Herstellerangaben uneinheitlich.

Bild Kanne Wechselanzeige zählt Spülmaschine laut Hersteller Durchlauf Hinweise aus der Anleitung
BRITA Style Essential BRITA Style Essential Smart Light (LED) Zeit und gefilterte Menge ja, Smart Light entnehmen k. A. Kartusche schwenken, zwei Trichterfüllungen verwerfen; Filtrat kühl, binnen 24 h
BRITA Marella XL BRITA Marella XL Memo Zeit (4 Wochen) ja, außer Deckel k. A. wie oben
BWT Vida BWT Vida manuell Datum zum Einstellen ja, komplett 5 min pro Trichterfüllung höchstens 8 bis 10 l pro Tag; nach über 2 Tagen Pause erste Füllung verwerfen, nach über 2 Wochen Kartusche ersetzen
Aquaphor Onyx Aquaphor Onyx batterielos k. A. k. A. k. A. k. A.
Amazon Basics Filterkanne Amazon Basics 2,3 l k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.
Philips Filterkanne Philips (AWP29xx) digitaler Timer Zeit AWP2933: bis 50 °C, Deckel mit Timer und Kartusche nicht 0,3 l/min laut Datenblatt –
– Lidl Silvercrest k. A. k. A. k. A. 92 s/l laut Computer Bild Filtrat kühl, binnen 24 h (laut SWR)

Wechselanzeige: was sie misst und was nicht

Keine Anzeige misst die Wasserhärte. Die Memo-Anzeige von Brita ist ein Vier-Wochen-Timer, das Smart Light zählt zusätzlich die gefilterte Menge, BWT setzt bei der Vida auf eine Datumsscheibe zum Einstellen, und Philips nennt einen digitalen Timer. Konsument weist darauf hin, dass viele Anzeigen nur die Zeit messen oder die Deckelöffnungen zählen. Brita gibt für Memo und Smart Light eine Batterielebensdauer von etwa fünf Jahren an. Bei BWT gibt es eine LED-Anzeige im Boden nur bei der teureren AQUAlizer-Kanne, mit tauschbarer Knopfzelle CR2450.

Warum die Mengenzählung einen Unterschied macht, zeigt die Kostenrechnung oben. Wer fünf Liter pro Tag filtert, erreicht die 150 Liter einer Brita-Kartusche nach 30 Tagen, also kurz nach der Vier-Wochen-Grenze. Wer an heißen Tagen deutlich mehr filtert, überschreitet die Menge vor der Zeit, und dann meldet nur eine Anzeige mit Mengenzählung rechtzeitig. Für die Enthärtung ist beides zu spät: Sie lässt laut den Tests lange vorher nach.

Deckelklappe und Trichter: kaum Herstellerangaben

Ob ein Deckel eine Einfüllklappe hat, durch die man nachfüllt, ohne ihn abzunehmen, steht in den ausgewerteten Herstellerdaten für keinen der fünf Picks als strukturierte Angabe. Die Stiftung Warentest bewertete den täglichen Gebrauch, also auch das Nachfüllen, als Teil der Handhabung, die Einzelwerte sind aber nur für drei Kannen sekundär belegt. Diese Seite trifft deshalb keine Aussage zur Deckelklappe der einzelnen Modelle.

Belegt ist die Größe des Trichters über die gefilterte Menge pro Füllung: 1,4 Liter bei Style Essential und Vida, 2,0 Liter bei der Marella XL, 1,25 Liter bei Amazon Basics, 1,2 Liter bei der Laica Stream Line, 5,2 Liter beim Brita-Tank Flow. Für die Onyx nennt Aquaphor keinen Wert. Mehr Trichtervolumen heißt seltener nachfüllen, aber auch mehr Wasser, das im Kühlschrank stehen muss, damit die 24-Stunden-Regel der Hersteller hält.

Durchlaufzeit: von 92 Sekunden bis über 30 Minuten

Die Durchlaufzeit misst nur Computer Bild, und auch dort sind nur die Extreme veröffentlicht: 92 Sekunden pro Liter bei Silvercrest, 538 Sekunden beim Aarke Purifier, also knapp neun Minuten. Philips gibt im Datenblatt 0,3 Liter pro Minute an, umgerechnet rund 200 Sekunden pro Liter. BWT nennt für seine Kartuschen fünf Minuten Durchlaufzeit; wenn damit eine Trichterfüllung von 1,4 Litern gemeint ist, sind das rund 214 Sekunden pro Liter, eine eigene Umrechnung unter dieser Annahme. Brita veröffentlicht keine Durchflussrate. Am langsamen Ende steht die Acala-Kanne, bei der ein Durchlauf laut SWR teils mehr als 30 Minuten dauerte.

Die Durchlaufzeit ist mehr als eine Komfortfrage. Der SWR vermutet bei Acala einen Zusammenhang zwischen langer Standzeit im Filter und hohen Keimzahlen; belegt ist das nicht, plausibel ist es, weil Wasser, das lange bei Raumtemperatur in der Kartusche steht, dem „Urlaubsszenario“ des Warentests ähnelt. Wie du Stillstand, Wärme und Restwasser im Alltag in den Griff bekommst, ist Thema der Anleitung zum Kartuschenwechsel.

Sieben Prüffragen, bevor du eine Filterkanne kaufst

Die Datenlage lässt keine Kanne zu, die für alle die richtige ist. Sie lässt aber sieben Fragen zu, die dich zu einer der fünf Picks führen oder dazu, keine zu kaufen.

1. Wie hart ist dein Wasser? Dein Wasserversorger muss dir den Härtebereich mindestens einmal im Jahr mitteilen, so verlangt es das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz. „Weich“ heißt unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter, umgerechnet unter 8,4 °dH. „Mittel“ heißt 1,5 bis 2,5 Millimol, etwa 8,4 bis 14 °dH. „Hart“ heißt über 2,5 Millimol, also über 14 °dH. Bei weichem Wasser bringt eine Kanne für Kalk wenig. Bei hartem Wasser bringt sie in den ersten Tagen einer Kartusche spürbar weicheres Wasser, danach immer weniger. Brita empfiehlt die Pure Performance für weiches bis mittelhartes Wasser und die Extra Kalkschutz für hartes bis sehr hartes.

2. Wofür filterst du? Für Tee und den Wasserkocher reicht eine teilweise Enthärtung oft, laut Stiftung Warentest 2009 können kleine Tischfilter den Geschmack von Tee verbessern. Für Kaffee mit Zielwerten von 2 bis 3 °dH Gesamthärte bei Filterkaffee, wie Kaffeemacher sie nennt, musst du bei hartem Wasser häufig wechseln. Zum Trinken ohne Kalkproblem gibt es laut Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale keinen gesundheitlichen Grund für einen Filter.

3. An welches Kartuschensystem willst du dich binden? Die Kanne kostet einmal, die Kartuschen jeden Monat. Brita-Kannen nehmen Maxtra-Pro-Kartuschen, für die es viele Fremdanbieter gibt. BWT, Aquaphor und Laica haben eigene Formate; eine Herstelleraussage zur Brita-Passform gibt es bei keinem der drei. Bei Amazon Basics sind die Kartuschen laut Listing Brita-kompatibel. Wer das System später wechseln will, kauft am besten eine Kanne im verbreitetsten Format.

4. Wie viel Wasser brauchst du am Tag? Bis etwa zwei Liter reichen 1,25 bis 1,4 Liter Trichtervolumen bei einer Nachfüllung pro Tag. Für eine Familie mit vier bis fünf Litern sind die Marella XL mit 2,0 Litern pro Füllung oder die Onyx mit 4,2 Litern Volumen bequemer. BWT empfiehlt, nicht mehr als acht bis zehn Liter pro Tag zu filtern; darüber ist der Brita Flow mit 5,2 Litern gefiltert die Bauform, die zur Menge passt.

5. Hast du Platz im Kühlschrank? Wenn die Kanne in die Tür soll, zählt die schmalste Seite: 10,5 Zentimeter bei der Style Essential, 11,3 bei der Vida, 14,8 bei der Marella XL. Für Onyx und Amazon Basics fehlen Herstellermaße. Wenn kein Platz im Kühlschrank ist, sinkt der Nutzen einer Kanne weiter, weil die Hersteller kühle Lagerung verlangen.

6. Willst du eine Anzeige, die die Menge mitzählt? Dann bleibt unter den Picks nur die Style Essential mit Smart Light. Marella, Vida und Philips zählen nur die Zeit oder lassen dich das Datum selbst einstellen. Für Aquaphor und Amazon Basics ist die Funktionsweise der Anzeige nicht dokumentiert.

7. Wie viel willst du pro Jahr ausgeben? Bei fünf Litern pro Tag und Wechsel nach Packungsangabe liegen die Kartuschenkosten zwischen rund 30 Euro (Amazon Basics) und rund 73 Euro (BWT Magnesium) im Jahr, Brita Pure Performance bei rund 64 Euro. Wer für weiches Wasser früher wechselt, zahlt ein Mehrfaches. Ungefiltertes Leitungswasser kostet für dieselbe Menge rund 3,65 Euro. Wenn dich keine der sechs Antworten oben zu einem klaren Ja geführt hat, ist das eine Antwort.

Zwei Sonderfälle stehen in den Anleitungen und gehören vor den Kauf. Brita weist darauf hin, dass das Filtrat anfangs leicht mehr Kalium enthalten kann und Nierenkranke ihren Arzt fragen sollten. Für Babynahrung und immungeschwächte Menschen empfehlen Brita und BWT, das gefilterte Wasser zusätzlich abzukochen, Brita mit dem Hinweis „erst filtern, dann abkochen“.

Wenn du nach diesen Fragen weiter unschlüssig bist, liefert die Übersicht aller Filterkannen-Themen die übrigen Vergleiche und Ratgeber dieses Bereichs an einer Stelle.

Was zur Kanne passt: Sprudler, Wasserkocher, Kaffeemaschine

Eine Filterkanne steht selten allein. Gefiltertes Wasser landet im Wasserkocher, in der Kaffeemaschine oder in der Flasche des Sprudlers, und für jedes dieser Geräte gibt es eigene Gründe für oder gegen den Filter.

Wasserkocher: Kalk entsteht erst beim Erhitzen

Kalk fällt laut Konsument erst ab 60 bis 65 °C oder beim Auftrocknen aus. Im Wasserkocher wird er deshalb sichtbar, im Glas nicht. Die Stiftung Warentest hat 2022 genau das gemessen: Kalk im Wasserkocher nach jedem Durchgang und Kesselstein am Ende der Kapazität. Für den Wasserkocher reicht eine teilweise Enthärtung, weil jede Reduktion weniger Belag bedeutet. Das Umweltbundesamt verweist für Kalk auf Zitronensäure oder Essig statt auf Filter; wie du eine bestehende Schicht löst, steht im Ratgeber zur Kalkkruste im Wasserkocher lösen. Wer Tee bei bestimmten Temperaturen aufbrüht, findet passende Geräte unter den Wasserkochern mit einstellbarer Temperatur, die übrigen Geräte im Wasserkocher-Bereich.

Kaffee: Härte und Alkalinität getrennt betrachten

Für Kaffee zählt laut Kaffeemacher neben der Gesamthärte die Alkalinität, also die Karbonathärte. Zielwerte für Filterkaffee: 2 bis 3 °dH Gesamthärte und 1 bis 2 °dH Alkalinität, für Espresso 3 bis 6 und 2 bis 4 °dH. Filter, die zwar die Gesamthärte senken, aber kaum die Alkalinität, wie laut Kaffeemacher Lotus Vita und LARQ, eignen sich dafür nicht. Kannen mit Ionenaustauscher in Wasserstoffform senken beides, solange die Kartuschen frisch sind. Für Filterkaffee aus der Maschine findest du passende Geräte unter den Filterkaffeemaschinen im Vergleich.

Kaffeevollautomaten haben eigene Filterpatronen im Wassertank. Sie gehören zu einer anderen Produktklasse und stehen im Vergleich der Filterpatronen für Kaffeevollautomaten. Wer seinen Vollautomaten statt mit Patrone über das Entkalkungsprogramm pflegt, findet die Abläufe unter Vollautomaten richtig entkalken. Mühlen, Waagen und weiteres Zubehör rund um die Zubereitung sammelt der Bereich Kaffee-Zubehör.

Wassersprudler: gefiltert oder direkt aus dem Hahn

Ob gefiltertes Wasser im Sprudler besser schmeckt, hat keine der ausgewerteten Quellen gemessen. Belegt ist der Unterschied zum Flaschenwasser in der Ökobilanz: Eine Studie von ESU-services aus dem Mai 2024, beauftragt von der wvgw aus dem Umfeld des Wasserfachverbands DVGW, kommt für Trinkwasser auf 1 Gramm CO₂-Äquivalent pro Liter still und ungekühlt und auf 72 Gramm gekühlt und mit Kohlensäure. Mineralwasser liegt in üblichen Varianten bei 367 bis 596 Gramm. Tischwasserfilter sind in der Studie nicht enthalten, wie viel eine Kanne mit Kartuschen hinzufügt, ist unabhängig nicht berechnet. Sprudler selbst vergleicht der Sprudler-Vergleich, Modelle mit Glasflasche stehen bei den Sprudlern mit Glaskaraffe, weitere Themen im Wassersprudler-Bereich.

Wer filtert und sprudelt, hat zwei Geräte mit eigenen Hygieneregeln: die Kanne mit Kühlschrank und 24-Stunden-Regel, die Sprudlerflasche mit eigener Reinigung. Die 24-Stunden-Regel von Brita und BWT gilt auch dann, wenn das gefilterte Wasser anschließend in die Sprudlerflasche wandert.

Woher die Zahlen stammen und wann diese Seite neu gerechnet wird

Diese Auswertung hat Lücken, und sie stehen hier, damit niemand sie für Befunde hält:

  • Kein Labortest seit 2022. Der letzte Warentest prüfte Kartuschen, die inzwischen Vorgänger heißen. Die Prüfungen von 2026 sind eine Teststreifen-Messung ohne Hygiene und eine Laborstichprobe ohne Zahlen.
  • Keine Einzelnoten aus erster Hand. Warentest 2022, Konsument 2022 und Which? 2025 halten ihre Einzelurteile hinter Bezahlschranken; die Warentest-Noten stehen hier nur, soweit Presseberichte sie wiedergeben.
  • Keine Silber- und Keimwerte pro Modell. Die Stiftung Warentest hat sie gemessen, frei sind nur Konsuments Obergrenze von 15 Mikrogramm pro Liter und die qualitativen Befunde des SWR.
  • Kein unabhängiger Mikroplastik- und PFAS-Test für Kannen mit frei lesbaren Modellwerten.
  • Lückenhafte Herstellerdaten. Für Onyx und Amazon Basics fehlen Maße und Anzeigebeschreibung, für Philips die Literkapazität, für Brita die Durchflussrate.
  • Keine Marktanteile, keine Suchvolumen. Dafür gibt es keine belegbare Quelle; deshalb steht hier keine Zahl dazu.

Testveröffentlichungen: Stiftung Warentest test 7/2022 (online 22.06.2022, acht Filter; Methodik, Testfeld und Produktmerkmale frei, Noten sekundär über t-online, heidelberg24 und desired.de) und test 5/2015 (Pressemitteilung, neun Filter); ETM Testmagazin 02/2020 (30.01.2020, Testfeld frei, Prozentwerte sekundär über testsieger.de); Kaffeemacher (01.10.2022, frei); Computer Bild und BILD (15. und 21.05.2026, ein gemeinsamer Test, Messtabelle frei); ARD-Marktcheck des SWR (Sendung 27.08.2026, Text 28.08.2026, frei). Gezählt sind diese sechs. Konsument 2022 und Which? 2025 sind erwähnt, aber nicht gezählt, weil ihre Modellergebnisse nicht einsehbar waren.

Behörden, Recht und Normen: Umweltbundesamt (Ratgeber „Trink was“, Umwelttipp „Blei im Trinkwasser“, Flyer zum Bleirohrverbot 06/2026), Verbraucherzentrale (Stand 07.08.2026), Trinkwasserverordnung Anlage 2, Wasch- und Reinigungsmittelgesetz § 9, DIN EN 17093:2018 und der Entwurf 2026-09 bei DIN Media, WHO Chemical Fact Sheet Silver 2022. Dazu K-Tipp (28.08.2022 und 24.09.2026), Konsument und Öko-Test als Einordnung.

Herstellerquellen: Produkt- und Kartuschenseiten sowie die Bedienungsanleitung von Brita (brita.de, brita.at), Shop und FAQ von BWT, die Aquaphor-Seiten zu Onyx und Maxfor+, Philips-Datenblätter der Baureihe AWP29xx und der Kartuschen AWP212 und AWP230, die Laica-Produktseiten. Herstellerangaben stehen im Text als solche, auch dort, wo sie Normen oder Prüflabore nennen.

Preise und Rechenwege: Preise, Verkäufer und Bewertungen von Amazon.de am 12.10.2026, Preisverläufe von camelcamelcamel am selben Tag. Literpreise, Jahreskosten, Härte-Umrechnungen (16,5 °dH mal Restanteil), die Überschlagsrechnung zur Kapazität bei 16,5 statt 11 °dH und die Umrechnung der Durchflussangaben sind eigene Rechnungen aus den genannten Werten. „Statt“-Preise auf Amazon sind keine Vorher-Preise und werden nicht als Ersparnis gerechnet.

Sechs Testveröffentlichungen aus elf Jahren, vom Warentest 2015 bis zum ARD-Marktcheck im August 2026, dazu Behördenangaben, zwei Normen und die Datenblätter von fünf Kannenherstellern: Auf dieser Grundlage hat Bastian Saupe die Filterkannen eingeordnet, ohne eine davon selbst zu benutzen oder zu messen. Wie Labortests, Teststreifen-Messungen, Herstellerangaben und Sekundärquellen gegeneinander gewichtet werden, erklärt die Methodik-Seite. Neu gerechnet wird diese Seite, sobald die Stiftung Warentest einen neuen Kannentest veröffentlicht, sobald die überarbeitete DIN EN 17093 mit PFAS-Anforderung erscheint oder wenn sich die Kartuschenpreise der fünf Systeme spürbar verschieben.

Häufig gestellte Fragen

Welche Filterkanne hat bei der Stiftung Warentest am besten abgeschnitten?

Im letzten Test, test 7/2022 mit acht Filtern, kam keiner über „befriedigend“. Die beiden „befriedigend“-Urteile gingen laut t-online, desired.de und heidelberg24 an die Brita-Kartusche Maxtra+, einmal in der Marella Cool und einmal in der Style Cool, jeweils mit 3,5. Die Einzelnoten sind auf test.de Bezahlinhalt und wurden für diese Seite nicht eingesehen. BWT und Philips lagen laut desired.de bei „ausreichend (4,0)“, eine Fremdkartusche mit Schimmelpilzen bei „mangelhaft“.

Gibt es einen neueren Warentest zu Wasserfiltern als 2022?

Nein, bis zum 12.10.2026 nicht. Auf eine Leserfrage vom 09.02.2026 antwortete die Stiftung Warentest nur, der Testwunsch sei registriert. Die neueren Prüfungen stammen von Computer Bild/BILD (Mai 2026, acht Kannen, Härte per Teststreifen, keine Keimprüfung) und vom ARD-Marktcheck des SWR (August 2026, vier Kannen, Laborstichprobe ohne veröffentlichte Messwerte). Beide ersetzen keinen Labortest mit Notenschema.

Warum ist die Brita Style Essential bei Computer Bild nur „ausreichend“?

Computer Bild maß die Härte mit Teststreifen nach dem ersten Durchlauf und nach 25, 50, 75 und 100 Prozent der Herstellerkapazität. Mit der mitgelieferten Maxtra Pro Pure Performance sank die Reduktion von 87,5 auf 25, dann 12,5 und schließlich 0 Prozent. Dazu kam ein rechnerischer Literpreis von 0,05 Euro, der höchste im Feld nach dem Aarke Purifier. Die Kartusche Extra Kalkschutz wurde nicht gemessen. Keime, Schwermetalle und Silber prüfte Computer Bild nicht.

Welcher Wasserfilter war bei Computer Bild 2026 vorn?

Die Lidl-Kanne Silvercrest, mit „befriedigend“ und der flachsten Kurve: 75 Prozent Härtereduktion nach dem ersten Durchlauf, 25 Prozent noch bei voller Kapazität. Sie war mit 92 Sekunden pro Liter auch die schnellste Kanne. Bei Amazon war sie am 12.10.2026 nicht gelistet, Computer Bild nannte einen Preis unter 20 Euro, der SWR knapp 10 Euro. Platz 2 und 3 belegten Amazon Basics und Aquaphor Onyx, beide ebenfalls „befriedigend“.

Was hat der ARD-Marktcheck 2026 bei Filterkannen gefunden?

Der SWR ließ im August 2026 Kannen von Brita, BWT, Lidl und Acala in Laboren prüfen, je eine Stichprobe. Schwermetalle lagen bei allen im grünen Bereich, die Enthärtung war bei halber Kapazität deutlich schwächer als neu. Bei Brita, BWT und Lidl fanden die Labore keine Keim-Auffälligkeiten, bei der Acala Taro lagen Gesamtkeimzahl und coliforme Bakterien im „roten Bereich“, bestätigt in einer zweiten Kartusche. Messzahlen und Modellnummern veröffentlichte der SWR nicht.

Was kostet ein Liter gefiltertes Wasser?

Nur für die Kartusche und bei voller Herstellerkapazität ergeben die Preise vom 12.10.2026 rund 1,6 Cent (Amazon Basics 12er) bis 4,0 Cent pro Liter (BWT Magnesium 6er), Brita Pure Performance im 6er-Pack rund 3,3 Cent. Die Stiftung Warentest nannte 2022 Werte von 2,7 bis 6,0 Cent. Leitungswasser kostet laut Umweltbundesamt rund 0,2 Cent. Wer die Kartusche schon bei einem Viertel der Kapazität tauscht, weil die Enthärtung dann nachlässt, zahlt rechnerisch das Vierfache.

Filtert eine Kanne PFAS aus dem Leitungswasser?

Das behaupten einzelne Hersteller, unabhängig geprüft ist es für Kannen nicht. Brita gibt für die Maxtra Pro Pure Performance eine PFAS-Reduktion „getestet nach NSF/ANSI 53“ an, ohne verlinktes Listing; Philips nennt PFOA und bei Softening+ PFOS. Die geltende Norm DIN EN 17093:2018 enthält keine PFAS-Anforderung; erst der Entwurf von September 2026 nimmt sie auf. Die Trinkwasserverordnung begrenzt die Summe von 20 PFAS seit 12.01.2026 auf 0,1 Mikrogramm pro Liter.

Hilft eine Filterkanne gegen Blei aus alten Rohren?

Das Umweltbundesamt schreibt, die Anwendung von Filtern zur Bleientfernung sei nicht sinnvoll; nur der Austausch der Leitung hilft. Die Verbraucherzentrale rät, bei Verdacht das Wasser untersuchen zu lassen. Bleirohre wurden bis etwa 1973 verbaut und sind seit dem 12.01.2026 verboten. Der Grenzwert liegt bei 0,010 mg/l und sinkt am 12.01.2028 auf 0,005 mg/l. Eine Laboranalyse kostet laut Stiftung Warentest rund 15 Euro, laut Öko-Test 30 bis 70 Euro.

Wie lange enthärtet eine Kartusche wirklich?

Deutlich kürzer, als die Literangabe vermuten lässt. Die Stiftung Warentest fand 2022 schon nach dem ersten Viertel der Anbieterkapazität nur noch mittelhartes Wasser, auch beim besten Filter. Laut K-Tipp, der die Messwerte wiedergibt, sank die Reduktion bei Brita von 80 auf 35 Prozent nach 25 Litern. Computer Bild maß 2026 bei sechs von acht Kannen bei voller Kapazität keine Reduktion mehr. Die Wechselanzeige zählt Zeit oder Menge, nicht die Härte.

Welche Filterkanne fasst am meisten?

Unter den Picks die Aquaphor Onyx mit 4,2 Litern Krugvolumen; die gefilterte Menge pro Füllung nennt Aquaphor nicht. Bei Brita fasst die Marella XL 3,5 Liter, davon 2,0 gefiltert, die Style Essential XL 3,6 Liter mit 2,3 gefiltert. Deutlich größer ist der Brita Flow, ein Tank mit Zapfhahn: 8,2 Liter gesamt, 5,2 Liter gefiltert, nicht spülmaschinengeeignet. BWT empfiehlt, nicht mehr als acht bis zehn Liter pro Tag zu filtern.

Sind Amazon-Bewertungen bei Filterkannen aussagekräftig?

Als Testnote nicht. Sie sagen nichts über Härte, Keime oder Silber, und sie werden oft über Varianten gepoolt: Am 12.10.2026 zeigten zwei verschiedene Brita-Sets dieselben 11.723 Bewertungen, die BWT Vida und eine BWT-Life-Kanne dieselben 1.090, zwei Onyx-Angebote dieselben 5.290. Die Sterne auf dieser Seite sind deshalb nur Kaufsignal, die Einordnung stützt sich auf Warentest, Computer Bild, ARD-Marktcheck und ETM.

Was bedeutet DIN EN 17093 auf einer Kartuschenpackung?

DIN EN 17093:2018 ist die europäische Norm für leitungsungebundene Haushaltswasserfilter, also Kannen. Sie regelt Werkstoffe, Leistungsanforderungen für Metalle, Kesselstein, freies Chlor und Nitrat sowie mikrobiologische Prüfungen und ersetzt die alte DIN 10521:2009-02. Brita gibt an, die Kalkreduktion danach mit 11 °dH bis 120 Liter geprüft zu haben. BWT wirbt noch mit der ersetzten DIN 10521. Der Normtext selbst ist kostenpflichtig, Prüfgrenzwerte sind nicht frei einsehbar.

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Quellen & weiterführende Lektüre

Diese Empfehlung beruht auf den folgenden öffentlich zugänglichen Quellen, die wir ausgewertet und gewichtet haben. Eigene Test­ergebnisse geben wir nicht wieder.

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  2. Wasserfilter im Test: So haben wir getestet · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-12
  3. Wasserfilter: Kein einziger ist empfehlenswert (Pressemitteilung vom 22.06.2022) · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-12
  4. Wasserfilter: Keiner ist empfehlenswert (Pressemitteilung zu test 5/2015) · Stiftung Warentest · Abgerufen 2026-10-12
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  41. Wasser filtern: Wie sinnvoll sind Wasserfilter wie Brita & Co.? · ÖKO-TEST · Abgerufen 2026-10-12